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The Picturebooks – THE HANDS OF TIME

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Picturebooks The Hands Of Time

Verwegen bis zum Anschlag.

„Staub an den Sporen“ – ein Satz, der mir in den Sinn kam, als diese Platte rotierte. Spinnt man diesen Gedanken weiter, dann offenbart sich schnell ein ganzes Wildwest-Szenario. Und tatsächlich: Die Gruppe aus Gü­­tersloh wagt sich auf ihrer fünften Platte knietief in die knarzigen Gefilde des Delta Blues. So hat sie das Tempo etwas verlangsamt, klang aber trotzdem noch nie so räudig und windschief wie auf diesem Album. Exemplarisch dafür stehen Songtitel wie ›Howling Wolf‹ oder an Ennio Morricone erinnernde Soundeinschübe in ›Rain‹. Das sie Chrissie Hynde (The Pretenders) für einen Gastbeitrag auf ›You Can’t Let Go‹ gewinnen konnten, zeigt, wie gut die Gruppe aus Ostwestfalen mittlerweile vernetzt ist. Auch dieses Stück ist eher ruhig gehalten und weckt das unbehagliche Gefühl eines Spät-Westerns. Langsamkeit ist also Trumpf, die Songs graben sich ins Bewusstsein. Durch die geschickte Er­­weiterung des Klangdesigns (unter anderem: Piano und Röhrenglocken) entgeht die Gruppe mit Nachdruck der Gefahr, sich zu sehr an ihren offensichtlichen Vorbildern Led Zeppelin abzuarbeiten. Eine mutige, lodernde und inspirierte Platte, vielleicht ihre Beste bislang.

8/10

The Picturebooks
THE HANDS OF TIME
CENTURY MEDIA RECORDS/SONY MUSIC

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