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Brian Connolly: Gefallener Pop-Stern

Bis 1978 war Brian Connolly integraler Teil des wichtigsten Line-Ups von Sweet, bestehend aus ihm, dem Posterboy-Frontmann und Sänger, Gitarrist Andy Scott, Drummer Mick Tucker und Bassist Steve Priest. Zusammen eroberten Sweet die Charts im Sturm, doch 1978 kam es aufgrund Brians Alkoholprobleme zum Bruch, von dem sich die Band nicht mehr erholen sollte.

Für unsere Sweet-Titelstory sprachen wir Ende 2021 lange mit Andy Scott, dem letzten noch lebenden Mitglied des klassischen Line-Ups, über die Geschichte der Band. Auch über das tragische Ende von Sweet und der Freundschaften zwischen den Mitgliedern wurde nicht geschwiegen. In Gedenken an Brian Connolly, der am 09. Februar 1997 verstarb.


Andy, erinnerst du dich daran, was die letzten Worte waren, die du mit Brian vor seinem Tod gewechselt hast?
Brian und ich hatten eigentlich immer eine gute Beziehung zueinander, auch wenn er es nicht gut verkraftet hat, dass ich damals zu ihm sagte, dass er nicht mehr gut sang. Immerhin war ich ehrlich. Bevor er starb, hatte er eine Band, mit der er ab und zu spielte, aber es ging ihm nicht gut, weil er sich eine Lungenentzündung eingefangen hatte. Also bestritt seine Band ein paar der Gigs einfach ohne ihn. Wir sprachen am Telefon und er meinte: „Diese Arschlöcher gehen ohne mich auf die Bühne“. Ich antwortete ihm: „Dann musst du sie aufhalten. Es kann ja nicht sein, dass deine Backing-Band plötzlich meint, sie wären The Sweet und können ohne dich arbeiten“. Also schmiedeten wir einen Plan. Ich hatte
für das Folgejahr ein paar Gigs am Start und lud ihn dazu ein, in den letzten 20 Minuten jedes Sets die fünf größten Hits mit uns zu singen. Ich fand, das war eine super Idee. Das hätte die Backing-Musiker wieder auf ihre Plätze verwiesen, die Presse wäre ausgeflippt. Doch kurz darauf starb er.

Das ganze Interview mit Andy Scott lest ihr auf 15 Seiten im CLASSIC ROCK Magazin.

Classic Rock 106 Sweet

Stargespickter Film: Paul Stanley, Ozzy u.m. in neuem Werbespot

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Die Firma Workday erheitert derzeit das Internet mit einem neuen Werbespot, in dem sich Paul Stanley von Kiss, Ozzy Osbourne, Billy Idol, Joan Jett und Gary Clarke Jr. über „amerikanischen Firmensprech“ lustig machen. Vor allem der von Chefs gern gewählte Satz „you’re a rockstar“ wird genüsslich aufs Korn genommen.

Der Werbespot wurde für den kommenden Superbowl am 12. Februar gedreht.

https://youtube.com/watch?v=2ID-1mzRAew

CLASSIC ROCK präsentiert: The White Buffalo live

Auf seinem aktuellen Album YEAR OF THE DARK HORSE, mit dem Jake Smith alias The White Buffalo auf Deutschlandtour kommt, trotzt er allen Erwartungshaltungen und bleibt sich doch treu.

„Ich wollte diesmal Musik außerhalb von Kategorien wie Country, Folk, Americana oder Rock machen, in die wir bislang gesteckt worden sind“, erzählt der in Oregon geborene Künstler. „Mich stilistisch öffnen, breiter aufstellen, Risiken eingehen sowie von Vorurteilen und Schubladendenken uns gegenüber lösen.“

Im Mai kann man diese besondere Mischung, die zahlreiche Genres ineinander verwebt, hierzulande live auf der Bühne bewundern. Der allgemeine Ticketvorverkauf startet am 09. Februar, der Presale geht am 08. Februar los.

The White Buffalo live:

23.05.23 München, Ampere 

24.05.23 Frankfurt, Nachtleben 

25.05.23 Köln, Kantine

27.05.23 Hamburg, Uebel & Gefährlich 

28.05.23 Berlin, Columbia Theater

Fleetwood Mac: Band wohl vor dem Aus

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Auf dem roten Teppich der Grammy-Verleihungen gab Mick Fleetwood der Los Angeles Times ein kurzes Interview zum Fortbestehen der Band. Auf die Frage hin, ob es Fleetwood Mac ohne Christine McVie geben wird, meinte Mick: „Ich denke wirklich, dass die Linie mit dem Verlust von Chris gezogen wurde. Ich würde sagen, es ist vorbei, aber dann muss man auch bedenken, dass wir das zuvor auch schon behauptet haben. Aktuell kann ich es mir jedoch schwer vorstellen.“

Zwar habe Mick Fleetwood vor, weiterhin Musik zu machen, jedoch nicht unter der Flagge Fleetwood Mac.

Kiss: Paul Stanley nutzt Backing Tracks

Schon seit einiger Zeit müssen sich Kiss Vorwürfe machen lassen, weil sie live auf der Bühne offensichtlich Backing Tracks benutzen. Vor allem einige Videos bezüglich Paul Stanley Lip-Sync-Herangehensweise von der „The End Of The Road“-Tournee aus dem Jahr 2022 standen im Fokus der Diskussion. Jetzt schaltete sich Manager Doc McGhee ein und erklärte gegenüber dem Kiss-Parodie-Youtube-Kanal „Syncing Stanley“, dass Sänger Paul Stanley live mit Backing Tracks zu seiner Mikrofon-Performance arbeitet.

Dabei stellte McGhee jedoch klar, dass die Tracks Stanleys Live-Gesang lediglich untersützen: „Er singt zu jedem Lied. Er tut nicht so, als würde er singen. Er singt. Sein Gesang wird so nur unterstützt. So stellt man sicher, dass jeder die Songs so hören kann, wie sie gesungen werden sollen. Niemand möchte Menschen dabei zusehen, wie sie etwas nicht wirklich tun, dafür geht man nicht auf ein Konzert.“

Titelstory: Guns N‘ Roses – The Most Dangerous Reunion In The World

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guns n roses pressAls „gefährlichste Band der Welt“ wuchsen sie und ihr Ruf Ende der 80er Jahre über die Stadtgrenzen von Los Angeles hinaus, als „größte Band der Welt“ pflügten sie sich von da an unaufhaltsam und ohne Rücksicht auf Verluste durch die Kontinente des Planeten, bis schon nach wenigen Jahren aus ihrem „Appetite For Destruction“ die bloße Übersättigung an der eigenen Selbstzerstörung und aus Guns N‘ Roses schließlich „die kaputteste Band der Welt“ wurde. Dies ist die Geschichte einer Legende, die es so nur einmal gibt.

„Hey fuckers! Suck on Guns N‘ fuckin‘ Roses“* – Der Abschaum, der den Rock’n’Roll retten sollte

*Slashs Eröffnungsgruß auf LIVE ?!*@ LIKE A SUICIDE (1986) und GN’R LIES (1988).

06. Juni 1985, Los Angeles, Kalifornien. Schon seit den späten 50er Jahren bietet Doug Weston’s Troubadour am Santa Monica Blvd., eine mit ihrem holzvertäfelten Konzertsaal gelinde ausgedrückt rustikal anmutende Bar, den Schauplatz für unzählige erste Gehversuche von aufstrebenden Acts sowie für Darbietungen bereits etablierter Musiker. An diesem Abend im Sommer 1985 aber erlebt das Troubadour einen auch für seine Verhältnisse historischen Auftritt. Zum ersten Mal spielt genau jene Gruppe von fünf jungen Männern (eigentlich vielmehr ein heruntergekommenes Rudel von Straßenkötern), die der an ihrer Eintönig­keit, Vorhersehbarkeit und Geschmackskonformität einzugehen drohenden Rockszene in L.A. schon bald einen frischen „Schuss“ verpassen wird.

Vielmehr noch: Guns N‘ Roses werden das gesamte Genre weltweit über die Schwelle hinüber ins nächste Jahrzehnt retten. „Sie waren ein Haufen, der einfach dazu bestimmt war, zusammen zu sein. Sie alle waren aus dem einen selben Grund da. Leider brachte jeder seine ganz eigenen Probleme mit“, erinnert sich der Fotograf und gute Freund der Band Marc Canter.

Bevor es zu dieser einzigartigen und explosiven kreativ-chemischen Verbindung kam, die sich nur aus den Elementen W. Axl Rose, Slash, Duff McKagan, Izzy Stradlin und Steven Adler zusammensetzen konnte, musste das Schicksal erst einige Weichen stellen. Denn in der Musikszene, die Anfang der 80er Jahre entlang des Sunset Blvd. florierte, herrschte zwischen den unzähligen Bands ein reger Austausch an Personal. Oder wie es die frühe GN’R-Managerin Vicky Hamilton einmal be­­schrieb: „Sie testeten Bands aus, als würden sie Kleidungsstücke anprobieren.“

Und so kann man die Entstehungsgeschichte des legendären „APPETITE FOR DESTRUCTION-Line-ups“, das bereits das dritte unter dem Namen Guns N‘ Roses war, ge­­trost als ziemlich diffus bezeichnen. Slash, in London als Saul Hudson geboren und im englischen Stoke-on-Trend, der Heimat von Lemmy Kilmister, aufgewachsen, erreicht Hollywood 1976 als erstes der fünf künftigen Mitglieder. Dort besucht er wie sein kommender Kumpel Steven Adler die Bancroft Junior High School. Steven, der ursprünglich aus Cleveland stammt, hatte damals neben dem Skateboard bereits ein anderes Gerät zur Selbstverwirklichung für sich entdeckt. Während Slash noch auf sein BMX-Rad konzentriert ist, besitzt Adler bereits eine E-Gitarre mit einem kleinen Verstärker.

Und so ist es Adler, der zusammenbringt, was seitdem unzertrennlich zu­­sammengehört – so sehr, dass die Namen Les Paul und Slash für jeden Gitarrenfan zu Synonymen werden sollten. Da ist es nur vernünftig von Steven, mit der Zeit auf das Schlagzeug auszuweichen, um schließlich im Frühjahr 1984 seinem lockenköpfigen Freund in einer Band namens Roadcrew beitreten zu können. Damit sind das furios virtuose, und doch soulige Herz sowie das rudimentär rhythmische Rückgrat der „Original-Gunners“ bereits beisammen.

Grammys: Auszeichnungen für Ozzy Osbourne

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Gestern Abend fand die Grammy-Verleihung in Los Angeles statt. Neben zahlreichen Pop-Acts wurden auch einige Musiker und Musikerinnen alternativer Genres mit der Auszeichnung geehrt. So gewann beispielsweise Ozzy Osbourne den Grammy in der Kategorie „Best Rock Album“ mit seiner jüngsten Platte PATIENT NUMBER 9 – vielleicht ein kleiner Trost dafür, dass der „Prince Of Darkness“ krankheitsbedingt nicht mehr auf Tour gehen kann.

Außerdem gewann Ozzy mit seinem Track ›Degradation Rules‹ feat. Tony Iommi den Grammy für „Best Metal Performance“. Angenommen wurde die Trophäe stellvertretend von Produzent Andrew Watt und Bassist Rob Trujillo, der auf zahlreichen Songs von PATIENT NUMBER 9 gespielt hat.

In der Kategorie „Best Rock Song“ sahnte ›Broken Horses‹ von Brandi Carlile, Phil Hanseroth und Tim Hanseroth ab, „Best Alternative Music Album“ wurde WET LEG von Wet Leg.

Der Preis für die beste Special Edition ging an Grateful Dead mit „IN AND OUT OF THE GARDEN: MADISON SQUARE GARDEN ’81, ’82, ’83.

Video der Woche: Alice Cooper mit ›Elected‹

Alice Cooper wird heute 75 Jahre alt. Zur Feier des Detroiter Schockrockers blicken wir deswegen auf die güldenen Zeiten der Alice Cooper Band zurück, als die Truppe 1972 die Single ›Elected‹ vom Album BILLION DOLLAR BABIES veröffentlichte.

Im Promotionsvideo zur Single kandidiert Alice Cooper für das Amt des Präsidenten und mimt den Schreck eines jeden Konservativen. Die Wahlparty eskaliert in einer wilden Sause, ganz so, wie man es sich von Alice Cooper erwartet und wünscht. Alice for president!