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Transatlantic – WHIRLD TOUR 2010

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transatlanticProgrock à la Yes oder Genesis mit der Lizenz zum Träumen.

Natürlich bekommen Transatlantic schon wegen ihrer Besetzung einen enormen Zuschau-erzuspruch: Auf der Bühne besteht die Band aus Keyboarder/Sänger Neal Morse (ehemals Spock’s Beard), Bassist Pete Trewavas (Marillion), Gitar- rist Roine Stolt (The Flowerkings), Schlagzeuger Mike Portnoy (Ex- Dream Theater) und Multiinstrumentalist Daniel Gildenlöw (Pain Of Salvation). Man müsste ihrem Publikum also vermutlich reine Schaulust unterstellen, wären Transatlantic nicht dermaßen tolle Komponisten. So aber strömen die Fans in ihre Konzerte, um Augenzeugen ihrer zeitlich wie stilistisch ausladenden Prog Rock-Epen zu werden, mit denen die goldene Ära von Yes, Genesis, Marillion und den Beatles reanimiert wird.

Opulent wie ihre Musik ist auch ihre aktuelle Doppel-DVD WHIRLD TOUR 2010, die neben dem mehr als dreistündigen Londoner Konzert mit weiteren Leckerlis (u.a. dem Genesis-Klassiker ›The Return Of Giant Hogweed‹ mit Gastmusiker Steve Hackett!) aufwartet.

Subway To Sally – NACKT II – Die Akustiktour

Subway to sallyAlles so schön sepia hier!

NACKT II dokumentiert eine Versuchsaufstellung im Theaterhaus von Stuttgart: Wie kriegt man Subway To Sally-Fans, diesen notorisch nach Blut krakeelenden Haufen, dazu, für 154 Minuten die Klappe zu halten? Simpel: Man ziehe die Stecker, setze sich hin und spiele die Lieder, zu denen sie seit 16 Jahren mitgrölen, so pur, originell und differenziert, dass sofort (relative) Ruhe ist. Ohne etwas von der ersten Unplugged-Tour NACKT I (2006) zu wiederholen, präsentieren die Potsdamer hier einen weiteren Mix aus Greatest Hits und Ar- kana, inklusiver zweier neuer Songs (›Bruder‹ und ›Spielmannslied‹) und dem Weltrekordversuch im Lautensaiten-wechseln. Dass die Chose im Sitzen abgeht, mag für eine Musik-DVD ein Handicap sein, stellt den Blick auf die Musikalienhandlung STS jedoch anders scharf.

Im Bonusteil plaudern sie noch kurz über Instrumente und Herausforderungen; nicht furchtbar aufregend, für Fans und Nerds aber sicher interessant. Schade nur, dass die CD-Beilage nicht alle Songs enthält!

Rush – CLASSIC ALBUMS – 2112/MOVING PICTURES

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rushWer damals nicht dabei war, kann jetzt rückblickend teilhaben.

Auch die neueste Errungenschaft der fabelhaften Eagle Vision-Serie über die Entstehung wichtiger Alben der Rockgeschichte ist absolut sehenswert. Erzählt wird von den Kanadiern Rush und ihren Kultscheiben 2112 (1976) und MOVING PICTURES (1981), die beide auf ganz unterschiedliche Weisen zum Erfolg der Gruppe beitrugen. Die drei Bandmitglieder Alex Lifeson, Neil Peart und Geddy Lee berichten von Vorboten der Scheiben, von ihren Einflüssen, Entwicklungen und Visionen. Ähnlich wie bei der Folge über Floyds DARK SIDE OF THE MOON zeigen auch Rush in detaillierter Form die Eigenarten der berühmten Songs und lassen ihr Publikum sozusagen retrospektiv teilhaben an Kreation und Produktion. Zudem kommen Toningenieure, Journalisten und andere Weggefährten der Band zu Wort und zeichnen ein atmosphärisch dichtes Bild der damaligen Epoche nach. Toll, nicht nur für Fans.

The Quireboys – LIVE IN LONDON

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quireboys, theNicht nur mit Bonham-Bonus gut aufgelegte Show der Faces-Verehrer.

Im Rahmen der 2002er-Monsters Of Rock-UK-Tour, zu der neben Alice Cooper, Thunder und den Dogs D’ Amour auch die wieder zum Leben erweckten Quireboys gehörten, haben die britischen Bar-Rocker diesen intimen Head-liner-Gig im Londoner Marquee eingeschoben, der nun als CD/DVD-Doppelgedeck vorliegt. Die exklusive Besonderheit dieser Tournee bzw. Performance liegt sicherlich darin, dass damals Jason Bonham als Aushilfs-Schlagzeuger verpflichtet werden konnte.

Doch auch ohne jenen Berühmtheiten-Bonus zeigt sich die Band in Bestform. Der guten, alten Zeiten willen besteht die Setlist zum überwiegenden Teil aus Songs des 1990er-Debüt-Dauerbrenners A BIT OF WHAT YOU FANCY, doch auch dem Comeback-Album THIS IS ROCK ’N’ROLL (2001) wird mit vier von insgesamt zwölf Gassenhauern gedacht. Sänger Spike, Rod Stewarts Sauf- und Stimmbruder im Geiste, und auch der Rest der (neuen) Mannschaft haben sichtlich Spaß an dieser Show, was sich auch auf die andere Seite des Bildschirms wunderbar überträgt. Bild und Ton sind zwar nicht wirklich „fancy“, aber guter Standard. Einzig die Spielzeit fällt nicht allzu üppig aus, aber dafür bekommt man das Teil wenigstens gleich im medialen Doppelformat.

The Poodles – IN THE FLESH

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poodles, the

Schwedischer Glam Metal ohne Poser-Plattitüden.

Da IN THE FLESH mehr als klassische Rock-Dokumentation denn als purer Live-Mit- schnitt angelegt ist, begleitet Regisseur Steve Ravic die schwedischen Glam-Metaller mit dem augenzwinkernden Bandnamen nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne. Neben Backstage-Party-Einblicken wird die bisherige Band-Historie in Interviews beleuchtet, und auch eine Angelpartie mit den sympathischen Skandinaviern steht auf dem Plan.

Dazwischen gibt’s natürlich immer wieder auch Musik. Zwölf Songs im Live-Format, um genau zu sein. Bei denen gibt Sänger Jakob Samuel (der ehemalige Talisman-Schlagzeuger) als Zeremonienmeister mit Zylinder eine ebenso charismatische Frontmann-Figur ab wie er hinter der Bühne bodenständig rüberkommt. Hits wie ›I Rule The Night‹ lassen dazu mit fettem Sound und farbenfrohem Bild feinstes Achtziger-Hardrock-Stadion-Feeling aufkommen, selbst wenn die Band natürlich auf viel kleinerer Club-Ebene spielt.

Wer keine Lust auf das dokumentarische Drumherum hat, kann sich das Set der Poodles übrigens auch in Reinkultur geben. Und auch zusätzliches Bonusmaterial in Form von Videoclips ist vorhanden. Ein Pudelwohlfühl-Paket also.

King’s X – LIVE LOVE IN LONDON

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kimgs xWenn irgendeine DVD-Veröffentlichung längst überfällig ist, dann eine von King’s X.

Warum? Deshalb: Erstens existiert diese Gruppe bereits seit drei Jahr-zehnten und veröffentlichte in die-ser Zeit immerhin zwölf Studioalben. Und zweitens entfalten die Amis ihre Stärken speziell in der Live-Situation.

LIVE LOVE IN LONDON enthält in der Luxus-Version eine DVD sowie eine Doppel-CD. Aufgenommen wurde die Show im Januar 2009 im Londoner Electric Ballroom, und das nicht ohne Grund: In England feierten King’s X ihre ersten Erfolge, während der Rest der Welt mit der undefinierbaren Mixtur aus progressiven Klängen und harten Grooves noch nicht zurecht kam. Die fließende, klare und angenehm unhektische Kameraführung sorgt für einen enormen Sehgenuss, das Trio besticht durch Spielfreude, eine sympathische, authentische Ausstrahlung und ein beeindruckendes spieltechnisches Können samt Harmoniegesang. Im Mittelpunkt steht natürlich der Sänger und Monster-Tieftöner Doug Pinnick – mittlerweile stolze 60 Jahre alt, aber mit einem Sixpack wie ein Hochleistungssportler. Die Setlist beinhaltet Stücke des letzten Albums XV sowie Klassiker wie ›Summerland‹, ›Over My Head‹, ›Black Flag‹ und das unverzichtbare ›Goldilox‹.

Für King’s X-Fans natürlich ohnehin ein Muss, aber auch aufgeschlossene Musikliebhaber sollten ein Auge riskieren, sofern sie auf professionelle Live-Mitschnitte ohne Bonus stehen. Denn die alten, ziemlich schlechten Aufnahmen von ›Fall On Me‹ und ›Everybody Knows A Little Bit Of Something‹ sowie die sehr kurzen Backstage-Szenen sind kaum der Rede wert.

INXS – MYSTIFY

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InxsVorher/Nachher: INXS vor und nach ihrem Durchbruch.

Nach dem tragischen Tod von Michael Hutchence am 22. November 1997 konnte die australische Formation INXS nie mehr an ihre alten Erfolge anknüpfen. Trauriger Karriere-Tiefpunkt: 2005 suchten die verbliebenen Band-Mitglieder im Rahmen einer Fernseh-Show nach einem Ersatz für ihren charismatischen Frontmann.

Zum Glück gibt es in solchen Fällen noch Archiv-Material. Im Sommer 1997 performten die Musiker im Rahmen des Loreley-Festivals ihre größten Hits, darunter ›Suicide Blonde‹, ›Need You Tonight‹ und den Titelsong des damals aktuellen Albums ELEGANTLY WASTED. Hutchence flirtet mit der Kamera und geht auf Tuchfühlung mit den Fans. Allerdings wirken die Show-Einlagen etwas hölzern und aufgesetzt – der Funke will nicht so recht springen.

Viel spannender sind dagegen die sechs Bonustracks, aufgenommen im Mai 1984 im Rahmen der ersten Rockpalast-Show von INXS in der Hamburger Markthalle. Damals, die Band existierte seit gerade einmal sieben Jahren, standen INXS kurz vor ihrem Durchbruch in Europa und der 24-jährige Hutchence tänzelte geschmeidig über die Bühne. INXS arbeiten derzeit übrigens mit Stars wie Brandon Flowers, Rob Thomas, Ben Harper und Nikka Costa an einem Tribute-Album für Hutchence, der dieses Jahr 50 geworden wäre.

Heaven & Hell – LIVE AT WACKEN 2009

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heaven & hell

Quasi-Black Sabbath mit Dio beim größten Metal-Festival der Welt. Sehenswert!

Wären die Namensrechte bei dieser Formation nicht so kompliziert – diese Aufnahmen hätten genauso gut „Black Sabbath Live At Wacken“ heißen können. Doch ohne Ozzy durfte sich die Formation „nur“ Heaven & Hell nennen, spielte aber dennoch Songs von zwei der größten Sabbath-Alben aller Zeiten: HEAVEN AND HELL (1980) und MOB RULES (1981).

Zu bestaunen ist eine absolut mitreißende Performance in brillanter Ton- und Bildqualität mit einem im Juli 2009 noch vollends vitalen Ronnie James Dio, der bereits ein Jahr später tot war und seinen Erben eine denkwürdige Performance auf dem für diese Musikrichtung wichtigsten Festival der Gegenwart hinterlässt.

Außerordentlich interessant sind auch die Interviews mit allen vier Bandmitgliedern, in denen die Geschichte Dios mit Black Sabbath nachgezeichnet wird. Wer diese DVD einmal gesehen hat, wird Ronnie Dio anschließend noch mehr als zuvor vermissen und feststellen, dass Heaven & Hell ohne ihn nicht funktionieren kann.