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Mr. Bungle: Livestream zu Halloween

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Mr. Bungle retten Halloween dieses Jahr davor, eine absolute Nullnummer zu werden, und starten einen Livestream.

Nur einen Tag nach dem Release ihres neuaufgelegten THE RAGING WRATH OF THE EASTER BUNNY DEMO und pünktlich zu Halloween begeben sich Scott Ian (Anthrax), Mike Patton (Faith No More), Dave Lombardo (ex Slayer), Basswunder Trevor Dunn und Multiinstrumentalist/Gitarrist Trey Spruance, gemeinsam auch als Mr. Bungle bekannt, in die virtuelle Übertragunswelt des Internets und veranstalten ein Livestreaming-Event mit dem Titel „The Night They Came.“

Tickets können für 15$ auf der Homepage der Band erworben werden, hierzulande beginnt die Party um 20 Uhr. Der Stream kann bis zu 72 Stunden nach der Liveübertragung abgerufen werden.

Das letzte Wort: Scott Weiland

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Aus unserem Archiv, 2014: Der Velvet-Revolver-Sänger und Frontmann der Stone Temple Pilots mit einer Bilanz seines Lebens – dabei stellt er fest, dass trotz aller Stürze und Niederlagen nur eines zählt: das Aufstehen.

Scott, welches Missverständnis oder Gerücht über dich würdest du gerne aus der Welt räumen?
Seitdem meine Drogensucht in den Neunzigern ständig in den Medien thematisiert worden ist, denken alle, dass ich noch immer drauf wäre. Dabei bin ich seit langer Zeit clean, am 5. Dezember werden es neun Jahre. Mir geht es ein bisschen so wie Keith Richards: Bei ihm glauben die Leute auch, dass er immer noch an der Nadel hängt. Die Fehleinschätzung ist übrigens auch einer der Gründe, warum mein neues Buch geschrieben habe. Ich wollte den Fans erklären, wie ich damals in diesen Strudel hingeraten und letztlich auch wieder herausgekommen bin.

Der Tod deines jüngeren Bruders Michael im Jahr 2007 wird auf seinen Drogenkonsum zurückgeführt. Stimmt das?
Ja. Wir dachten erst, dass er sich eine Überdosis verpasst hätte. Aber es stellte sich heraus, dass er an einer Kardiomyopathie starb. Das ist eine Erkrankung des Herzmuskels, die bei ihm wohl durch den Drogenmissbrauchs hervorgerufen worden ist. Er starb im Schlaf. Ich trauere noch heute jeden Tag um ihn, er war noch so jung. Wir standen uns sehr nahe, denn wir waren nicht nur Brüder, sondern auch beste Freunde und Kreativ-Partner. Wenn dir so jemand entrissen wird, kommst du nie komplett darüber hinweg.

In deinem Buch „Not Dead And Not For Sale“ schreibst du auch, dass du als Zwölfjähriger von einem älteren Mitschüler vergewaltigt worden bist…
Das stimmt. Diese Erfahrung hat mich geprägt, ebenso wie viele andere schlimme Dinge auch. Doch jedes Mal, wenn ich am Boden lag, habe ich mich wieder aufgerappelt und weitergemacht. Das Bewusstsein, dass es auch weitergehen wird, obwohl es gerade düster für einen aussieht, hilft mir heute. So verwandeln sich die negativen Erlebnisse nach und nach in positive, die einen stärker machen. Das ist zumindest die Philosophie, die ich mir seit einiger Zeit zu eigen gemacht habe.

Gilt das auch für deine Zeit, die du hinter Gittern verbracht hast?
Definitiv. Ich war in einer Abteilung untergebracht, in der ausschließlich Süchtige einsaßen. Wir nahmen jeden Tag an Gruppentherapie-Sitzungen teil und redeten viel über unsere Probleme. Es war keine schöne Zeit, im Gegenteil. Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass es der Gesellschaft nicht sonderlich weiterhilft, wenn Drogenkonsumenten eingesperrt werden, also Menschen, die nicht dealen. Doch für mich war es im Nachhinein eine heilsame Erfahrung – was aber vor allem darauf zurückzuführen ist, dass ich an diesem speziellen Programm für Abhängige teilnehmen konnte.

Gibt es etwas, auf das du wirklich stolz bist?
Auf meine Kinder. Sie schaffen es, dass ich mich gut fühle – selbst wenn ich gerade eine schlechte Phase habe. Das Leuchten in ihren Augen zu sehen und ihre bedingungslose Liebe zu spüren, ist mir wichtiger als alles andere, auch wichtiger als die Musik.

Glaubst du an eine höhere Macht?
Oh, ja! Ich glaube an Gott. Als Kind bin ich jeden Sonntag in die Kirche gegangen. Die Messen waren toll, ich erinnere mich gern daran zurück. Zum Glück ging es in der katholischen Gemeinde, zu der wir damals gehörten, nicht so streng zu, da waren keine Dogmatiker am Werk. Auch heute besuche ich noch ab und zu einen Gottesdienst. Zwar nicht regelmäßig, aber wenn ich das Bedürfnis dazu verspüre, tue ich es – und genieße es auch, denn es bestärkt mich in dem Weg, den ich für mich gewählt habe.

Wie denkst du heute über das Phänomen „Grunge“?
Als Grunge zur Massenbewegung wurde, war das wirklich großartig. Es fühlte sich alles neu und aufregend an, die Musik, aber auch die Kunst und sogar die Gesellschaft an sich veränderte sich. Etwas Ähnliches hat es im Rock’n’Roll seither nicht mehr gegeben.

Was geht dir bei dem Namen „Velvet Revolver“ durch den Kopf?
Als ich 2003 zu den Jungs stieß, war das wie eine Heimkehr, ich fühlte mich sofort gut aufgehoben. Das lag daran, dass ich gerade clean geworden war – und hier auf Leute traf, denen es ebenso ging wie mir. Wir hatten alle dieselben Probleme, daher standen wir uns nahe. Unsere Einstellung lautete: „Wir gegen den Rest der Welt“. Purer Rock’n’Roll, ohne Schnickschnack, das sollte es sein. Und ich denke, das uns das gelungen ist. Velvet Revolver waren eine tolle Liveband, und CONTRABAND und LIBERTAD sind Alben, die vor aufregenden, coolen Songs nur so strotzen.

Würdest du deine Ex-Kollegen zum Abendessen einladen?
Aber sicher! Wir haben uns ausgesprochen und kommen inzwischen wieder gut miteinander klar. Ich treffe mich ab und zu mit einem der Jungs oder schreibe ihnen eine SMS. Außerdem bin ich der Ansicht, dass man eine Reunion nie kategorisch ausschließen sollte. Wer weiß, vielleicht spielen wir irgendwann wieder ein paar Gigs zusammen…

Welche Inschrift soll auf deinem Grabstein zu lesen sein?
Er liebte seine Familie. Er liebte seine Kinder. Er liebte seine Freunde. Und er hat nie die Energie verloren, sich nach einem Sturz wieder aufzurappeln.

Tenacious D: ›Time Warp‹-Cover gegen Trump

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Mit den Worten „It’s astounding… time is fleeting… and the 2020 election is here. Time to ROCK-Y THE VOTE! And remember: it’s just a jump to the LEFT, and NOT a step to the right!“ machen Tenacious D mit leicht verändertem Originaltext unter ihrem neuen Video klar, dass sie bei den anstehenden U.S.-Wahlen ihr Kreuzchen auf keinen Fall bei Donald Trump oder den Republikanern machen werden.

In einem wie immer absolut witzig gestalteten Video zum Rocky-Horror-Picture-Show-Klassiker ›Time Warp‹ verbünden sich Jack Black und Kyle Gass mit mehreren Mitmusikern und Schauspielern sowie mit Senatorin Elizabeth Warren.

Alle Einnahmen aus der neuen Single werden an die „Rock The Vote“-Kampagne gespendet, die amerikanische Bürger dazu aufruft, am 3. November wählen zu gehen.

AC/DC: Hier das neue Video zu ›Shot In The Dark‹ sehen

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Ohne großes Herumgerede und Abschweifen: Hier ist der erste Videoclip, den AC/DC im Zuge ihres kommenden Albums POWER UP veröffentlichen. Der zugehörige Song heißt ›Shot In The Dark‹ und wurde bereits vor zwei Wochen mit der Welt geteilt.

Pünktlich zum Release von POWER UP erscheint am 13.11. auch unser neues Sonderheft über AC/DC. Auf 148 Seiten beleuchten wir die ganze Geschichte der grössten Rockband aller Zeiten. Und haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, exklusiv mit Angus Young und Brian Johnson zu sprechen!

Video der Woche: Weird Al Yancovic mit ›Bed Rock Anthem‹

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Den Ausklang dieses sonnigen Sonntags begehen wir mit einem echten Comedy-Klassiker. Zum heutigen Geburtstag von Red-Hot-Chili-Peppers-Drummer Chad Smith und zum Geburtstag von Weird Al Yankovic, der am 23. Oktober 61 Jahre alt wurde, zeigen wir heute Yankovics Chili-Peppers-Parodie des Videos zu ›Give It Away‹.

In seiner Version namens ›Bedrock Anthem‹ verpasst Yankovic dem Song einen ordentlichen Flintstones-Anstrich.

Hier das Original zum Vergleich:

In Memoriam: Fats Domino (1928–2017)

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Das Schwergewicht aus New Orleans spielte Rock’n’Roll, als der offiziell noch gar nicht erfunden war: ein Urgestein des Südstaaten-Sounds, das zahllose Musikerkollegen inspiriert hat.

Wenn Antoine Domino jr., genannt „Fats“, eine Bühne betrat, dann mit wahrhaft raumfüllender Präsenz. Man hätte ihm beinahe zugetraut, sich das Klavier, auf dem er spielte, nach dem finalen Song unter den Arm zu klemmen und eigenhändig herauszutragen. Doch ein Berserker wie seine Rock’n’Roll-Kollegen Jerry Lee Lewis und Little Richard war dieser massige Mann nicht – ganz im Gegenteil.

Mit warmer Stimme und flüssigem Spiel, das er scheinbar mühelos aus dem Handgelenk schüttelte, versprühten seine Proto-Rock’n’Roll-Nummern eine Lässigkeit und Eleganz, die weit entfernt war von den hämmernden Klavier-Ex­­zessen der Kollegen. Doch er konnte auch anders: Wenn Fats Domino statt Blues und R&B den Boogie spielte, dann wackelten die Wände.

Seit 1947 Profimusiker, erschien seine erste Aufnahme namens ›The Fat Man‹ zwei Jahre später – und verkaufte sich milionenfach. Gemeinsam mit seinem Songwriting-Partner Dave Bartholomew war Domino in den 50er-Jahren eine echte Macht: Mit Stücken wie ›Ain’t That A Shame‹, und ›I’m Walking‹, aber auch Fremdkompositionen wie ›Blueberry Hill‹ und ›Walking To New Orleans‹ war er ein Dauergast in den Charts. Bis 1963 lancierte Domino 40 Hits in den R&B-Top-Ten und immerhin elf in den Pop-Charts, doch als sein langjähriges Label Imperial in den Besitz von Liberty Records überging, endete die Erfolgsserie.

Domino, jetzt bei ABC-Paramount unter Vertrag, sollte fortan im fernen Nashville aufnehmen, begleitet von Country-Musikern – was nicht funktionierte. Doch Dominos Einfluss war irreversibel: Elvis Presley schätzte ihn über alle Maßen, die Beatles widmeten ihm ›Lady Madonna‹, das Domino prompt in sein Live-Repertoire aufnahm. Seit 1986 in der Rock And Roll Hall Of Fame, zog er sich mehr und mehr aus dem Geschäft zurück, absolvierte aber weiterhin regelmäßig Konzerte und bis in die 90er-Jahre auch kurze Tourneen.

Fats Domino, dessen Wurzeln in der französisch-kreolischen Kultur seiner Heimatstadt New Orleans lagen – auch seine Muttersprache war Kreolisch –, wurde immer wieder als bescheidener, zurückhaltender und beinahe schüchterner Mensch charakterisiert, der bis 2005 in seiner angestammten Nachbarschaft im unteren 9. Bezirk lebte – bis der Hurrikan „Katrina“ die Gegend überschwemmte, sein Haus unbewohnbar machte und Domino sogar vorübergehend als vermisst oder gar ertrunken galt.

Ein Hubschrauber der Küstenwache hatte ihn und seine Familie jedoch rechtzeitig evakuiert. Zwar wurde eine Stiftung zum Wiederaufbau seines Hauses gegründet, doch seine letzten Lebensjahre verbrachte Domino in Harvey, einem Vorort von New Orleans auf der anderen Seite des Mississippi. Dort verstarb er auch nach langer Krankheit am 24. Oktober 2017. Er wurde 89 Jahre alt.

AC/DC: Neues Video kommt am Montag

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Nachdem AC/DC erst kürzlich ihre neue Single ›Shot In The Dark‹ vom kommenden Album POWER UP veröffentlicht haben, legen die Rocker nun endlich am kommenden Montag das lang ersehnte Video zum Song nach. Um 15:30 Uhr geht der Clip online.

Pünktlich zum Release von POWER UP erscheint am 13.11. auch unser neues Sonderheft über AC/DC. Auf 148 Seiten beleuchten wir die ganze Geschichte der grössten Rockband aller Zeiten. Und haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, exklusiv mit Angus Young und Brian Johnson zu sprechen!

Kadavar – THE ISOLATION TAPES

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Die kauzige Seite von Kadavar

Wer kann es ihnen verdenken. Keine Konzerte, keine Festivals, keine Reisen und somit auch keinerlei neuer Input für Berlins fleißigste Rockband. Also geht der Blick automatisch nach innen, tief hinein in die Labyrinthe der eigenen Gedanken. Am Ende dieser Introspektion steht mit THE ISOLATION TAPES ein abgespactes Album, das unter anderen Umständen nie entstanden wäre. Eine verwunschene, kauzige, experimentelle und psychedelische Reise tief hinein in das Unterbewusstsein des Trios.

Nachdem die Berliner schon auf dem doomigen FOR THE DEAD TRAVEL FAST von 2019 die blubbernden Sci-Fi-Synthies für sich entdeckt haben, gehen sie jetzt in die Vollen und knallen uns ihre ganz eigene Odyssee durch die verschrobene Seite der 60er, 70er und 80er vor den Latz. Das Frühwerk von Pink Floyd, experimentelle Led Zeppelin, aber auch mal Krautrock, Space Rock und Proto-Punk.

Das hier ist anders als alles, was die Berliner je gemacht haben, und eine grandiose Hommage an all diese verkopft-verdrogten Experimente, die die großen Rock-Bands irgendwann mal gewagt haben. Dürfen die das? Sie müssen sogar! ISOLATION TAPES ist nicht weniger als ein angemessen surrealer Zeitzeuge dieses surrealen Jahres

9 von 10 Punkten

KADAVAR, THE ISOLATION TAPES, ROBOTOR RECORDS