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Video der Woche: Kate Bush mit ›Running Up That Hill‹

Kate Bush wird heute 64 Jahre alt. Zum Geburtstag der Ausnahmekünstlerin blicken wir auf das Jahr 1985 zurück, als Bush ›Running Up That Hill‹ (das eigentlich ›A Deal With God‹ heißen sollte) als Vorab-Single ihres bald darauffolgenden Albums HOUNDS OF LOVE veröffentlichte.

Ihr fünftes Werk behielt den progressiven Geist ihrer früheren Karriere bei und vermischte diesen mit neuer Reife und Wildheit. Für Bush sollte sich HOUNDS OF LOVE als Wendepunkt herausstellten, als Anfang eines neuen Hochs in ihrer musikalischen Karriere. Damals klang es einzigartig und auch knapp 40 Jahre später hat es nichts von seinem Zauber verloren.

Erst jüngst wurde speziell ›Running Up That Hill‹ von einer jungen Generation wiederentdeckt. Dank der Netflix-Hit-Serie „Stranger Things“ erlebten Song und Künstlerin einen zweiten Frühling. Das Lied sprang auf die Nummer 1 der Single-Charts in zahlreichen Ländern und bescherte Kate Bush einiges an Einnahmen.

Alles über die Entstehung von HOUNDS OF LOVE und das aktuelle Stranger-Things-Phänomen erfahrt ihr in der kommenden Ausgabe von CLASSIC ROCK, die am 11. August erscheint.


Saga: So sah es bei ihrer Show in Esslingen aus

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Am 24. Juli spielten Saga auf der Burg in Esslingen. Unser Fotograf Frank Witzelmaier war vor Ort und hat die Show festgehalten.

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Mutz & The Blackeyed Banditz: Neue Single ›Hammer Of The Gods‹

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Im August 2022 erscheint STARDUST, das Debütalbum von Mutz & The Blackeyed Banditz, dem neuen Soloprojekt von Drone-Frontmann Mutz, der hier nicht auf Thrash Metal setzt, sondern auf eine Mischung aus Southern-, Classic- und Countryrock.

Als ersten Vorgeschmack auf die Platte gab es bereits die gleichnamige Leadsingle inklusive Video zu hören und zu sehen. Jetzt legt die Band mit ›Hammer Of The Gods‹ eine weitere Single nach.

Deep Purple: Kriminelle Energie

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Viele glauben, ein Coveralbum sei ein Zeichen für versiegende Ideen, reine Vertragserfüllung – oder beides. Auf TURNING TO CRIME von Deep Purple trifft keine dieser Vermutungen zu. Stattdessen präsentiert sich die Band hier hörbar spielfreudig beim Interpretieren einiger Songs, die sie einst überhaupt erst dazu inspirierten, selbst Rock’n’Roll zu spielen.

Jede Reise beginnt mit einem einzigen Schritt, und der Weg zu TURNING TO CRIME nahm Gestalt an, nachdem jedes Bandmitglied eine Liste von potenziellen Songkandidaten an Bob Ezrin schickte und daraus dann demokratisch die vielversprechendsten Titel gewählt wurden. „Während die Songideen eintrafen“, so Ian Gillan, „war unsere Haltung: ‚Nun, versuchen wir einfach mal ein paar davon und sehen, wie es läuft‘. Und wenn der Ball dann mal ins Rollen gekommen ist, entwickelt das seine Eigendynamik.“ Als die Stimmen ausgezählt waren, hatte es ›Oh Well‹ von Fleetwood Mac in die Endauswahl geschafft, ebenso wie ›Shapes Of Things‹ von The Yardbirds und ›White Room‹ von Cream – allesamt unbestreitbare Klassiker. Doch auch einige der esoterischeren Nominierungen wurden gewählt, etwa Bob Dylans ›Watching The River Flow‹, ›7 And 7 Is‹ von Love und Ray Charles’ Interpretation von ›Let The Good Times Roll‹. Und als die Tracklist konkreter wurde, wuchs die Begeisterung für das Projekt.

Die Covid-19-Regeln machten es unmöglich, sich zu fünft im selben Raum zu treffen und Ideen für Arrangements, Songstrukturen oder die Instrumentierung auszuprobieren, wie sie das in der Vorproduktion ihrer Alben seit jeher getan hatten. Stattdessen nahm Ezrin die Verteilung und Entwicklung des Materials mit jedem einzelnen der Musiker in die Hand. Eine zeitraubende Art der kreativen Zusammenarbeit, die ein bisschen wie die Salamitaktik funktionierte, nur rückwärts, denn statt etwas aufzuteilen, wurden Dinge hinzugefügt, bevor das Ergebnis dann an den nächsten Teilnehmer weitergereicht wurde. Am Bildschirm aus seinem Heimstudio, wo die meisten der Basis-Demos aufgenommen wurden, beschreibt Glover die Erfahrung dieses akribischen Prozesses als „erhellend“, „erfrischend“ und „fordernd“. „In gewisser Weise genoss ich es, allein ohne Einmischung von Bob oder den anderen zu arbeiten“, sagt der Bassist mit einem Lächeln, bevor er die Bedeutung des Produzenten in diesem System unterstreicht: „Wenn Deep Purple ein Rad sind, ist Bob dessen Dreh- und Angelpunkt.“


Im Gespräch über seinen eigenen Ansatz dabei, den Songs neues Leben einzuhauchen, verrät Glover, dass er
versuchte, sich an ein kreatives Umfeld zu erinnern, das er inspirierend fand, bevor er 1969 bei Deep Purple Mk II einstieg. „In den 60ern herrschte ein großartiges Gefühl der Freiheit“, erzählt er begeistert. „Plötzlich musste man sich an kein vorgefertigtes Muster mehr halten, es musste nicht mehr in jedem Song um Liebe gehen, sondern man konnte machen, was man wollte. Dieses Gefühl war im Wesentlichen der Zauber der 60er. Es gab eine wahre Explosion des freien Ausdrucks. Natürlich hielt das nicht an und heute ist die Welt ganz anders, aber wir genießen es nach wie vor, über das hinauszugehen, was man von uns erwartet.“

„Es wäre witzlos, Songs zu covern, wenn man sich nur sklavisch an die Originale halten würde“, sagt Gillan, der schon vor Purple bei Episode Six Glovers Songwriting-Partner war. „Aber gleichzeitig ist es auch verdammt frech, zu glauben, dass man diese Songs verbessern könnte, die allen tief im Bewusstsein stecken. Wir nahmen uns diese Stücke vor, weil sie ohnehin schon großartig waren und genial gespielt worden waren, weil sie Teil unserer Wurzeln sind, unseres Lebens. Wir spielen jeden Song mit absolutem Respekt und hoffen, dass
sich unsere Persönlichkeit und unser Stil so entwickelt haben, dass wir ihnen die Identität von Deep Purple
verleihen können, ohne unseren Respekt für die Originale zu mindern.“

Gillan bringt seine Bewunderung für die Beiträge jedes einzelnen seiner Mitmusiker auf TURNING TO CRIME
zum Ausdruck, doch besonders lobt er die Arbeit von Steve Morse, des Mannes, den viele Purple-Fans bis heute als den „neuen“ Gitarristen der Band betrachten, obwohl er mittlerweile in seinem 27. Jahr dabei ist.
„Steve bringt durch sein riesiges Wissen über Jazz und Southern Rock und verschiedene Ansätze in der Musik ein ganz anderes Element in die Band, das wir davor nie gehabt hatten“, erklärt Gillan. „Das hat uns eine neue Dimension verliehen.“ Für Morse stellt TURNING TO CRIME eine schöne Parallele zu seinem Leben dar, denn der entspannte Gitarrist aus Ohio erinnert sich, dass einer der ersten Songs, die er je in diversen High-School-Bands spielte, ›Hush‹ war – die Coverversion eines Stücks des amerikanischen Singer/Songwriters Joe South, das ursprünglich 1967 vom Country- Soul-Sänger Billie Joe Royal aufgenommen worden war und mit der Deep Purple ihrerseits 1968 einen Hit landeten.

Was die Bedeutung von Coverversionen in seiner eigenen musikalischen Sozialisation betrifft, nennt der 67-Jährige Morse Bob Dylans ›Mr. Tambourine Man‹ in der Interpretation von The Byrds, deren Single nur einen Monat, nachdem das Original die akustische Seite von Dylans Album BRINGING IT ALL BACK HOME von 1965 eröffnete, erschien. In dieser Fassung sei dieser Track für ihn „zum Leben erwacht“ und habe „seinen Zauber entfaltet“, während Dylans Original an ihm vorbeigegangen sei, ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Von den fünf Bandmitgliedern ist es Morse, dem am ehesten bewusst ist, dass das Umformen von Klassikern
von einigen konservativeren Musikliebhabern als Ketzerei betrachtet wird. Der Gitarrist sagt, er habe dies am eigenen Leib erfahren, als er 2004 für das selbstbetitelte Debütalbum des kurzlebigen Hardrockprojekts Living
Loud sechs Stücke von Ozzy Osbourne mit Mitgliedern der BLIZZARD-OF-OZZ-Band sowie deren Autoren Bob Daisley und Lee Kerslake sowie dem australischen Sänger Jimmy Barnes (und Gastkeyboarder Don Airey) in alternativen Fassungen aufnahm. „Wir probierten ein paar neue Sachen mit Songs, die Bob wirklich gefielen, und daraus wurde etwas ziemlich anderes. Und mein Gott, das Tor zur Hölle öffnete sich! Die Leute drehten durch. Jetzt [mit TURNING TO CRIME] bin ich also auf negative Reaktionen vorbereitet. Aber es besteht wohl
immer die Möglichkeit, dass es ein paar Leuten gefallen wird“, fügt er mit einem wissenden Kichern hinzu.

Die ganze Titelstory lest ihr in CLASSIC ROCK #105

David Lee Roth: ›Nothing Could Have Stopped Us Back Then Anyway‹

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Nachdem David Lee Roth überraschend vor einigen Wochen die Ballade ›Pointing At The Moon‹ veröffentlicht hat, legt er jetzt mit ›Nothing Could Have Stopped Us Back Then Anyway‹ nach. In dem ruhig-verträumten Song mit Harmonie-Gesängen und warmen Orgelklängen erzählt Diamond Dave liebevoll von seiner Zeit mit Van Halen, als die Band in den 70er Jahren durchstartete.

Das Lied entstammt einigen Akustik-Sessions, die Roth 2007 mit John 5 abhielt. Manche Songs, die bei dieser Zusammenarbeit entstanden, fanden bereits ihren Weg an die Öffentlichkeit, andere wie eben ›Nothing Could Have Stopped Us Back Then Anyway‹ waren lange Zeit unter Verschluss.

So sah es beim Sweden Rock 2022 aus

Im Juni fand wieder das „Sweden Rock“-Festival in Sölvesborg, Schweden statt. Unser Fotograf Frank C. Dünnhaupt war vor Ort und hat das mit Stars gespickte Line-Up festgehalten.

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In Memoriam: Dusty Hill (19.05.1949 – 27.07.2021)

David Sinclair blickt auf das Leben und die Musik des enigmatischen Bassisten und Sängers von ZZ Top zurück.

Der plötzliche Tod im Alter von 72 Jahren des Bassisten, Sängers, Songwriters und Keyboarders Dusty Hill war ein riesiger Verlust angesichts seiner robusten, aber zurückhaltenden Präsenz auf der Rockstar-A-Liste über einen so langen Zeitraum. Mit seinem langen Rauschebart, der schwarzen Sonnenbrille und den unvermeidlichen Cowboyhüten erschuf er gemeinsam mit seinem Spiegelbild Billy Gibbons an der Gitarre und Schlagzeuger Frank Beard einen Sound, ein Image und einen Mythos, die ZZ Top def inierten, die in ihren eigenen Worten „little ol’ band from Texas“, und sie zu einem der Wunder der Rock’n’Roll-Welt machten. Wie die Präsidentenköpfe, die am Mount Rushmore aus dem Fels gemeißelt wurden, schienen diese überlebensgroßen Methusalems für ein ewiges Leben bestimmt zu sein.

https://www.youtube.com/watch?v=b892Sel9Xhg&list=PLLtLECfTpR3HGXA46JiCfnGPfwxH3-kWO&index=1

Und tatsächlich waren sie bis zu dem Tag, als Hill zu Hause in Houston im Schlaf verstarb, auf Tour. Er war in die Stadt gekommen, um eine Hüftverletzung behandeln zu lassen, während der Band-Gitarrentechniker Elwood Francis auf der Bühne für ihn einsprang. Gibbons hat bekanntgegeben, dass sie beabsichtigen, auch die verbleibenden Konzerte dieser Tournee zu spielen. „Wie Dusty sagte, als er sich verabschiedete: ‚Let the show go on!‘ Und mit allem Respekt wird es gut sein, darüber hinwegzukommen und seine Wünsche zu respektieren“, so Gibbons.

Nach bescheidenen Anfängen 1969 in Houston tourten sich ZZ Top zunächst in Amerika zu ihrem Status, und als sie 1976 die „Worldwide Texas Tour“ unternahmen, waren sie einer der größten Stadion-Acts im Land. Die Ambitionen des Trios wuchsen weiter, ebenso wie ihre Bärte, und mit ihrem achten Album ELIMINATOR wurden sie 1983 schließlich zu globalen Stars der MTV-Ära. Durch eine Reihe markanter, denkwürdiger Videoclips zu den Hits ›Gimme All Your Lovin’‹, ›Sharp Dressed Man‹ und ›Legs‹ etablierten ZZ Top ein einzigartiges und unauslöschliches Bild in den Köpfen des Publikums und erzielten eine der raren Diamant-Auszeichnungen für 10 Millionen verkaufte Exemplare von ELIMINATOR allein in den USA. 2004 wurden sie von Keith Richards in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen und beendeten die Zeremonie mit einer feurigen Darbietung von ›Tush‹ (ihrer ersten US-Top-20-Single von 1975), die Hill mit typisch breitbeinigem Swagger sang.

Ihr kommerzieller Erfolg und Veröffentlichungsrhythmus ließen im neuen Jahrtausend nach, doch sie hörten nie auf, live zu spielen. „Wir reden über alles mögliche, von Kopfschmerzen bis Haarspalterei, aber nie darüber, die Band aufzulösen“, verkündete Gibbons. Ihr Vermächtnis ist ein beeindruckendes Gesamtwerk – so tiefgründig und „down and dirty“ wie das jeder großen Southern-Rock/Blues-Band, so progressiv und manchmal sogar avantgardistisch wie das vieler „ernsthafter“ Acts und so massentauglich und tanzbar wie das der meisten Softrock-Titanen der 80er. Doch hinter all dem Showbiz-Glitter und Glamour – den Autos, den Mädchen, den edel bestickten Kostümen, den wirbelnden Gitarren im Partnerlook und den telekinetisch synchronisierten Moves – stand ein Trio engagierter Musiker, die einfach ihren Job liebten und bis zum letzten Vorhang die Gesellschaft und den Humor der Bandkollegen schätzten. Wie sie zu sagen pflegten: dieselben drei Typen, die dieselben drei Akkorde spielen – 50 Jahre lang und mehr. (David Sinclair)

Smith/Kotzen: Ankündigung von neuer EP

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Im September dieses Jahres veröffentlichen die Gitarrenhelden Adrian Smith (Iron Maiden) und Richie Kotzen (Ex Poison/Mr. Big) veröffentlichen eine neue EP. BETTER DAYS … AND NIGHTS wird eine Mischung von Live- und Studioaufnahmen bereithalten. Unter anderem werden vier Tracks von BETTER DAYS, die im Zuge des „Record Store Days“ veröffentlicht wurden, enthalten sein, genauso wie Live-Tracks, die Anfang dieses Jahres auf Tour aufgenommen wurden.

Die EP ist der Nachfolger zum 2021 erschienenen SMITH/KOTZEN-Album der beiden Künstler.