Paul McCartney – Erinnerungen sind Luxus für mich

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Der Song ›On My Way To Work‹ handelt vom normalen Leben der Menschen.
Ich bin unter absolut gewöhnlichen Verhältnissen aufgewachsen. Ich kenne das echte Leben. Es steckt noch immer der Liverpooler Arbeiterklasse-Junge in mir. Ich habe so viele, sehr berühmte und wichtige Leute in meinem Leben getroffen – von Bill Clinton über Maggie Thatcher bis hin zu Barack Obama. Aber keiner von denen ist besser als meine Liverpool-Familie. Niemand! Deshalb komme ich ja auch immer gerne in meine Heimatstadt zurück.

Wieso hat es überhaupt sechs Jahre gedauert, bis Sie uns eine neue Platte mit selbstgeschriebenem Material präsentieren?
Ich war einfach mit anderen Dingen beschäftigt! Als ich vor ein paar Jahren gefragt wurde, ob ich die Musik für ein Ballett in New York City komponieren möchte, habe ich sofort zugesagt. Aber so was braucht Zeit, das geht nicht über Nacht. OCEAN’S KINGDOM war dann erst 2011 fertig. Daraus wuchs wiederum die Idee, eine Platte mit Jazz-Standards aufzunehmen, Songs aus der Generation meines Vaters, mit denen ich aufgewachsen bin und viele schöne Erinnerungen verbinde. So entstand KISSES ON THE BOTTOM. Aber ich war in den letzten Jahren ja auch viel auf Tour. Irgendwann, als ich endlich mal zur Ruhe kam, sagte ich mir: Jetzt ist es an der Zeit für neue Songs.

Schreiben Sie immer noch jeden Tag?
Nein, nur wenn ich in der Stimmung bin.

Wann war das zuletzt der Fall?
Hm, das ist schon eine Weile her, ich kann mich nicht erinnern.

Für NEW haben Sie erstmals mit vier namhaften jungen Produzenten zusammengearbeitet, darunter Mark Ronson und Giles Martin, der Sohn von Beatles-Produzent Sir George Martin. Wie bringt man denen eigentlich bei, nicht zu viel Respekt vor McCartney zu haben?
Ich lasse einfach nicht raushängen, dass ich der Typ bin, der all das Zeug geschrieben hat!

Aber waren die Herren nicht trotzdem etwas eingeschüchtert?
Teilweise. So was kann zum Problem werden, wenn dein Gegenüber denkt: „Wie sag ich ihm nur, dass das totaler Mist ist?“ Aber ich sagte jedem von ihnen gleich zu Anfang: Wir sind gleich. Du sagst mir deine Meinung, ich sag dir meine. Und der besseren Idee folgen wir dann. Ich muss Produzenten, die mit mir zusammenarbeiten, ermutigen, völlig befreit zu sein und zu handeln. Denn das ist schließlich auch ihr Job!

Hatten Ihre Kollaborationspartner denn etwas Bestimmtes an Ihnen auszusetzen?
Sie machten sich Sorgen um meine Stimme! Sie wollten die Vocals immer perfekt aufnehmen. Aber das wollte ich nicht. Ich will es auch mal verhunzen. Das ist völlig okay! Ich glaube, man hört am Ergebnis, dass ich mich durchgesetzt habe. Meine Stimme wurde nicht glatt produziert.

Wie gut kannten Sie die vier jungen Herrschaften überhaupt?
Giles Martin kenne ich schon, seitdem er ein Kind war. Er hat viel von seinem großartigen Vater! Und Mark Ronson, der ja selbst so etwas wie ein Popstar ist, hat 2011 auf der Hochzeit von Nancy und mir Platten aufgelegt. Richtig klasse Zeug. Daher kannte ich ihn schon und wusste, dass er einen guten Musikgeschmack hat. Und weil er so eng mit Sean Lennon befreundet ist, hatte ich ihn auch vorher schon ein paar Mal flüchtig getroffen.

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