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Motörhead – ORGASMATRON DELUXE EDITION

1000x1000Lemmys Höhepunkt von 1986 als Deluxe Edition.

Es gibt zahlreiche Zeitgenossen, die ernsthaft behaupten, dass Motörhead mit jedem weiteren Album lediglich eine Blaupause ihres legendären Durchbruchswerks ACE OF SPADES abliefern. Radio Eriwan sagt in so einem Fall stets: Im Prinzip ja, aber…! Welten trennen etwa das achte Studiowerk ORGASMATRON vom fünften. Unter Motöristen gilt das in eine wüste Grafik von Joe Petagno verpackte Album, das eigentlich ›Riding With The Driver‹ heißen sollte, als das Hartmetallischste überhaupt. ›Deaf Forever‹ als auch der Titelsong, beide nach wie vor im Live-Repertoire gern gehörte Klassiker von Lemmy Kilmister und Co., stehen als zwei von insgesamt neun Beispielen.

Zur Zeit seines Erscheinens verblüffte ORGASMATRON aufgrund des rabiaten Klangbilds allenthalben, spaltete gleichzeitig aber auch die bisherige Anhängerschaft. Nicht nur wegen der zweifellos härteren Gangart und der Quartett-Besetzung, sondern vor allem, weil ausgerechnet die New Yorker Trend-Koryphäe Bill Laswell die Produktion der verzerrten Dezibel-Orgie betreut hatte. Auf der Bonus-CD findet sich ein Konzertmitschnitt der BBC aus dem Jahr 1984, der damals im Rahmen der „Friday Rock Show“ ausgestrahlt wurde.

Mountain – Climbing! / Nantucket Sleighride / Flowers Of Evil / Twin Peaks / Avalanche

MountainOriginalAlbumClassicsFast vergessene Gitarren-Ikone Leslie West: Drei Zentner Kampfgewicht steuern eine Flying V.

Mächtig wie einen Achttausender empfand Produzent Felix Pappalardi den New Yorker Gitarristen Leslie West nicht nur wegen dessen Körperfülle, als er 1969 sein Solodebüt Mountain produzierte. Wenig später avancierte der LP-Titel zum Namen eines Quartetts, das als Miterfinder des Genres Heavy Metal gilt und durch einen explosiven Auftritt beim Woodstock-Festival für einige Furore sorgte. Als „die amerikanischen Cream“ tituliert wurden Mountain nach dem Erstling CLIMBING! vor allem deshalb, weil Bassist und Sänger Felix Pappalardi die letzten drei Alben des im Herbst 1968 verblichenen Briten-Trios produziert hatte.

Ungerechterweise blieb dieses Prädikat zeitlebens an Mountain haften, obwohl deren enorme stilistische Vielfalt zwischen einer Stadion-Granate wie ›Mississippi Queen‹, fernöstlichem Akustik-Gefolke auf ›To My Friend‹ und der Prog-Psychedelik-Hymne ›The Laird‹ durchaus eine andere Einschätzung nahelegte.

Einen nahtlosen Anschluss erzielte NANTUCKET SLEIGHRIDE 1971 mit ›Don’t Look Around‹, ›Tired Angels (To J.M.H.)“ und ›The Great Train Robbery‹. Erste Zerfallserscheinungen manifestierten sich noch im gleichen Jahr auf dem Studio/Live-Hybriden FLOWERS OF EVIL, wenige Monate später erfolgte schon die Trennung.

Erst im Jahre 1974, nach Auflösung der ebenso kurzlebigen wie unterschätzten UK/US-Supergroup West, Bruce & Laing, fanden Mountain noch einmal zusammen. Ein akzeptabler Konzertmitschnitt mit dem Albumtitel TWIN PEAKS folgte, der allerdings der Legende nichts wesentlich Neues hinzufügen konnte. Gleiches gilt auch für AVALANCHE die letzte Studioproduktion mit Felix Pappalardi, der 1983 von seiner Gattin Gail Collins erschossen wurde. Letztere hatte für Mountain dereinst die kunterbunten Cover entworfen.

Climbing!: 8

Nantucket Sleighride: 8

Flowers Of Evil: 5

Twin Peaks: 6

Avalanche: 6

Magnum – The Gathering

Magnum_Gathering800x600Die 5-CD-Box würdigt Großbritanniens Mainstream-Rock-Institution.

Als wirklich geradlinig erwies sich der Weg der 1972 von Sänger Bob Catley und Gitarrist Tony Clarkin aus der Taufe gehobenen Band eigentlich nie. Anfänglich vor allem als Begleitband von US-Künstlern auf Tournee durch Großbritannien unterwegs, dauerte es vier lange Jahre, bis sich Magnum auf einer Reise mit den befreundeten Judas Priest als vollwertige Rock-Formation mit eigenständigem Charakter emanzipierten.

All die künstlerischen Prozesse, die das Quintett, das sich 1995 auflöste, aber 2001 wieder reaktivierte, in 38 Jahren durchlebte, finden sich auf der 5-CD- Box THE GATHERING: ein Konglomerat aus unveröffentlichten Konzert-Mitschnitten, Demo-Fassungen, Akustik-Versionen, Key-Alben-Tracks, 12-Inch-Mixen und Single-A- &-B-Seiten.

Dabei richten sich die 80 Tracks, die den Zeitraum von 1978 bis 2009 abdecken, nicht allein an die eingefleischten Anhänger. Im Aufwind der New Wave Of British Heavy Metal gelang auch Magnum der internationale Durchbruch mit so grundsoliden Statements wie KINGDOM OF MADNESS, CHASE THE DRAGON und ON A STORYTELLER’S NIGHT. Unverändert griffig präsentiert sich die Magnum-Mixtur aus Mainstream-, Hard- und Prog Rock auch heute noch.

King Crimson – IN THE WAKE OF POSEIDON 40th ANNIVERSARY EDITION

KingCrimsonInTheWkeOfPoseidon40thAnniversaryProg-Rock-Klassiker: Im Gefolge von Poseidon tönt es ähnlich wie am Hofe des karmesinroten Königs.

Mit Glorie gleich in eine internationale Karriere gestartet waren die britischen Prog-Rock-Vorreiter King Crimson anno 1969: Einer umjubelten Premiere im Londoner Speakeasy Club im April folgte der Auftritt beim legendären Hyde Park-Festival der Rolling Stones im Juli sowie drei Monate später das auf Anhieb überaus erfolgreiche Debüt IN THE COURT OF THE CRIMSON KING.

Chefdenker Robert Fripp ahnte zu jenem Zeitpunkt wohl bereits, dass er die brillante Besetzung mit Sänger Greg Lake, Multi-Instrumentalist Ian McDonald, Schlagzeuger Michael Giles und Lyriker Pete Sinfield nicht lange würde halten können. Für den Nachfolger IN THE WAKE OF POSEIDON von 1970 konnte er allerdings bis auf wenige Abstriche noch einmal die Originalbesetzung reaktivieren: Träumerisch versponnen bis schrullig kulminieren Prog Rock, Jazz und Folk in überlangen Stimmungsbildern von geradezu wagnerianischem Ausmaß.

Für die 40th ANNIVERSARY EDITION gruben Robert Fripp und Porcupine Trees Steven Wilson diverse Leckerbissen aus: Etwa Greg Lakes Guide Vocal auf ›Cadence & Cascade‹, das im Original dann Nachfolger Gordon Haskell übernahm. Als weitere Rarität findet sich auch die Single-B-Seite ›Groon‹. Auf der DVD-A versammeln sich schließlich diverse Surround-Mixe, der originale Stereo-Mix von 1970 sowie zehn Bonustracks.

Jethro Tull – STAND UP DELUXE EDITION

Jethro-Tull-Stand-Up1Jethro Tulls meisterhafte Selbstfindung von 1969 in opulenter Deluxe Edition.

Morgenluft witterte Ian Anderson im Frühjahr des Jahres 1969. Denn erstens: War er doch endlich seinen härtesten Widersacher bei Jethro Tull, Gitarrist Mick Abrahams, los. Zweitens: Suchte nach wenigen Wochen Abrahams Ersatz Tony Iommi ebenfalls wieder das Weite, um zu Black Sabbath zurück zu kehren. Und drittens: Fand sich adäquater Ersatz in Person von Martin „Lancelot“ Barre, der ein Leben lang seinem Herrn und Meister Anderson treu ergeben bleiben sollte.

Unter derart positiven Vorzeichen entstand im April in den Londoner Morgan Studios Jethro Tulls früher Meilenstein STAND UP mit einer gewagten Mixtur aus Folk, Rock, Blues und Klassik. Progressiv rockten ›A New Day Yesterday‹ und ›Nothing Is Easy‹. Exzentrisch auf Folk-Pfaden wandelten ›Fat Man‹ und ›Look Into The Sun‹. Zum Herzstück des Albums aber entwickelte sich eine Bearbeitung von Johann Sebastian Bachs ›Bourrée In E-Moll‹ – ein eruptiver Querflötenausbruch in variablen Takten, der signifikant den damaligen Zeitgeist widerspiegelte, sich aber auch zur zeitlosen Hymne entwickelte.

Für die Jubiläums-Ausgabe mit zwei CDs und einer DVD wurden zahllose Archivschätze zutage gefördert: Single-A-&-B-Seiten wie ›Living In The Past‹ und ›Sweet Dream‹, ein rarer Mono-Mix, diverse BBC-Sessions von 1969, zwei US-Radio-Spots sowie ein kompletter Konzertmitschnitt von 1970 aus der New Yorker Carnegie Hall im DTS Surround Mix.

Sammy Hagar – STREET MACHINE COLLECTOR’S EDITION: REMASTER & RELOADED

SammyHagarStreetMachineDer gute Kumpel des Hard Rock: viertes Solowerk eines Unermüdlichen.

Obwohl er sich in seinem rund vierzigjährigen Berufsleben im Gruppenkontext wie Solo stets als exzellenter Sänger und Entertainer empfahl, gelang Sammy Hagar nie der ganz große Durchbruch. Mit Montrose startete er 1973 fulminant, aber warf nach nur zwei Alben entnervt das Handtuch. Beim Einstieg bei Van Halen 1986 als Ersatz für David Lee Roth orientierte sich das einst zuverlässige Hard-Rock-Flaggschiff – wenn auch sehr erfolgreich – bereits am Rock-Pop-Mainstream. Hagars Solowerken mangelte es stets an Abenteuerlust und dem gewissen Kniff.

Auch STREET MACHINE von 1979, das vierte von insgesamt fünf Alben für die Firma Capitol, bildet da keine Ausnahme: Alle zehn Songs stammen aus Hagars Feder – heraus ragt aus dem durchaus solide produzierten Werk allerdings keiner. Einfach zu stromlinienförmig präsentieren sich Songs wie ›Growing Pains‹, ›Feels Like Love‹ und das mit der damaligen Gattin Betsy co-komponierte ›Wounded In Love‹. Ganz zu schweigen von den Auskopplungen ›Plain Jane‹, ›Straight To The Top‹ und ›This Planet’s On Fire (Burn In Hell)‹. Als Bonus dazu gibt’s die Non-Single-Tracks ›(Sittin’ On) The Dock Of The Bay‹ und ›I’ve Done Everything For You‹.

Groundhogs – THANK CHRIST FOR THE GROUNDHOGS: THE LIBERTY YEARS (1968 – 1972)

Groundhogs-Thank-Christ-For-Groundhogs-The-Liberty-Years-1968-1972-2010-3CD-Box-Set-FLACBlues – originell bis kauzig und von hinten aufgezäumt.

Skurriler Prog-Rock-Blues, gepaart mit einer galligen Gesellschaftskritik und schrägem Humor: So sah das Nischenprogramm aus, das die 1963 von Gitarrist und Sänger Tony McPhee aus der Taufe gehobenen Groundhogs weder im ersten noch im zweiten British Blues Boom über den Status des Geheimtipps hinauskommen ließ. Ein gern gesehener Gast auf Open-Air-Festivals war das Trio trotzdem, das zudem einige unglaubliche Alben hinterließ. Die besten verteilen sich auf dem Drei-CD-Set THANK CHRIST FOR THE GROUNDHOGS: THE LIBERTY YEARS (1968 – 1972): An der Tradition des Mississippi Blues ausgerichtet, präsentiert das Debüt SCRATCHING THE SURFACE Selbstgestricktes von McPhee sowie Muddy Waters’ ›Still A Fool‹. Mit einem Augenzwinkern beerdigt wird der Zwölftakter ein Jahr später auf BLUES OBITUARY, als gutes Gewissen des Blues empfehlen sich die Groundhogs indes auf THANK CHRIST FOR THE BOMB mit agitatorischem Sprengstoff wie ›Soldier‹, ›Status People‹ und ›Rich Man, Poor Man‹.

Mit SPLIT experimentiert das Triumvirat im Avantgarde-Bereich, erforscht aber auch das Erbe von Jimi Hendrix – ein LP-Werk, das Dekaden später der Grunge-Szene von Seattle als Inspiration dienen sollte. Tongue-In-cheek-Humor macht sich breit auf der superben Sci-Fi-Comic-Persiflage WHO WILL SAVE THE WORLD? THE MIGHTY GROUNDHOGS, die in der Prophezeiung gipfelt: ›Earth Is Not Room Enough‹.

Scratching The Surface: 6

Blues Obituary: 8

Thank Christ For The Bomb: 9

Split: 10

Who Will Save The World? The Mighty Groundhogs: 9

Delaney, Bonnie & Friends – ON TOUR WITH ERIC CLAPTON DELUXE EDITION

DelaneyBonnieBoxOnTourWithEricClaptonOpulente 4-CD-Werksausgabe eines Live-Klassikers von 1969.

Eins kam zum anderen, als im Sommer 1969 das in der US-Studioszene hoch angesehene, dem Publikum nur leidlich bekannte Ehepaar Delaney Bramlett und Bonnie Lynn O’Farrell in den USA das Vorprogramm von Blind Faith bestritt – binnen weniger Wochen war es um Eric Clapton geschehen: Blind Faith war gegessen, „Slowhand“ heuerte umgehend bei Delaney, Bonnie & Friends an und tourte durch Europa als Musiker im zweiten Glied; nach einem Auftritt in der Londoner Albert Hall schlossen sich gar der von den Beatles frustrierte George Harrison und Ex-Traffic Dave Mason an. In Europa mitgeschnitten wurde ON TOUR WITH ERIC CLAPTON – ein Evangelium für jeden Puristen, der Southern Rock am liebsten mit Soul, Gospel und R&B angereichert genießt.

Zum 40. Jubiläum legte das Label Rhino noch einmal Hand an, lagerten in den Archiven doch noch einige Schätze: Verpackt in ein Road Case, verteilen sich auf vier CDs 52 Tracks mit einer Laufzeit von mehr als drei Stunden. Mit dabei: die kompletten Shows aus London, Bristol und Croydon. Hinzu gesellen sich diverse unveröffentlichte Titel, etwa ›I Don’t Know Why‹ aus der Feder von Bramlett und Clapton. ›My Baby Specializes‹ und ›Everybody Loves A Winner‹ stammen vom Debüt HOME, ›Get Ourselves Together‹ vom 69er-Nachfolger ACCEPT NO SUBSTITUTE. Abgerundet wird die Raritätenschau mit dem Traditional ›Will The Circle Be Unbroken‹, einer Version von Spencer Davis’ ›Gimme Some Lovin’‹ sowie dem Instrumental ›Pigmy‹.