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Aretha Franklin: Soulikone mit 76 Jahren gestorben

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Aretha Franklin gestorbenAretha Franklin ist mit 76 Jahren ihrer Krebserkrankung erlegen. Sie gilt als eine der größten Sängerinnen des 20. Jahrhunderts und als Königin des Soul.

Aretha Franklin ist tot. Die Soul-Sängerin starb heute (16. August) im Kreis ihrer Familie in Detroit, das teilte ihre Medienvertreterin Gwendolyn Quinn mit. Seit 2010 war bekannt, dass Franklin an Bauchspeicheldrüsenkrebs litt.

Bekannt wurde die 1942 in Memphis geborene Franklin in den 60ern mit Hits wie Respect, Think und I Say A Little Prayer. Zu ihren bekanntesten Alben gehören I NEVER LOVED A MAN THE WAY I LOVE YOU, LADY SOUL oder ARETHA NOW.

Dank ihrer einzigartigen Stimme, zwischen Virtuosität und tiefer Emotionalität, gilt sie nicht wenigen als beste Sängerin aller Zeiten. 2009 sang Franklin bei der Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama.

Titelstory: Ghost – Mit eiserner Faust und Maske

Ghost Press - Der KardinalIst das nun auf kommerzielle Verwertbarkeit getrimmter Mummenschanz, klug inszenierte Unterhaltung oder gar große Kunst? An Ghost scheiden sich die Geister, doch ein offenes Gespräch mit dem Mann hinter der Maske könnte für deutlich mehr Klarheit sorgen. Weshalb wir in Berlin Tobias Forge trafen – und einen nachdenklichen, intelligenten Charakter kennenlernten, dem zynisches Kalkül eher fremd ist.

„Leute, Ghost bringen eine neue Platte raus. Wer schreibt die Story?“, hallt es durch die echten und virtuellen Flure der CLASSIC-ROCK-Redaktion. Von „Nee, diese Image-Suppe? Echt nicht!“ bis hin zu „Das ist ganz große Kunst!“ kommen allerlei Meinungen zurück geträllert und während man auf das Abebben der Reaktionswelle wartet, hebt Frau Autorin schon mal vorsichtig die Hand. Mit ihren elektrisierenden Konzerten, der Maskerade und den mächtigen Hooks befinden sich Ghost in der zeitgenössischen Musiklandschaft schließlich ganz weit vorne. Die werten Schreiber-Kollegen jedoch werden von dieser Band in zwei Lager gespalten: Eine Seite liebt sie abgöttisch, die andere Fraktion empfindet die Karnevalstruppe mit ihrem diabolischen Papstverschnitt an der Spitze als völlig überbewertet. Achja, selbigen gibt es übrigens nicht mehr. Der Charakter des Papa Emeritus wurde vier Tage vor Abgabe des Heftes ganz nebenbei und endgültig aus der Gemeinde ex­­kommuniziert. Der neue Chef nennt sich „The Cardinal“ und sieht ebenfalls etwas gruselig aus, wenn auch gewisse Ähnlichkeiten zu einem Pandabären nicht geleugnet werden können. Das Konzept von Ghost bleibt jedoch vorerst gleich, scheidet aufgrund seiner Pop-Affinität und des Hangs zum Spektakel weiterhin die Geister und sorgt für einen hitzigen Disput. Nicht nur bei CLASSIC ROCK, sondern innerhalb der gesamten Szene.

Diese Diskussion ist natürlich nicht neu: Seit ihren frühesten Anfängen ist sie gefangen in einem feinmaschigen Netz aus Ambivalenzen, unsere über alles geliebte Rockmusik. Zwei Seelen schlagen, ach, in ihrer Brust. Denn so sehr sie in ihren Grundfesten auch auf Authentizität pochen mag, so heimtückisch lauern doch Ausverkauf und seelenloses Entertainment hinter jeder Ecke. In Fan-Kreisen stellt der Themenkomplex rund um diese Pole einen echten Streitpunkt dar. Geisteswissenschaftlich be­­trachtet hingegen werden Rockmusik und Heavy Metal schon lange mit dem Etikett „Populäre Musik“, kurz Popmusik, versehen.

„Ihh, Popmusik“, werden sich jetzt die meisten mit einer überwältigenden Abneigung im Herzen denken. Fast automatisch weicht man zurück. Pop steht für Überproduktion. Pop klingt unecht. Pop ist das Todesurteil einer jeden Plattenkritik, der glattbügelnde Teufel höchstpersönlich. Offiziell zumindest. Denn selbst die größten Fundamentalisten gönnen sich dann und wann ein bisschen Tamtam. Anders kann man sich den Welterfolg von Künstlern wie Kiss, Alice Cooper oder auch knallharten Kerlen wie King Diamond nicht wirklich erklären: Geballte Theatralik, getaktete Inszenierungen sowie das professionelle Ausarbeiten von populären Konzepten stehen hier im Vordergrund und sind mindestens genau so wichtig wie die dazugehörige Musik. Am Ende wird jeder von uns zugeben müssen, dass er oder sie Stanley und Co. in voller Montur und mit ordentlich Make-Up auf dem Kolben erquickender findet als in der aufdringlichen „Unmasked“-Version. Man sollte sich an dieser Stelle wohl zu recht an die eigene Nase fassen und fragen: Was ist überhaupt authentisch? Wie dogmatisch muss Rock’n’Roll heutzutage sein? Und vor allem: Wollen wir am Ende des Tages nicht alle einfach nur ein bisschen unterhalten werden? Gerade in Zeiten, in denen eine boomende Retrowelle die Musikwelt überschwemmt und es sich vor allem die Nation Schweden zur Aufgabe ge­­macht hat, neben bösen Extreme-Metal-Acts einen interessanten – aber eben doch irgendwie uniformen – 70s-Rock-Klon nach dem nächsten zu reproduzieren, ist die Frage nach dem Verhältnis zwischen Mainstream und Underground, zwischen Rock und Pop, zwischen Authentizität und Show besonders in­­teressant. Schließlich fokussieren sich die meisten Retrogruppen ja gerade so verkniffen auf die erdigen 60er- und 70er-Jahre, weil sie diese Dekaden als ganz besonders authentisch und at­­traktiv empfinden.

Einen gänzlich anderen Ansatz als viele ihrer Landsmänner wählten Ghost, als sie 2008 hocherhobenen Hauptes in eben jenes Milieu hinein prozessierten. Mit ihren okkulten Live-Liturgien rüttelten sie vorerst die Untergrund-Szene rund um ihre Heimatstadt Linköping auf. Sofort war klar: Eine Ghost-Show ist mehr als ein einfaches Konzert. Eine Ghost-Show ist ein un­­terhaltsames Spektakel, die Zelebration einer pseudo-satanischen Kirche im Popart-Stil. Es dauerte nicht lange und der Begriff „Kult“ fiel immer öfter im Zusammenhang mit dem betörenden Höllenzirkus, der 2010 nach einem ersten Demo und der Single ›Elizabeth‹ sein Debüt namens OPUS EPONYMOUS veröffentlicht. Orgelklänge gepaart mit düsteren Riffs und sakralen Chorälen wie: „Siamo con clavi, siamo con dio, siamo con nostro dio scuro“ (was frei übersetzt: „Wir sind das Konklave, wir sind mit Gott, wir sind mit unserem dunklen Gott“ bedeutet. Anm. d. Red.), direkt gefolgt vom eingängigen Hit ›Ritual‹ eröffnen das Erstlingswerk und bescheren Ghost noch mehr Aufmerksamkeit, nicht nur in Metalkreisen. Die Gruppe avanciert langsam aber sicher vom Geheimtipp zum neuen Star der Szene.

Sollte sich jemand auch heute noch nichts unter der Band vorstellen können, so seien an dieser Stelle knapp ein paar ihrer prägnantesten Eckpunkte skizziert: Hier werden virtuos Anleihen von ABBA mit Metal verschmolzen, Blue Öyster Cult mit King Diamond, ein glasklares Stimmchen mit okkulter Symbolik und gruseliger Lyrik. Klingt komisch, gleichzeitig aber unfassbar stimmig. Wenn man unbedingt eine Genre-Bezeichnung für Ghost finden möchte, dann muss man wohl tief in die Trickkiste der Aneinanderreihungen greifen und ihre Musik als satanisch-süßen Bubblegum-Doom-Metal mit psychedelischen Tupfern betiteln. Oder irgendwie so. Maßgeblich zur Legendenbildung der Band trug die Praktik der anonymen Maskerade bei, salopp ge­­sagt: ordentlich Geheimniskrämerei. Seit Anbeginn war sich offiziell niemand ganz sicher, wer oder was sich da hinter dem diabolischen Schleier verbirgt. Ghost bestand bis dato aus dem als Anti-Papst auftretenden Frontmann Papa Emeritus und den unter gehörnten Affenmasken versteckten Musikern, den sogenannten „Nameless Ghouls“. Den Zyklen der Albumerscheinungen folgend wurde Papa Emeritus, geschmückt mit Totenkopfgesicht und geistlicher Robe, bei Live-Shows durch einen Nachfolger abgelöst, sodass man sich nach drei Wechseln bis vor kurzem beim steinalten Papa Emeritus Zero befand. Selbiger verkündete 2017 am Ende des letzten Konzerts in Göteborg den Anbruch des Mittelalters. Gemunkel war da natürlich programmiert, emsige Fans haben das Rätsel um die Namen hinter den Masken bereits vor Jahren entschlüsselt geglaubt, doch erst im Sommer letzten Jahres gab das Mastermind von Ghost während eines Radiointerviews offiziell seine Identität preis mit den Worten: „Mein Name ist Tobias Forge und ich bin der Mann hinter der Maske bei Ghost.“ Der Grund für die Enthüllung war eine Anzeige ehemaliger Bandkollegen, mit der sie ihren Chef aufgrund finanzieller Ungereimtheiten gemeinschaftlich vor Gericht zerrten. Seit diesem Vorfall ist klar: Tobias Forge steckt hinter den meisten Erscheinungen von Papa Emeritus I, Papa Emeritus II und Papa Emeritus III sowie vielen Interviews als Nameless Ghoul. In absehbarer Zukunft wird er vorerst „The Cardinal“ mimen. Tobias Forge ist der Erschaffer dieses unterhaltsamen und gleichzeitig überaus kultivierten Zinnobers. Er ist Gründer, Songwriter, und Meister der Band. Die anderen Musiker sind austauschbares Beiwerk. Egal, hinter welcher Verkleidung er sich gerade verbirgt: Tobias Forge ist Ghost. Und so will er dies auch kommuniziert wissen.

Video der Woche: AC/DC mit ›Flick Of The Switch‹

ACDC Flick Of the SwitchZum Jubiläum von FLICK OF THE SWITCH gibt es heute den Clip zum gleichnamigen Titeltrack zu sehen.

Am 15. August 1983 wurde FLICK OF THE SWITCH von AC/DC veröffentlicht. Die Platte war der Nachfolger des durchschlagkräftigen FOR THOSE ABOUT TO ROCK und des Megasellers BACK IN BLACK. Die Aufnahmen waren von bandinternen Spannungen geprägt, mittendrin wurde Phil Rudd gefeuert und durch Simon Wright ersetzt.

Das Album klingt auffallend trocken und roh, konnte aber bei weitem nicht an den Erfolg der vorherigen Scheiben anknüpfen. Mit dem ‚Video der Woche‘ feiern wir jedoch trotzdem das 35. Jubiläum von FLICK OF THE SWITCH und zeigen den unaufgeregten Clip mit klassischen Bandaufnahmen zum Titeltrack.

AC/DC mit ›Flick Of The Switch‹:

Reef: „Bon Scott war mein erster Held“

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Reef Press18 Jahre – eine verdammt lange Zeit. Die meisten Bands haben nicht mal eine so lange Karriere. Okay, die meisten haben sie auch nicht verdient. Reef hingegen haben einfach mal eine Pause von 18 Jahren zwischen ihrem letzten Studioalbum GETAWAY und dem nun vorliegenden REVELATION eingeschoben. Sänger Gary Stringer steht Rede und Antwort.

„Was ich so lange getan habe? Nun, ich habe mir ein Haus auf dem Land ge­­kauft und meine Kinder zur Schule gebracht. Aber, ich bin immer noch nachts um zwei Uhr aufgewacht und meine Ge­­danken kreisten um Melodien und Texte. Ich dachte, vielleicht lässt mich die Musik ja in Ruhe, aber das tat sie nicht. Also habe ich Jack (Bessant, Bassist des Quartetts aus Glastonbury) angerufen und wir haben einige Garagen-Me­tal-Kracher unter dem Banner Them Is Me aufgenommen. Dann haben wir zwei sanftere Akustik-Werke als StringerBessant eingespielt. Das erste, YARD, kam über Xtra Mile (Frank Turner, Beans On Toast) raus und war bis auf ein wenig Hammond-Orgel und ein paar Cellos komplett akustisch. Das zweite, THE SB BAND, und auch THEM IS ME wurde auf unserem eigenen Label Garston Records veröffentlicht, es bewegt sich mehr in der Tradition von Neil Young mit Band.“ (Ganz tolles Album! Anm. d. Verfassers)

2000 kam das letzte Album (GETAWAY, ihr viertes), 2002 begannen Reef mit Produzent George Drakoulias die Arbeit am fünften. „Nach sieben Songs war Weihnachten und wir legten eine Pause ein und flogen nach Hause. Unser Drummer Dom Greensmith offenbarte uns am Flughafen, dass er genug hatte und aussteigen würde. Wir hatten jedoch eine UK- und Japan-Tour gebucht und haben mit einem Schlagzeuger namens Nathan Curran die Gigs absolviert. Aber Ende des Sommers 2003 war uns allen klar, dass wir eine dringende Pause brauchten, denn ich wollte nicht, dass sich die Band wie ein Job anfühlt.“

Das Werk wurde nie vollendet, vier Tracks landeten aber auf dem Greatest-Hits-Album TOGETHER, ein paar weitere auf der dazugehörigen Single ›Give Me Your Love‹. Den Rest kann man als Album mit dem Titel LUCKY NUMBER FIVE als Teil des opulenten Boxsets 93/03, bestehend aus einer LP, neun CDs, einer DVD und einer (Demo)-Kassette, finden.

2010 standen Reef dann plötzlich wieder gemeinsam auf der Bühne. „Live Nation offerierte uns sechs Shows, deren Tickets sich ra­­send schnell verkauften. Für einige Jahre haben wir dann in den jeweiligen Sommern Festivals gespielt und schließlich eine Stand-alone-UK-Tour gebucht. Ich wollte aber mehr, wollte kreativ sein und neue Musik schreiben, das ist sehr wichtig für mich. Verstehe mich nicht falsch, ich liebe unsere alten Songs und wir spielen sie wahnsinnig gern live, dennoch muss ich neue Musik machen. Jack und Dom waren sofort dafür, aber Kenwyn (House, der Gitarrist von Reef bis 2014) wollte sein eigenes musikalisches Ding durchziehen. Also schlug er vor, dass wir einen neuen Mann einarbeiten und bot sogar seine Mithilfe bei der Suche an.“ Den letzten Song, den Reef mit Kenwyn aufnahmen, war ›Barking At Trees‹ zu einem Film namens „Winter“. „Wir haben dann mit sechs oder acht Gitarristen geprobt, aber nur mit Jesse Wood schrieben wir auch einen Song während der Audition. Sein Sound und sein Stil veränderte die Dynamik der Band, alles fühlte sich frei und frisch an. Wir machten uns auf die Suche nach einem neuen Management (ihr ehemaliger Manager Martin Gilks, Ex-Drummer von The Wonderstuff, starb im April 2006 in London an den Folgen eines Motorradunfalls), aber das Wichtigste war, dass wir anfingen neue Tracks zu schreiben. Ständig und ununterbrochen. Auf zwei weiteren UK-Tourneen und diversen Festivals testeten wir die neuen Nummern auf Herz und Seele und schauten, was gut bei den Fans ankommt. Uns war bewusst, dass wir ein großartiges Album machen mussten.“

Jesse Wood ist seines Zeichens Sprössling von Rolling-Stones-Gitarrero Ron Wood aus seiner ersten Ehe mit Krissy Findley. Und in dessen Heimstudio in Dublin entstand unter anderem REVELATION. Bath, Los Angeles, Nashville und London standen ebenfalls noch auf der Landkarte. Produziert hat wieder George Drakoulias, der schon beim erfolgreichsten Longplayer GLOW mit dem Überhit ›Place Your Hands‹ am Mischpult gesessen hatte. Drakoulias begann als A&R-Mann von Rick Rubin und zählt die Beastie Boys zu seinen Signings. Als Rubin dann Def Jam verließ und nach Los Angeles ging, folgte ihm Drakoulias und wurde Produzent. Unter anderem für die Black Crowes, Jayhawks, Primal Scream, Screaming Trees und Tom Petty & The Heartbreakers zeichnet er verantwortlich. „Wir haben die Songs mehr Tests unterzogen als in der Vergangenheit. Und da man heutzutage mit deutlich weniger Geld im Musik-Business auskommen muss, was einen Gott sei Dank zwingt, sich smarter zu verhalten, was Entscheidungen in personeller und Studio-Hinsicht an­­geht, konnten wir froh sein, dass sich viele Leute für unser neues Projekt interessierten. Darunter auch George. Er war sofort Feuer und Flamme und bereits 2015 haben wir ›How I Got Over‹ mit ihm aufgenommen – der Song wurde dann ein Nummer-1-Airplay-Hit bei Radio 2 in England. Ende 2016 und fast das ganze Jahr 2017 haben wir dann in mehreren Sessions das Album eingespielt.“ Mit EarMusic, dem Hamburger Label für Classic Rock schlechthin, ist ein neuer Vertragspartner mit im Boot. „Wir hatten alle Freiheiten der Welt und freuen uns über das starke neue Label. Wir taten exakt was wir wollten mit Hilfe von Drakoulias und unserem neuen Management-Team. Wir sind total stolz und zufrieden mit den Aufnahmen und ich denke, dass man das den zwölf Songs auch anhört.“

Der Opener und Titelsong REVELATION klingt wie AC/DC. „Bon Scott war mein erster Held. Ich fühle mich sehr geschmeichelt, also eine sehr passende Assoziation.“ ›My Sweet Love‹ ist als erste Single gedacht. „Wir hatten den Song schon fertig aufgenommen, als George eines Morgens meinte, dass er in dem Stück ein Duett hört. Deshalb schlug er Sheryl Crow vor. Sheryl nahm ihren Part in Nashville auf und wir haben über Skype zugeschaut. Big George D hatte wieder einmal recht, der Track verlangte nach einer zweiten weiblichen Stimme. Er war es auch, der die zwei Cover-Versionen, darunter ›Darling Be Home Soon‹ von The Lovin’ Spoonful, vorschlug.“
Auf einigen Songs von REVELATION, etwa ›How I Got Over‹, ›Don’t Go Changing Your Mind‹, ›Lone Rider‹, vor allem aber auf dem besten Albumtrack ›First Mistake‹, scheint sich Stringer einen etwas anderen Gesangsstil angeeignet zu haben. Weg von der Reibeisenstimme hin zur voll entwickelten melodischeren Stimmfarbe. „Das passierte ganz natürlich und nicht mit Ansage,“ erklärt der Shouter. Auch ein Verdienst Drakoulias’? „Ja, mit Sicherheit. Er war sehr wichtig für REVELATION. Als er einverstanden war erneut mit uns zu arbeiten, war uns sofort klar, dass wir eine reelle Chance hatten ein wirklich großes Al­­bum hinzubekommen. Ich liebe diesen Mann. Auf der professionellen Seite steht sein musikalisches Talent in Verbindung mit seiner atemberaubenden Aufnahmetechnik, aber was noch wichtiger ist – auf der persönlichen Ebene ist er ein ganz toller Mensch. Ich liebe es immer noch zu schwitzen und Leute zum tanzen und lachen zu bringen. Leute irgendwie dazu zu bringen, sich zu bewegen. Ich liebe es neue Musik zu schreiben und sie mit meinen Freunden in der Band aufzunehmen. Sicher hat sich das Business-Modell über die Jahre verändert, aber ich konzentriere mich lieber aufs Singen als auf sowas.“

AC/DC: Weltrekordversuch – 457 Gitarristen spielen ›Highway To Hell‹

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ACDC WeltrekordversuchHunderte von Gitarristen versuchten kürzlich in Sydney, einen Weltrekord zu brechen.

Letztes Wochenende fand das alljährliche Gitarrenfestival in Sydyney statt. Das Besondere an der letzten Veranstaltung: Insgesamt über 450 Gitarristen stimmten gemeinsam den Megahit ›Highway To Hell‹ von AC/DC an.

Der aktuelle Weltrekord für das größte Gitarristen-Ensemble liegt aktuell noch in Indien, wo 2013 insgesamt 368 Musiker gemeinsam ›Knockin‘ On Heavens Door‹ spielten.

Noch hat Guiness Weltrekorde das Spektakel nicht offiziell bestätigt bzw. aufgenommen, alle Beteiligten gehen aber stark davon aus, den Weltrekord geknackt zu haben.

457 Gitarristen spielen ›Highway To Hell‹ live:

David Crosby im Interview: Ein glücklicher Kerl

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david crosby 2017Mit Mitte 70 ist der Folkrock-Pionier so produktiv wie selten zuvor, SKY TRAILS ist sein drittes Soloalbum in vier Jahren. Im Gespräch erklärt David Crosby, warum dem so ist. Dazu nennt er Donald Trump ein „Arschloch“, schwärmt von den Vorzügen der Teamarbeit und erklärt, warum sich das Ende von Crosby, Stills & Nash anfühlte, „wie frische Luft zu atmen“.

Viele der Songs auf deinem neuen Album SKY TRAILS hast du mit deinem Sohn ­Ja­­mes Raymond aufgenommen. Wie kann man sich die Zusammenarbeit vorstellen?
Wir schreiben zusammen an Texten und Mu­­sik. Und wir arbeiten auf die unterschiedlichste Art und Weise, wie es eben möglich ist. Manchmal sind wir im selben Raum, manchmal tauschen wir uns über das Internet aus. Er ist ein wundervoller Songwriter und ein exzellenter Produzent. Und er wird immer besser.

Gibt es Sachen, in denen er dir vielleicht sogar voraus ist?
Ja klar. Sein Instrument ist das Keyboard und er ist ein viel besserer Musiker als ich. Ich bin gut, er ist besser.

Teamarbeit war schon immer Teil deiner Kar­­riere, ob mit den Byrds, mit Crosby Stills & Nash (& Young) oder jetzt mit deinem Sohn. Was ist besser daran, mit anderen zusammen Musik zu machen als alleine?
Stell dir vor, du bist ein Maler und hast eine Palette an Farben zur Auswahl, vielleicht sieben oder acht. Wenn du gemeinsam mit jemand anderem arbeitest, sind es auf einmal 15 oder 16 Farben. Denn der andere denkt immer an etwas, an das du nicht ge­­dacht hättest, das erweitert die Möglichkeiten. Am meisten schreibe ich mit meinem Sohn, außerdem mache ich viel mit Michael League von Snarky Puppy, das LIGHTHOUSE-Album ist zusammen mit ihm entstanden. Auf dem Titellied der neuen Platte ist Songwriterin Becca Stevens zu hören, bei einem anderen Stück war Michael McDonald involviert, eines habe ich mit meiner Bassistin Mai Agan geschrieben. Also ja: Ich arbeite gern mit anderen, aber es ist mir sehr wichtig, mit wem.

Wie steht es mit deinen alten Bandkollegen Stephen Stills, Graham Nash und Neil Young. Seht ihr euch noch manchmal?
Wir haben heute nicht wirklich eine Beziehung zueinander.

Du könntest dir also nicht vorstellen, wieder etwas mit ihnen gemeinsam zu machen, vielleicht in eine politische Richtung zu gehen wie bei der „Freedom Of Speech“-Tour von CSNY vor gut zehn Jahren?
Doch, könnte ich. Man soll niemals nie sagen. Aber es hängt von Neil Young ab.

Meinst du, er wäre dabei?
Ich weiß es nicht, ich bin nicht er.

Der politischste Song auf SKY TRAILS ist ›Capitol‹. Darin heißt es etwa: „For the po­­wer they came/For the power they stay“. Du scheinst kein Fan der aktuell regierenden US-Politiker zu sein.
Es ist furchtbar. Unser Kongress ist grauenvoll, weder repräsentiert er die Leute, die ihn ge­­wählt haben, noch macht er seinen Job. Die Zustimmungsraten sind so niedrig wie nie zu­­vor. Und um alles noch schlimmer zu machen, haben wir einen verrückten, schwachsinnigen Kerl als Präsidenten. Er ist ein Kleinkind, ein rachsüchtiges, gemeines, rassistisches und sexistisches Kleinkind. Es war so unverschämt, als er Angela Merkel getroffen hat und ihr nicht einmal die Hand geben wollte. Er ist eine peinliche Person, er ist ein Arschloch.

Welche Hoffnung gibt es für die Zukunft?
Trump wird sich nicht ändern, keine Chance, dass er je erwachsen wird. Aber ich denke, wenn wir hart arbeiten, können wir das meiste von dem wiedergutmachen, was er anstellt.

Glaubst du, er wird lange Präsident bleiben?
Das weiß ich nicht. Er hofft es sicher, aber wir anderen versuchen alles, ihn da wieder wegzubringen.

Die Musikwelt steht fast geschlossen gegen Trump. Welchen Einfluss kann Musik heute auf Gesellschaft und Politik haben? Kann sie irgendetwas verändern?
Ja, sie ist gut darin, Ideen zu übermitteln, das macht sie zu einer sehr einflussreichen Kraft. Was ich hoffe, ist, dass wir wieder Songs wie ›Ohio‹ schaffen und die Leute so dazu inspirieren können, Widerstand zu leisten und unser Land anständiger zu machen.

Aerosmith: Dauer-Engagement in Las Vegas angepeilt

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aerosmithAerosmith als Hausband in einem kleinen Club? Könnte 2019 vielleicht Wirklichkeit werden…

Scheinbar planen Aerosmith nächstes Jahr zu ihrem großen Jubiläum ein längeres Engagement in einer Location in Las Vegas.

Das zumindest merkte Joe Perry gegenüber dem Las Vegas Review Journal an: „Wir werden nächstes Jahr im Frühjahr ein Engagement in Vegas anfangen. Wir wollen etwas abliefern, was wir so bisher noch nicht gesehen haben – die Größe unserer Liveshow runterschrauben und in einem kleineren Club spielen. Wir wollen etwas anderes machen und sind gerade mitten im Produktionsprozess. Wir sprechen von einer Erfahrung, die man so auf einer regulären Aerosmith Tour nicht erleben könnte.“

Aerosmith zum 50 jährigen Bandbestehen in einem kleinen Club erleben? Das wäre doch was…

Monster Truck: Neue Single ›Thundertruck‹

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Monster Truck EvolutionMonster Truck legen gleich mal eine zweite Single vom neuen Album TRUE ROCKERS nach…

Bald erscheint das dritte Studioalbum von Monster Truck. Dessen Titel lautet TRUE ROCKERS und zeigt gleich mal klar, wo der Hammer der Kanadier hängt.

Nachdem die Truppe mit ihrer ersten Single ›Evolution‹ erstmals eher radiotauglichere Gefilde erkundet hat, meldet sie sich mit der zweiten Auskopplung ›Thundertruck‹ jetzt wieder unmissverständlich und gewohnt geradlinig zurück.

Hier ›Thundertruck‹ hören: