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ALABAMA SHAKES – Märchen werden wahr

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Vor einem Jahr kannte sie noch niemand – jetzt sind die Alabama Shakes scheinbar über Nacht zu einem der heißesten Newcomer der aktuellen Rockszene geworden. Ein wahres Musikmärchen, das die Protagonisten noch nicht so richtig begreifen können.

Text: Simone Bösch

Die Geschichte der Alabama Shakes hört sich beinahe an wie ein modernes Rockmärchen: Vor einigen Jahren trafen sich Schlagzeuger Steve Johnson und Sängerin Brittany Howard zufällig in einem Plattenladen. „Ich habe damals dort gearbeitet“, erinnert sich Johnson. „Eines Tages kam auf einmal Brittany mit einer Freundin in den Laden. Sie muss damals so um die 15 Jahre alt gewesen sein. Ich glaube, sie wollten Gitarrensaiten kaufen.“ Zu dieser Zeit spielten beide in lokalen Bands, die eher Richtung Punk Rock gingen. „Ja, an unserem Sound hat sich bis heute so einiges geändert“, lacht der Schlagzeuger.

Irgendwann begann man dann, zusammen zu musizieren. Howard holte noch Bassist Zac Cockrell ins Boot, den sie während eines Psychologie-Kurses in der Schule kennengelernt hatte und mit dem sie hin und wieder an Songs arbeitete. Eines Tages fragte Gitarrist Heath Fogg das Trio, ob sie nicht als Vor- band für dessen Kombo bei einer Hochzeit einspringen wollten. Sie sagten unter der Bedingung zu, dass Fogg sie auf der Bühne unterstützen muss. Diesen Abend könnte man wohl als die Geburtsstunde der Albama Shakes bezeichnen.

Danach eroberte das Quartett mit ihren Live-Shows die Herzen der Fans im Sturm. Sie spielten bald im Vorprogramm der Drive-By Truckers und Booker T. Jones. Ihre immer größer werdende Fanschar kann nicht genug von ihrem bluesig-soulig angehauchten klassischen Südstaatenrock bekommen. Selbst Berühmtheiten wie Adele oder Russell Crowe begeistern sich in der Öffentlichkeit über die Alabama Shakes, was für die Mitglieder hin und wieder ein bisschen skurril ist. „Russel Crowe war wohl auf einer unserer Shows“, grinst Johnson. „Ich wünschte, ich hätte den alten Maximus treffen können. Das wäre sicher großartig gewesen.“ Zum absoluten Glück fehlte nur noch ein Album: BOYS AND GIRLS.

„Wir arbeiteten sicherlich schon über ein Jahr an dem Album, als die Leute plötzlich anfingen, sich für uns zu interessieren“, blickt der Schlagzeuger zurück. „Dass auf einmal alle Augen auf uns gerichtet waren, hat uns zum Glück jedoch nicht unter Druck gesetzt.“ Respekt! Erstaunlich ist auch, dass die Band alle elf Songs ihres Debüts selbst aufgenommen und produziert hat. „Wir wollten uns dabei nicht reinreden lassen“, erklärt Sängerin Brittany den mutigen Schritt. „Wir wollten eine sehr organisch klingende Platte kreieren – und das ist uns gelungen.“

Seit BOYS AND GIRLS Anfang April erschien, richten sich nun immer mehr Augen auf die junge Band aus Athens, Alabama. Die Lobeshymnen werden immer lauter, die Hobbymusikanten sind mittlerweile zu Berufsmusikern geworden. „Wir hätten nie gedacht, dass wir mit unserer Musik unseren Lebensunterhalt bestreiten könnten“, erklärt Bassist Zac Cockrell und fügt lachend hinzu: „Wir sind alle noch ziemlich geschockt von den Entwicklungen.“

Aber seien wir ehrlich: Sie haben es sich verdient. Jetzt wollen sich die vier erst einmal die Hände auf ihren Tourneen durch die USA und Europa wund spielen. Auf der Bühne fühlen sich die Musiker auch am wohlsten. „Es gibt nichts Tolleres als live zu spielen“, strahlt Brittany Howard. „Die Elektrizität, die dort entsteht, kann von nichts übertroffen werden. Wir wollen, dass die Leute zu uns kommen, ihre Sorgen zu Hause lassen und eine tolle Zeit haben. Hoffentlich haben wir die Möglichkeit, noch viele Platten zu schreiben und diese live in die Welt zu tragen.“

Neuigkeiten zu: ROYAL REPUBLIC – BITTE RETTEN

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Was wäre die Welt ohne Rock aus dem hohen Norden? Ellenlang ist die Liste der skandinavischen Bands, die uns mit gepflegtem Gitarrenlärm Herz und Nackenmuskeln erwärmen. Vor zwei Jahren stießen auch Royal Republic zu dieser erlesenen Riege und markierten mit ihrem Debüt WE ARE THE ROYAL gleich mal mit viel Schmackes ihr Territorium. 2012 sind sie nun ganz altruistisch unterwegs, denn ihr zweites Album schreibt sich eine hehre Mission auf die Fahnen: SAVE THE NATION verspricht Seelenheil, auch wenn wir noch nicht wissen, welche Nation da eigentlich gerettet werden soll. Rocken tut‘s aber mächtig.

Neuigkeiten zu: RIVAL SONS – BITTE GESPANNT SEIN

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Rivals Sons 6Erstaunlich, wie es manche Bands schaffen, einen Hype zu generieren: Seit die Kalifornier mit PRESSURE & TIME zu Kritikerdarlings avancierten, glauben viele, sie seien der strahlendste neue Stern am Bluesrock-Firmament. Wer sagt, dass ehrliche, aufregende Musik ohne Schnörkel und Brimborium im 21. Jahrhundert nicht auch noch ein- schlagen kann? Für den Herbst wird nun das dritte Album angekündigt, von dem man Großes erwarten darf!

Neuigkeiten zu: DORO PESCH – BITTE FAUST RECKEN

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Sie ist die Dolly Buster des deutschen Hardrock: trashig, unermüdlich, für eine bestimmte Art von Mann unwiderstehlich, aber auch im Mainstream zur Sympathieträgerin avanciert. Seit bald 30 Jahren behauptet sie sich in einer ausgemachten Männerdomäne und zeigt keinerlei Absichten, es ruhiger angehen zu lassen. Kämpferisch wie eh und je, erscheint im August eine neue EP als Vorgeschmack auf ein neues Album im Oktober mit dem wunderschönen Titel RAISE YOUR FIST.

Neuigkeiten zu: BILLY TALENT – BITTE ZAHLEN

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Sie gehören zu Kanadas erfolgreichsten Rockbands, und zwar vor allem im deutschsprachigen Raum. Entsprechend hoch sind hier die Erwartungen an das neue Album, das im Herbst ansteht und in die Fußstapfen des platinveredelten BILLY TALENT III treten muss. Prophetische Fähigkeiten muss man wohl nicht besitzen, um zu dem Schluss zu kommen, die Scheibe werde sich BILLY TALENT IV nennen. Oder ist die Zeit reif für eine Überraschung?

Neuigkeiten zu: ALANIS MORISETTE – BITTE CHAOS!

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Die ultra-erfolgreiche Kanadierin mag nie wieder an die Verkäufe von JAGGED LITTLE PILL angeschlossen haben, doch auch 17 Jahre nach dem Mega-Album erwartet eine Armee von Fans ihr neuestes Werk. Das heißt HAVOC AND BRIGHT LIGHTS und wir sind gespannt, ob es dar- auf wirklich chaotisch zugehen wird. Viel-leicht wurde Alanis vom Wahnsinn der TV-Serie „Weeds” inspiriert…

THE BEACH – BOYS BITTE LÄCHELN

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Lange wurde darüber gemunkelt, nun ist es endlich soweit: Die noch lebenden Beach Boys haben nicht nur letzten November das über Jahrzehnte von ihren Fans ersehnte Album SMILE veröffentlicht, sondern nun sogar ihr erstes neues Album seit einer ganzen Ewigkeit im Köcher: THAT’S WHY GOD MADE THE RADIO zeigt eindrucksvoll, dass Brian Wilson und Co. auch 2012 noch etwas zu sagen haben. Sensationellerweise werden sie das sogar wieder live tun, denn eine Tournee wird ebenfalls in Angriff genommen. Und die wird nicht nur durch die USA surfen!

LYNIYRD SKYNYRD – BITTE WEITERLEBEN

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Zu sagen, Lynyrd Skynyrd hätten eine bewegte Bandhistorie, ist so krass untertrieben, wie zu sagen, in der Antarktis sei es etwas frisch. Doch 48 Jahre nach ihrer Gründung und 35 Jahre nach dem Flugzeugabsturz, der einen Großteil der Band auslöschte, sind die Southern Rock-Götter immer noch zugange. Ihr neues Album betiteln sie wenig optimistisch LAST OF A DYING BREED. Wir hoffen, dass ihre Art noch sehr lange weiterleben wird.