Cinderella’s Tom Keifer: München, Backstage Halle (15.10.15)

-

Cinderella’s Tom Keifer: München, Backstage Halle (15.10.15)

■

- Advertisement -

TK_Photo_TEP3422-2Mit ein bisschen Hilfe…

Wie werden Stimmung und Stimme sein, wenn Cinderella-Frontmann Tom Keifer nach jahrelanger Deutschlandabstinenz in München spielt, fragen sich viele im Vorfeld der Show im Backstage. Da es aber auch viele sind, die die Antwort persönlich sehen und hören wollen, ist die Location extrem gut gefüllt und kurz vor sold out.
Die Frage nach der Stimmung erledigt sich gleich zu Beginn, denn alleine bei den ersten Slide-Tönen des Cinderella-Klassikers ›Bad Seamstress Blues/Fallin‘ Apart At The Seams‹ geht die Halle sofort ab und mit. Auch die Sache mit den Stimmproblemen der letzten Jahre klärt sich schnell, denn Keifer ist vokal voll bei der Sache und präsentiert sein unnachahmliches Röhr- und Raspel-Timbre in guter, wenn nicht sogar sehr guter Form. Nach zwei Songs vom Solo-Debüt THE WAY LIFE GOES gibt es Cinderella satt und gleich fünf Nummern am Stück begeistern die versammelten Alt- und Haar-Rocker. Kracher wie ›Somebody Save Me‹, ›Shake Me‹ und vor allem die Balladen ›Heartbreak Station‹, ›Don’t Know What You Got (Till It’s Gone)‹ und ›Nobody’s Fool‹ bringen gewaltig Bewegung und Ergriffenheit ins Publikum, und es wird begeistert mitgesungen.
Auch Keifer selber kann sich gelegentliche Gefühlsausbrüche nicht vollends verkneifen, und hin und wieder wird aus der berühmten hängenden Unterlippe ein breites Grinsen. Gesanglich hält der ehemalige US-Superstar das Niveau hoch und auch nahezu ohne Abstriche bis zum Ende durch. Bei den Zugaben beginnt Tom Keifer dann doch etwas die Luft auszugehen, was ihn aber nicht davon abhält, zusammen mit seiner Band eine erstaunliche Cover-Version von ›With A Little Help From My Friends‹ mit einer Inbrunst hinzulegen, die selbst Joe Cocker beindruckt hätte. Mit ›Gypsy Road‹ bringen Keifer und seine souveränen Musiker die Sache dann zwar nach knapp 90 Minuten zu früh aber sicher nach Hause. Länger hätte der 54-Jährige wohl auch nicht durchgehalten, aber so ist mit Cinderella auch ohne Cinderella definitiv wieder zu rechnen. Solange die Freunde auf und vor der Bühne so gut mithelfen.

- Advertisement -

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -