Apocalyptica – SHADOWMAKER

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Apocalyptica – SHADOWMAKER

apocalyptica shadowNeuanfang mit Tücken.

Die Zeiten, in denen sich Apocalyptica ohne Sänger über ihre Celli hermachten und so ziemlich alles in Grund und Boden spielten, sind lange vorbei. Aus den finnischen Cello-Rockern ist längst ein Trademark-Sound geworden, auf den letzten Werken perfektionierte man die Mischung aus pathosschwangeren Cello-Melodien, wuchtigem Schlagzeug und wechselnden Gastsängern mal mehr, mal weniger prominenter Art. Auch diese Ära ist jetzt zu Ende. Mit Franky Perez wagen Apocalyptica erstmals das Experiment, ein Album mit einem einzigen Sänger zu bestreiten – und werden damit durchaus polarisieren. Perez, der sich bislang als Gitarrist bei Scars On Broadway hervorgetan hat, kann singen, daran besteht kein Zweifel. Seine Stimme passt allerdings am besten zu den modernen Nummern auf SHADOWMAKER – und die wiederum sind nicht so stark wie das übrige Material. ›Riot Lights‹ erinnert mit Kirmes-Electro unangenehm an Lindsey Stirling, ›Sea Song (You Waded Out)‹ vertont nicht die See, sondern eher ein vertrocknendes Bächlein. Stücke wie der mächtige, erfreulich progressive Titeltrack oder das bedrohliche Instrumental ›Reign Of Fear‹ zeigen Apocalyptica aber in neuer Bestform, als Band, die deutlich vielschichtiger und anspruchsvoller als zuletzt agiert und hier und da geradezu als Prog-Cello-Rocker bezeichnet werden können. Ein neues Kapitel hat begonnen, das wurde schon im Vorfeld oft genug betont. Jetzt müssen sich die Finnen erst mal darin zurechtfinden.

© classicrock.net

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