AC/DC: Brian Johnson über seinen Hörverlust und den Abschied von der Bühne

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AC/DC: Brian Johnson über seinen Hörverlust und den Abschied von der Bühne

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Brian Johnson (ACDC) Anfang März verkündeten AC/DC, ihre aktuelle Tour nicht mit Brian Johnson fortsetzen zu können, da diesem bei weiteren Auftritten der totale Hörverlust drohe.  Seitdem hilft Axl Rose bei den Australiern am Mikrofon aus. Seit zwei Wochen tourt der Tross durch Europa, spielte in Sevilla und Wien. Neben ihren kommenden Auftritten in Hamburg (26. Mai) und Leipzig (1. Juni) haben AC/DC nun ein Zusatzkonzert in Düsseldorf bestätigt.

Johnson veröffentlichte zwischenzeitlich eine Single zusammen mit seinem Freund und Comedian Jim Breuer, gönnt sich ansonsten aber die vom Arzt verordnete Ruhe. Jetzt meldete er sich bei dem Radiosender Sirius FM zu Wort.

Der Grundtenor des Interviews ist recht positiv. Zwar sei er natürlich immer noch sehr traurig, dass er die Tour habe abbrechen müssen, fühle aber keinerlei Reue über die Entscheidung: „Ich hatte bisher eine tolles Leben und eine grandiose Karriere. Ich bin jetzt 68 Jahre alt und durfte über 30 Jahre bei einer der besten Bands der Welt singen, habe so viele tolle Erlebnisse mit den Jungs geteilt.“

Dass mit seinem Gehör etwas nicht stimmt, merkte der Sänger erstmals vor etwa acht Jahren bei einem Autorennen. „Damals habe ich das erste Mal meinen Gehörschutz vergessen und nach etwa 35 Minuten hörte ich ein komisches Ploppen im Ohr.“ Das Resultat war ein Tinnitus, der sechs Monate brauchte, um zu verschwinden. „Auf der Bühne hast du aber keinen Gehörschutz und als die Tour losging, war auch scheinbar noch alles in Ordnung. “

Verschlimmert habe sich sein Zustand erst nach einem Konzert in Winnipeg im September letzten Jahres, nach welchen er und Angus Young krank wurden. „Wir wurden klatschnass bei diesem Gig. Dummerweise floss das Wasser auch in meine Nebenhöhlen und mein rechtes Ohr. Ich machte mir Sorgen, da das rechte mein gutes Ohr ist. Auf dem linken bin ich sowieso schon so gut wie taub.“

Johnson besuchte daraufhin den in Sydney praktizierenden HNO-Speziaisten Dr. Chang, der ihm damals schon nahelegte, sich zu schonen, da sich sein Zustand eventuell nicht mehr bessern würde. Allen Warnungen zum Trotz setzte Johnson die Tour in den USA  fort.

Letztendlich redeten ihm Angus und Cliff ins Gewissen, und legten ihm nahe, sein Gehör nicht aufs Spiel zu setzen. „Sie sagten: Johnno, deine Gesundheit geht vor. Du warst jetzt über ein Jahr auf Tour und hast dein Bestes gegeben. Jetzt musst du dich ausruhen.“ Sie legten auch von vornherein alle Karten auf den Tisch: „Sie sagten, dass sie die Tour auf jeden Fall beenden werden. Und das machen sie jetzt auch. Viele Leute verstehen nicht, dass alles einfach so ist wie es ist.“

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