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Iron Maiden – THE BOOK OF SOULS

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Die mächtigen Refrains und der typisch gekonnte Tempowechsel in der Mitte sorgen für zusätzlichen Biss in diesem Frontalangriff. Die jüngeren Alben der Band zeichneten sich vor allem durch epische, progressive Strömungen aus, doch wo THE BOOK OF SOULS diesen Weg auch diverse Male beschreitet, strotzt es ebenso vor Momenten, die schnell auf den Punkt kommen. ›Speed Of Light‹, ›Death Or Glory‹ und ›Tears Of A Clown‹ kommen alle nach ca. fünf Minuten zum Höhepunkt und dürfen umgehend zu Maiden-Hymnen vom Feinsten erklärt werden.

Adrian Smiths cleveres Songwriting macht sich hier wirklich bemerkbar und bringt jene leicht schrägen Töne ins Spiel, die man in dem Jahrzehnt seiner Abwesenheit des Öfteren vermisst hatte. ›The Great Unknown‹ und ›When The River Runs Deep‹ sprechen wiederum Bände über die intuitive Chemie zwischen Smith und Steve Harris, deren grandiose Mini-Symphonien die ideale Leinwand für Dickinsons schmetterndes Vibrato liefern.

Dennoch wird man THE BOOK OF SOULS am meisten für seine epischen Tracks feiern, und wer glaubte, Maiden hätten schon in der Vergangenheit alle Register gezogen, der sollte sich anschnallen und ein Stoßgebet gen Eddie schicken. ›The Red And The Black‹ ist das einzige allein von Harris verfasste Stück hier, aber eine der unterhaltsamsten und fließendsten Kompositionen, die er je vollbracht hat: fast 14 Minuten ineinander verwobener Rhythmen und Riffs, ein kurzes Nicken Richtung zur dramatischen Wucht von ›Flight Of Icarus‹ hier, ein wehmütiger Salut an Thin Lizzy da, gewürzt mit einer gesunden Dosis mitgröhlfreundlicher Backing Vocals, die garantieren, dass dieser Song auf der kommenden Tour zu einem Publikumsfavoriten wird.

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