-

Pristine – NINJA

■

pristineNorwegens Antwort auf die Blues Pills.

Wenn ein Album so tiefenentspannt und abgeklärt losgroovt wie das vierte Pristine-Werk NINJA, kann eigentlich wenig bis gar nichts schiefgehen. Der präsente Bass sekundiert die funkigen Gitarren und Drums, die Orgel summt beschwörend im Hintergrund. Dazu Sängerin Heidi Solheim, deren Stimme ja ohnehin etwas ganz Besonderes ist. Rau und kratzig, wenn sie will, gefühlvoll soulig, volltönend ohne in Gebrüll auszuarten – eben eine dieser Stimmen, die angenehm an Aretha Franklin oder Janis Joplin erinnern, ohne ihnen allzu sehr nachzueifern. Kurz gesagt: Die norwegischen Blues-Rocker haben mit NINJA wirklich verdammt gute Arbeit abgeliefert. Ihre Songs sind verspielt, vielseitig und voller Wendungen ohne progressiv zu sein oder in endlose Jams auszuarten, ihre Einflüsse liegen klar in den 60ern und 70ern. Man er­­lebt Led Zeppelin und Uriah Heep in den wilden, rockigen Momenten, gerne auch mal einen Ausflug zu den Gospel-Priestern (›The Perfect Crime‹) oder eine Flucht in Jamie N Commons-artige Eruptionen, bevor das Ganze mit ›Forget‹ (etwas zu) ruhig in First-Aid-Kit-Manier ausklingt. Andererseits: Nach diesem furiosen Parforce-Ritt tut etwas Ruhe auch mal ganz gut.

8/10

Pristine
NINJA
NUCLEAR BLAST/WARNER

- Advertisement -

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -