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The Dead Daisies: RADIANCE

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Klassische Rock’n’Roll-Gemeinschaft

Das bereits sechste Album des australisch-amerikanischen Kollektivs um Gitarrist David Lowy in weniger als einer Dekade. Im Gegensatz zum sonst ständig rotierenden Line-up gehen die Dead Daisies dieses Mal nahezu unverändert ans Werk – nur Drummer Deen Castronovo (und auch sein Nachfolger Tommy Clufetos) ist nicht mehr mit in der Mannschaft und wird abermals durch Brian Tichy ersetzt. Neben Lowy gehören weiterhin Gitarrist Doug Aldrich und Sänger/Bassist Glenn Hughes zur Truppe. Die Hinzunahme von Hughes (Trapeze, Deep Purple, Hughes/Thrall, Black Sabbath, Black Country Communion), der 2019 nicht nur Sänger John Corabi, sondern auch Bassist Marco Mendoza ersetzte, hat das musikalische Bild des Quartetts erheblich verändert. Der Sound der Band ist kraft- voller und klassischer geworden, mehr Hardrock, weniger Experimente. Hughes verfügt mit seinen inzwischen 71 Jahren noch immer über eine der außergewöhnlichsten und frischesten Stimmern im Rock’n’Roll, trotz aller Eskapaden vor einigen Jahrzehnten hat sie nichts von ihrer durchdringenden Energie verloren. Für die zehn neuen Songs nimmt der Vierer kaum einmal den Fuß vom Gas, lediglich der Titeltrack ›Radiance‹ und ›Cascade‹ mit den heruntergestimmten Gitarren sowie das ruhige ›Roll On‹ weichen da ein wenig ab. Wer aber so tolle Tracks wie ›Not Human‹ schreiben kann, der darf auch mal auf
Abwechslung verzichten. Eine gute, klassische Rockscheibe.

7 von 10 Punkten

The Dead Daisies
RADIANCE
THE DEAD DAISIES PTY LTD./SPV

Skurrile Cover: BREAKFAST IN AMERICA

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We der das Wort „Flugscham“, noch transatlantische Discount-Reisen im überbuchten Touri-Bomber waren schon erfunden, als Supertramps sechstes Studioalbum erschien. Anders gesagt: Wer in New York ein lecker Frühstück bei irgendeiner Tiffany mitsamt Absacker in Mo’s Taverne anpeilte, musste der Airline vorab noch ein kleines Vermögen überweisen. Aber dafür durfte man in der 747 immerhin rauchen und bekam sogar etwas zu essen. Jedenfalls: Amerika war damals weiter weg als heute und beflügelte demnach die Fantasien. Mit den Worten „drei Engländer, ein Schotte und ein Amerikaner“ könnte man sicher irgend- einen erschütternd flauen Witz auf den Weg bringen, doch diese fünf Herren nannten sich im echten Leben Supertramp und thematisierten im Titelsong ihres Albums genau jene fernwehsatte Sehnsucht.

Was dann im Artwork der Herren Mike Doud und Mick Haggerty ziemlich genial umgesetzt wurde, man kann es nicht anders sagen. Die Tiffany heißt hier allerdings Libby, wie ihrem Namensschildchen zu entnehmen ist, denn sie posiert ja auch als „Liberty Statue“, zweifelsfrei identifiziert beim Blick durchs Flugzeugfenster. In Wahrheit hieß sie allerdings Kate Murtagh, war 58 Jahre alt und von Beruf Schauspielerin, Sängerin und Komödiantin. Aber was da im Hintergrund wie Manhattans Südspitze aussieht, ist ja auch nicht das, was es zu sein scheint, sondern eine kunstvoll inszenierte Skyline aus mattweißen Cornflakes-Schachteln, Sirup-Flaschen, Eierboxen und jede Menge Frühstücksgeschirr. Ziemlich smart um die Ecke gedacht, oder? Zumindest in Anbetracht des Albumtitels, hier verewigt auf der Speisekarte. Das dachten kurz darauf dann auch die Grammy-Juroren, die das Werk 1980 zum besten Plattencover kürten. Was es im Kontext dieser Rubrik durchaus adelt: Es ist skurril, keine Frage. Aber eben auch künstlerisch verdammt gut
gemacht. Ein Klassiker.

CLASSIC ROCK präsentiert: Erik Cohen live

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2011 startete Daniel Geiger, Sänger der Hardcore-­Institution Smoke Blow, seine Zweitkarriere als Solokünstler unter der Flagge Erik Cohen. Vier Alben und zehn Jahre später hat sich der Sänger in der alternativen deutschen Musiklandschaft etabliert. Zur Feier seines zehnjährigen Jubiläums spielt Erik Cohen noch Ende dieses Jahres drei Clubkonzerte:

Erik Cohen live:

08.12.2022 Osnabrück – Kleine Freiheit

09.12.2022 Nürnberg – Z-Bau

10.12.2022 Wiesbaden – Schlachthof 

Foo Fighters: Zweites Taylor-Hawkins-Tribute-Konzert

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Heute Abend findet das zweite Konzert zu Ehren von Taylor Hawkins in Los Angeles statt. Die erste Show der Reihe wurde bereits vor einigen Wochen im Londoner Wembley Stadion auf die Bühne gebracht.

Zu Ehren des verstorbenen Drummers der Foo Fighters finden heute im KIA Forum in Inglewood zahlreiche Stars aus der Musikbranche zusammen. Neu auf der Line-Up-Liste sind Def Leppards Joe Elliott und Phil Collen, Black Sabbaths Geezer Butler, Nikki Sixx von Mötley Crüe, Heart-Legende Nancy Wilson, Chad Smith von den Red Hot Chili Pepper, Joan Jett, Alanis Morissette, Sebastian Bach, Pink, Leann Rimes and Brad Wilk.

Das Geld, das bei den Konzerten eingenommen wird, soll an „Musik Support UK“ und „Recording Academy’s MusicCares“ gespendet werden. Während die letzte Show in London als Livestream übertragen wurde, gibt esbei dem Konzert heute Abend leider noch keine Information darüber, ob man das Spektakel online verfolgen kann.

In Memoriam: Alan Lancaster (07.02.1949–26.09.2021)

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Alan Lancaster war Mitbegründer und langjähriger Bassist von Status Quo, bevor er die Band 1985 nach einem letzten gemeinsamen Auftritt bei Live Aid vorerst verließ. Nach seinem Ausstieg wollte Lancaster sich juristisch den Namen Status Quo sichern, verlor den Prozess jedoch. Die Rechte gingen an Rossi und Parfitt. Er selbst spielte danach in australischen Bands wie den Party Boys oder den Lancaster Bombers. Unter dem Banner „Frantic Four“ ging das „klassische“ Line-up, bestehend aus Francis Rossi, Rick Parfitt, John Coghlan und Lancaster, 2013 und 2014 nochmal gemeinsam auf Tour und gab zusammen einige gefeierte Konzerte.

Francis Rossi über den Tod seines Kollegen auf Social Media: „Wir waren langjährige Freunde und erzielten als ,Frantic Four‘ großartige Erfolge. Alan war ein integraler Bestandteil des Sounds und des enormen Erfolgs von Status Quo in den 60ern und 70ern. Auch wenn bekannt ist, dass wir uns in jüngster Zeit voneinander entfernt hatten, werde ich immer schöne Erinnerungen an unsere frühen Jahre haben. Mein Beileid an Dayle und Alans Familie.“ Alan Lancaster litt seit vielen Jahren an Multipler Sklerose. Er starb in seiner australischen Wahlheimat Sydney im Alter von 72 Jahren.

The Rolling Stones: Videos zu ›Have You Seen Your Mother‹

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1966 machten die Rolling Stones zwei Promo-Videos, um ihre Single ›Have You Seen Your Mother, Baby, Standing in the Shadow?‹ zu begleiten. Die beiden Clips wurden nun erstmals online veröffentlicht.

Das erste Video wurde am 9. September 1966 in New York gedreht, hier ist die Band u.a. in Frauenkleidern zu sehen. Das zweite am 23. September in der Royal Albert Hall entstand während einer Show im Zuge ihrer AFTERMATH-Tournee.

Whiskey Myers: Aufgewacht

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Klangen die bisherigen fünf Studioplatten von Whiskey Myers aus dem kleinen texanischen Ort Palestine eher wenig erfrischend und auch nicht sonderlich innovativ, hat die sechsköpfige Band mit der neuen LP TORNILLO ihr solides Fundament aus mehr als einem Jahrzehnt Bandbestehen genutzt, um neue Klanglandschaften zu erforschen.

Das selbstbetitelte fünfte Album, WHISKEY MYERS, erschien vor knapp drei Jahren. Seitdem hat das Sextett wie alle anderen Bands auch viel Zeit gehabt. Das bestätigt uns Sänger und Hauptsongwriter Cody Cannon: „Es ist lange her, dass wir so viel Zeit mit unseren Familien verbringen konnten, und besonders mit einigen neuen Babys in unserer Gruppe war das ein wirklich schöner Silberstreif am Horizont. Wir haben ferner
diese Phase damit verbracht, für dieses neue Projekt zu schreiben und aufzunehmen – und einfach das Leben zu leben. Denn das ist immer hilfreich für die Inspiration und kommt oft zu kurz, wenn man ständig von einer Stadt zur nächsten zieht.“ Wie schon WHISKEY MYERS hat die Band auch TORNILLO erneut selbst produziert, nachdem die beiden Vorläufer, EARLY MORNING SHAKES (von 2014) und MUD (2016), von Star-Producer Dave
Cobb (Rival Sons, Chris Stapelton, Brandi Carlile) in Szene gesetzt wurden. Dennoch klingt TORNILLO so angenehm anders als alles, was es jemals zuvor von der Band zu hören gab. „Wir haben alle Songs wieder selbst geschrieben – TORNILLO ist immer noch ganz klar Whiskey Myers , aber gleichzeitig wollten wir etwas anderes ausprobieren. Wir waren schon immer Fans von Motown und der Musik von Muscle Shoals, dem alten Rock’n’Roll, also wollten wir seit je her ein paar Bläser in unseren Sound einbauen – und auf diesem Album haben wir diese Idee wirklich voll umgesetzt.

Wir haben die Herausforderung sehr genossen, alles, was wir durch die Arbeit mit Dave gelernt haben, zu nehmen und zu sehen, was wir alleine daraus machen können. Es ist viel mehr Arbeit, aber es ist auch ein wirklich lohnender Prozess zu wissen, dass wir jedem Element dieses Albums unseren eigenen Stempel auf-
gedrückt haben und es genau das Endergebnis ist, das wir als Band in die Welt setzen wollen.“ Auf ›John Wayne‹ (zum Text möchte sich die Band nicht äußern), ›Antioch‹, ›The Wolf‹, ›Bad Medicine‹, ›Other Side‹ und der abschließenden Ballade ›Heart Of Stone‹ lässt sich die angenehme Entwicklung des Sechsers am besten
erkennen, hier wirken sie spritzig und agil. Die vorangegangenen Alben boten mehr Country-Stimmungen, die auf TORNILLO so gut wie verschwunden sind – wie kam es dazu? „Wir werden immer ein Haufen Jungs aus dem texanischen Hinterland mit einem gewissen Twang in der Stimme sein, also wird die Musik immer einen gewissen Country-Charakter haben. Aber wir sind Fans von so vielen verschiedenen Musikrichtungen, dass sich alles irgendwie vermischt. Das ist das Schöne an Kunst und Musik – die Freiheit zu kreieren. Wir versuchen nie ein bestimmtes Genre oder einen bestimmten Sound zu verfolgen; wir schreiben und spielen einfach das, was
sich für uns gut an fühlt und machen Musik, die uns gefällt. Hoffentlich mögen die Fans das auch!“

Video der Woche: Led Zeppelin mit ›What Is And What Should Never Be‹

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Am 25. September 1980 erfuhr die Rockwelt einen großen Schock. Nur wenige Monate, nachdem Bon Scott von AC/DC verstorben war, traf es auch John Bonham, den Drummer von Led Zeppelin, der die legendäre Band mit seinen unvergleichlichem Schlagzeugspiel entscheidend prägte.

Zu Ehren des einzigartigen Musikers, der viel zu früh von uns ging, blicken wir heute auf das Jahr 1970 zurück, als Led Zeppelin in der Royal Albert Hall ›What Is And What Should Never Be‹ vom Album LED ZEPPELIN II live performten.