Paul Weller – „Ich weiß nicht, wo die Jahre hin sind!“

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Warum sind wir hier? Paul Weller selbst hat eingeladen, denn es gibt eine neue Platte. Okay, genau genommen ist darauf nur die Single ›Brand New Toy‹ wirklich neu. MORE MODERN CLASSICS ist ein Rückblick auf die letzten 15 Jahre der Karriere dieses Urgesteins des Britpop, das eigentlich notorisch ungern Interviews führt. Aber wenn er dafür sein Studio nicht verlassen muss, okay, lässt er’s über sich ergehen. Während die anderen weiter fachsimpeln, ziehen wir uns in den „Vocal Booth“ des Aufnahmeraums zurück.

Zuerst mal vielen Dank für die Einladung in dein Reich!
Willkommen!

Du lebst hier um die Ecke?
Ich wohne in London, genauer in West London. Aber es ist echt nah. Je nach Verkehr sind’s vielleicht 50 Minuten, eine Stunde. Geht ganz schnell.

Betreibst du dieses Studio kommerziell? Die Moons sind hier – jungen Bands wie ihnen hilfst du, bringst sie unter, gibst Tipps…
Die Jungen haben ja meistens kein Geld, hähä. Wäre durchaus ganz nett, ab und an mal bezahlt zu werden. Na ja, wenn wir einen Deal ermöglichen und dann etwas abkriegen, ist das schon in Ordnung.

Die kommende Platte ist deine zweite Solo-Compilation. Was, denkst du, ist bezeichnend für diese Phase deiner Karriere? Hast du einen roten Faden entdeckt?
Oh, das Zeug ist so unterschiedlich! Ein roter Faden? Hmm. Alle Songs haben starke Melodien. Was die Melodien angeht, werde ich sogar immer noch besser. Das ist das, was ich vor allem draus ziehe.

Manchmal steht eine Compilation für eine Phase, die man abschließt. Manchmal ist es eine Sache für die Plattenfirma, weil ein Vertrag ausläuft.
Weder noch, das Ganze war meine Idee. Einfach, weil mir klar wurde, wie viele Songs da zusammen gekommen sind über die 15 Jahre. Ich fand einfach, es war mal wieder Zeit, die letzte Compilation war ja lange genug her. Aber eine Verlegenheitslösung ist es nicht. Ich meine, ich bin ja mittendrin in meiner Arbeit am neuen Album.

Was dürfen wir davon erwarten?
Wir haben so etwa sechs Songs, mit denen wir voll zufrieden sind. Die haben schon eine gemeinsame Richtung, aber sind trotzdem individuell verschieden. Etwas rhythmischer wird’s wohl. All die neuen Songs haben einen Groove.

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1 KOMMENTAR

  1. Was für ein cooler Bericht! Schön, wenn man die Stars wirklich so „aus nächster Nähe“

    erfährt. Hoffentlich gibts noch viel mehr coole Musik vom Modfather!

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