0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 25

David Gilmour: Neue Single ›Dark And Velvet Nights‹ inkl. Video

0

Hört hier die brandneue Single ›Dark And Velvet Nights‹ von David Gilmour und seiner Frau Polly Samson.

Am 6. September erscheint das neue Soloalbum LUCK AND STRANGE von David Gilmour. Es ist die erste Soloplatte des Pink-Floyd-Mannes in neun Jahren. Fünf Monate arbeitete Gilmour in Brighton und London an der LP, die von David und Charlie Andrew produziert wurde. Heute gibt es die neue Single ›Dark And Velvet Nights‹ zu hören, inklusive Musikvideo.

›Dark And Velvet Nights‹ wurde von David Gilmour und seiner Ehefrau Polly Samson geschrieben. Die Lyrics stammen von einem Gedicht aus Pollys Feder. David Gilmour erzählt, wie der Song entstand: „Er tauchte eines Tages aus dem Nichts auf. Polly hatte anlässlich unseres Hochzeitstags ein wunderschönes Gedicht geschrieben, das neben mir auf dem Schreibtisch lag. Um auszuprobieren, wie sich der Track mit Text anhören würde, sang ich die Zeilen von Pollys Gedicht dazu. Als ich ihr das Ergebnis präsentierte, sagte sie, ‚Klingt toll, aber ich muss noch ein bisschen daran feilen‘. Sie ergänzte noch ein paar Verse und fertig war der Song – eine wahre Fügung des Schicksals!“

Am Kiosk und versandkostenfrei online bestellbar: Unser Pink Floyd-Sonderheft, das sich auf 116 mit der Historie der Band beschäftigt. Wir beleuchten jedes Album! Jetzt hier bestellen: PINK FLOYD SONDERHEFT

Ozzy Osbourne: Frühere Lyric-Sessions laut Bob Daisley „schlimmer als bei Spinal Tap“

Als Bob Daisley mitbekam, wie Ozzy Osbourne und Gitarrist Randy Rhoads Texte schreiben wollten, war er nicht begeistert.

In einem Gespräch mit dem Youtuber Johnny Beane erzählt Bassist Bob Daisley von seinen Erfahrungen in Ozzy Osbournes Soloband in den 80er Jahren. Während einer Songwriting-Session wurde Daisley Zeuge von den Schwierigkeiten, die sowohl Ozzy als auch Randy Rhoads beim Schreiben hatten.

Besonders im Gedächtnis geblieben sind ihm dabei die Sessions für das Debüt BLIZZARD OF OZZ, die sie zu dritt im Proberaum abhielten. „Ich dachte mir nur: Oh Gott, das ist schrecklich“, erklärt Daisley im Interview. „Es war wie bei Spinal Tap, nur schlimmer. Also sagte ich mir: Ich muss mir wohl den Texter-Hut aufsetzen.“ Und so hat Bob Daisley auf jedem Song von BLIZZARD OF OZZ einen Cowriting-Credit, außer auf Rhoads Gitarreninstrumental ›Dee‹.

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK Magazine #132

DIE NEUE AUSGABE DES CLASSIC ROCK MAGAZINE. JETZT HIER VERSANDKOSTENFREI BESTELLEN: CLASSIC ROCK #132

Titelstory: Insider von Kiss, Aerosmith und Status Quo über das Erfolgsgeheimnis von AC/DC

Groß, größer, AC/DC! Seit mehr als einem halben Jahrhundert zimmern die Australier ihre Riffs in die Stadien der Welt. Der Tod von Malcolm Young war ein harter Einschnitt, genau wie damals bei Bon Scott – und doch: Solange der kleine Mann mit der Schuluniform sich samt Gitarre im Konfettiregen auf der Bühne wälzt und eins seiner berauschenden Solos abfeuert, bleiben die Starkstrom-Rock’n’Roller eine Konstante im Leben von Millionen Fans. In unserer Titelstory schauen wir mit den Bewunderern Francis Rossi, Gene Simmons und Joe Perry auf die ruhmreiche Vergangenheit zurück – und richten mit Konzertberichten aus Gelsenkirchen und München alle Scheinwerfer auf die Gegenwart von Angus Young und Co.

Thin Lizzy: Helden der westlichen Welt

Auf VAGABONDS OF THE WESTERN WORLD, dem dritten Album von Thin Lizzy, „hört man erst richtig Phil, den Dichter“, sagt Schlagzeuger Brian Downey. Nach dieser Platte waren die „boys“ definitiv „in town“

Allman Brothers Band: Live und Legendär

1971 wurde eine Band aus unbekannten Südstaaten- Rockern berühmt – und verlor ihren Anführer. Dies ist die Geschichte von AT FILLMORE EAST, dem Meilenstein der Allman Brothers Band und Duane Allmans letztem und grandiosestem Statement.

Heart: Ann und Nancy Wilson im CLASSIC ROCK Interview

Die lange, ereignisreiche Karriere der Schwestern, die den Kern von Heart bilden, ist eine 50 Jahre umspannende Rock‘n‘Roll Achterbahnfahrt, die sie in schwindelerregende Höhen und niederschmetternde Tiefen führte. Im Lauf dieser epischen Saga machten sie grandiose Musik. Und die Reise ist längst nicht zu Ende.

The Sweet: Das finale Grande Finale?

Unter dem Banner „The Final Round“ spielen The Sweet in diesem Jahr auch einige Shows in Deutschland. Gitarrist Andy Scott aka „the last man standing“ erklärt, was es mit dem Titel dieser Tournee auf sich hat und blickt zurück und in die Zukunft.

DIE NEUE AUSGABE DES CLASSIC ROCK MAGAZINE. JETZT HIER VERSANDKOSTENFREI BESTELLEN: CLASSIC ROCK #132

Außerdem in dieser Ausgabe: Toto, REO Speedwagon, Suzi Quatro, Dio, Epitaph, Gene Simmons von Kiss, Albert Castigila, Axxis, Powerwolf und viele mehr!

Wie immer mit Heft-CD mit Songs von Bonsai Kitten, Razzmattazz, Elles Bailey, Torus, Parzival und mehr!

Aerosmith: Nicht mehr aktuelles Interview in unserem neuen Heft

0

Vor zwei Wochen ging unser neues Heft mit Joe-Perry-Interview in den Druck, vor einer Woche erklärten Aerosmith ihren Rücktritt.

Am 9. August erscheint die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK mit großer AC/DC-Titelstory. In diesem Heft findet ihr auch unser jüngstes Interview mit Joe Perry von Aerosmith. Noch vor wenigen Wochen erklärte Perry im Gespräch mit unserem britischen Kollegen Mick Wall, dass sein Kollege Steven Tyler derzeit „gut in Form“ sei. Dies war der letzte Stand, als unser Heft vor gut zwei Wochen in den Druck ging und ist deshalb auch in der morgen erscheinenden, neuen Ausgabe so zu lesen.

Vor einer Woche, am Abend des 02.08., verkündeten Aerosmith dann auf Social Media ihren Rückzug aus dem Tourgeschäft, weil Steven Tylers Stimmbänder irreparabel geschädigt sind und er unter diesen Umständen die geplanten Abschiedskonzerte nicht spielen kann. Bitte verzeiht uns die nicht mehr aktuellen Informationen in diesem Interview im neuen Heft, aufgrund der zweiwöchigen Druckphase ist es uns nicht immer möglich, tagesaktuelle Themen rechtzeitig einzuarbeiten.

Liebe Grüße und trotzdem viel Spaß mit unserem neuen Heft,

euer Team von CLASSIC ROCK

Tenacious D: Machen doch weiter…

0

… zumindest irgendwann. Das erklärte Bandchef Jack Black in einem neuen Interview, in dem es über die Zukunft von Tenacious D ging.

Letzten Monaten erklärte Jack Black, dass Tenacious D vorerst auf Eis lägen. Grund hierfür war ein Kommentar, den sein Kollege Kyle Gass im Bezug auf das Attentat auf Donald Trump auf der Bühne in Australien fallen ließ. Der spontante Kommentar überschritt vielen Meinungen zufolge eine Schmerzgrenze. Der australische Senator Ralph Babet beispielsweise forderte, Tenacious D umgehend des Landes zu verweisen.

Nach dem Konzert erklärte Jack Black in einem Statement auf Social Media: „Nach reiflicher Überlegung halte ich es nicht mehr für angemessen, die Tenacious D-Tour fortzusetzen, und alle zukünftigen kreativen Pläne liegen auf Eis.“ In einem neuen Interview mit der Variety jedoch scheint der Musiker, Schauspieler und Komiker seine Meinung geändert zu haben.

„Wir müssen eine Pause einlegen. Jeder braucht mal eine Pause. Und wir kommen wieder.„, erklärte er dort. Und auf seine Beziehung zu Kyle Gass angesprochen, meinte er: „Ja, wir sind immer noch Freunde. Das hat sich nicht geändert. Solche Dinge brauchen manchmal Zeit… Und wir kommen zurück, wenn es sich richtig anfühlt.“

Bruce Dickinson: Der Sänger im CLASSIC ROCK Interview

0

Ein „vorlauter kleiner Mistkerl“, der von einem Internat flog, wurde zum Anführer der erfolgreichsten Heavy-Metal-Band des Vereinigten Königreichs, trat als Fechter für sein Land an, erwarb eine kommerzielle Pilotenlizenz, veröffentlichte Soloalben, schrieb Romane und Drehbücher und machte noch vieles mehr. Ein erfülltes Leben? Offenbar nicht …

Bruce Dickinson hat ein Didgeridoo. Er besitzt das indigene australische Blasinstrument seit Jahren, hat es aber noch nicht gemeistert. „Ich bin ein paarmal ohnmächtig geworden, als ich versucht habe, das Kreislaufatmen zu machen“, gibt er zu. „Ich komme bis zum halbkreisförmigen Atmen und dann ist alles vorbei.“ Dickinson hofft, bald in Australien einige Tipps zu erhalten. Sein Psychologenfreund Kevin hat außerdem einen Deal ausgehandelt, der es ihnen ermöglicht, an einer Zeremonie teilzunehmen, zu der Nicht-Aborigines normalerweise keinen Zutritt haben. „Ich freue mich darauf, mehr von der Kultur zu erleben“, sagt er beiläufig.

Der ewig neugierige Dickinson ist gut gelaunt. Am 1. März veröffentlicht er ein neues Soloalbum, THE MANDRAKE PROJECT (das ihn mit seinem langjährigen Mitstreiter, Gitarrist/Produzent Roy Z, wiedervereint), begleitet von einer Tour und einer gleichnamigen Comicbuch-Serie. Man hört Dickinson im Iron-Maiden-Hauptquartier in West-London ankommen, bevor man ihn sieht. Diese vertraute Stimme tönt von hinter dem Pappkameraden des „Samurai Eddie“ hervor, der den Eingang bewacht, und dann erscheint ein kleiner Koloss in schwarzen Stiefeln mit einem eisen- grauen Zopf im Blickfeld. Seit Ende 1981 ist Dickinson das Gesicht von Iron Maiden, abgesehen von einigen Jahren für Soloprojekte und Selbstfindung. Dazwischen hat er Romane, Drehbücher und eine Autobiografie geschrieben, Radiosendungen moderiert, für sein Land gefochten, einen Verkehrspilotenschein erworben und bei der Erfindung eines Flaschenbiers geholfen. Nur die Wikinger sollte man besser nicht erwähnen. Mehr dazu später …

THE MANDRAKE PROJECT ist dein erstes Soloalbum seit 2005. Was hat dich abgehalten, abgesehen von Iron Maiden?
Es war seit 2014 in Arbeit. Dann wurde bei mir Kehlkopfkrebs diagnostiziert, dann kam fucking Covid, also gab es zwei Jahre, in denen ich nicht in die USA reisen konnte. Als ich mich dann endlich wieder mit Roy Z traf, hatte sich bereits alles weiterentwickelt.

Ist es also ein Pandemieprojekt?
Nicht wirklich. Ich hatte die Idee schon vor Covid, aber dann legte ich sie auf Eis, weil ich krank wurde und mit Maiden beschäftigt war. Doch während des Lockdowns saß ich da und dachte: „Was zum Teufel mache ich jetzt? Kochen lernen?“ Okay, aber es gibt nur so viele Leute, die ich vergiften kann: mich und [seine neue Frau] Leana. Also begann ich, eine Vorlage für eine Art „Vier Motorradfahrer der Apokalypse“-Geschichte zu schreiben, in der Eddie vorkam. Während des Prozesses lernte ich den Drehbuchautor Kurt Sutter kennen, der [das Biker-Drama] „Sons Of Anarchy“ und [die Polizeiserie] „The Shield“ geschrieben hat. Ich erzählte ihm von dieser anderen verrückten Idee für ein Drehbuch und er mochte sie.

Das ist sehr namhafte Unterstützung.
Ja, allerdings! Aber Kurt schlug vor, dass sich das Ganze statt für ein Drehbuch mehr für eine großartige Zeichentrick- oder Comicbuch-Serie eignen würde. Er empfahl, mit Z2 Comics zu sprechen, die mich mit einem Autor namens Tony Lee in Kontakt brachten, der „Dracula AD“ und „Doctor Who“ gemacht hat. Der schlug wiederum einen sehr angesehenen Cover-Künstler vor, Bill Sienkiewicz [„Marvel’s New Mutants“]. Also haben wir jetzt diese Serie im Stil von „Watchmen“, die in drei Bänden erscheinen wird.

Ist der Comic die Geschichte der Platte?
Nein. (lacht) Er ist damit verbunden, aber das Album hat ein eigenständiges Leben unabhängig vom Comic, und der Comic hat ein eigenständiges Leben unabhängig vom Album. Als ich mich wieder mit Roy Z zusammentat, haben wir [die erste Single] ›Afterglow Of Ragnarok‹ geschrieben. Ich dachte: „Mir gefällt der Titel, der Refrain, es ist alles gut, aber es hat überhaupt nichts mit dem Comic zu tun.“ Doch dann dachte ich, egal, denn die Platte ist kein Konzeptwerk. Das schränkt ein und man zwingt sich, Dinge einzufügen, nur damit sie ins Konzept passen.

War Ragnarök in der nordischen Mythologie nicht ein katastrophales Ereignis, das Tod und Pest über das Land brachte und alle Götter usw. tötete?
Ja, aber das Lied hat überhaupt nichts mit der nordischen Mythologie zu tun. Ich wusste, dass das ein Problem sein würde, denn sobald man „Ragnarök“ sagt, denken die Leute an Wikinger. Mir war sofort klar, dass das unglückliche Konnotationen hat, denn ich wollte nirgendwo in der Cover-Gestaltung von dem Ding einen fucking spitz zulaufenden Wikingerhelm tragen!

Worum geht es bei der Geschichte von THE MANDRAKE PROJECT?
Es zielt darauf ab, die menschliche Seele zu erfassen und Menschen von den Toten zurückzuholen. Die beiden Protagonisten sind Doctor Necropolis und Professor Lazarus. Sie sind wie eine moderne Version von [den Mördern aus dem 19. Jahrhundert] Burke und Hare und versuchen beide aus verschiedenen Gründen, die Toten zum Leben zu erwecken. Necropolis ist ein Waisenkind und ein digitales Genie, geplagt von der Stimme seines Bruders, der bei der Geburt starb. Er ist zudem besessen von [dem Okkultisten] Aleister Crowley und Sexmagie und will seinen Bruder aus der Unterwelt zurückholen. Professor Lazarus hingegen hat das Geheimnis des Mandrake-Projekts von seinem Vater erhalten und möchte ihn zurückbringen, wenn er stirbt. Am Ende wird klar, dass das Projekt den Tod besiegt hat, was eine Vielzahl von philosophischen Fragen aufwirft. Im Herzen des Comics steht die Frage: Ist das Universum wissenschaftlich oder poetisch?

Was meilenweit von ›Bring Your Daughter To The Slaughter‹ entfernt ist …
Ha! Dieser Song war sehr ironisch gedacht. Dann sagte Steve [Harris]: „Oh, das gefällt mir. Kann ich das haben?“ Ich antwortete: „Ähm, okay.“ Es ist echt eingängig, ich war mir aber nicht sicher, dass es ein Hit wird.

Du hast Iron Maidens ›If Eternity Should Fail‹ auf dem neuen Album als ›Eternity Has Failed‹ neu bearbeitet. Wenn du eine Songidee hast, weißt du dann, ob sie für Maiden oder ein Soloprojekt bestimmt ist?
Ich werfe alles in Steves Richtung. So funktioniert das. Dann dreht er sich um und sagt: „Ja, ja, ja, nein, nein, nein …“ Aber heutzutage schreiben wir tendenziell mehr im Studio, also denke ich mir gezielt Sachen für Maiden aus. Ich schreibe viel mit Adrian [Smith] zusammen. Steve nimmt vielleicht ein paar Ideen von Janick [Gers] und dann verschwindet er für zwei bis drei Wochen in sein kleines Erdloch. Dann taucht er plötzlich auf und sagt (imitiert Harris’ Stimme): „Ich glaube, ich hab einen.“ So haben wir das für SENJUTSU [2021] gemacht, ein fantastisches Maiden-Werk.

Bei Maiden musst du dich an Steves Texte und Riffs anpassen. THE MANDRAKE PROJEKT klingt, als wäre es für deine Stimme geschrieben worden.
Ja, das stimmt. Aber ich bin auch stolz darauf, zu Steves Riffs singen zu können. Das können nicht viele. Ich habe aber nie verstanden, warum er so verdammt schwierige Texte schreibt. Dann haben wir eines Tages geplaudert und es kam raus, dass die Worte dem Bass und dem Schlagzeug folgen. Ich versuchte schon früh, ihm zu erklären: „Sieh mal, Steve, ich werde meine vorderen Zähne verlieren, wenn ich das singen muss.“ Aber er ist im Lauf der Jahre Kompromisse eingegangen. Ich hätte davor nie gedacht, dass ich ›Alexander The Great‹ [von SOMEWHERE IN TIME, 1986] singen könnte, aber es hat dann doch gut geklappt.

Wer war der erste Sänger, der dich inspiriert hat?
Hundertprozentig Ian Gillan auf IN ROCK von Deep Purple. Ich kaufte ein Exemplar aus dritter Hand, das total verkratzt war, und kannte jede Note und jeden Kratzer darauf. Danach ging ich direkt zu [Purples] MADE IN JAPAN über, das eine der besten Liveaufnahmen überhaupt ist. Dann gab es da noch das erste Black-Sabbath-Werk. Auf Led Zeppelin bin ich erst später gekommen, nach ZEPPELIN II. Steve war ein großer Genesis-Fan, anders als ich. Van der Graaf Generator gefielen mir besser.

Man kann Parallelen zwischen deiner Stimme und Peter Hammill von Van der Graaf hören, aber ihre Musik ist fast verstörender Hardcore-Prog-Rock. Du musst bei deinen Freunden beliebt gewesen sein.
Absolut. (lacht) „Lasst mich nur diese Platte auflegen und den Raum leeren!“ Oder ich spielte sie einer potenziellen Freundin vor und fragte mich dann, warum sie sich aus dem Fenster gestürzt hat. Aber ich habe Van der Graafs H TO HE, WHO AM THE ONLY ONE und PAWN HEARTS rauf und runter gespielt, zusammen mit Purple und Sabbath. Eine ägyptische Mumienmaske, eine alte Fliegermütze, die Uniform eines Soldaten von der „Attacke der Leichten Brigade“ …

Woher kam der theatralische Bruce?
Nach Deep Purple bin ich auf Jethro Tull gestoßen und mochte Ian Andersons Texte und Präsentation. Das steckt also auch drin. Aber eigentlich war es Arthur Brown [berühmt für den Hit Fire‹ und seinen brennenden Kopfschmuck]. Arthur ist absolut verantwortlich für dieses opernhafte Ding, und er war ein echter Showman. Deshalb habe ich ihn als Erzähler auf [Dickinsons fünfter Soloplatte] THE CHEMICAL WEDDING engagiert. Ich war ein Riesenfan von Arthur.

Beim Lesen deiner Memoiren scheint es, als wäre das Internat eine gute Lehrzeit für das Banddasein gewesen.
Wenn man die Privatschule Oundle aushält, übersteht man auch das Leben bei Iron Maiden. Schwer zu sagen, ob einem das Internatsleben hilft, mit Menschen zurechtzukommen. Menschen auf Internaten sind nicht … wie soll man das ausdrücken … normal.

Jetzt die ganze Geschichte von Iron Maiden in unserem Sonderheft auf 148 Seiten lesen. Hier versandkostenfrei bestellen: IRON MAIDEN SONDERHEFT

Betrachtest du dich selbst also als unnormal?
Möglicherweise. Aber ich war 13, als ich nach Oundle ging. Viele der Kinder lebten schon dort, seit sie fünf oder sechs Jahre alt waren, also waren sie komplett institutionalisiert. 13 ist ein wichtiges Alter, aber ich hatte keinen Schimmer, wie die Dinge an dieser Schule liefen. Natürlich wurde ich ständig verprügelt, weil ich mich geweigert habe nachzugeben, denn ich war ein vorlauter kleiner Mistkerl.

Was passierte dann?
Letztendlich flog ich von der Schule [nachdem er vor einem formellen Abendessen in die Bohnen des Schulleiters uriniert hatte], wahrscheinlich das Beste, was mir je passiert ist. Dann ging ich auf eine „normale“ Schule in Sheffield. Ich dachte, diese Leute sind in Ordnung, da wartete niemand nachts darauf, mich in den Gängen zu vermöbeln. Das Problem bestand nur darin, dass es noch sechs Monate bis zu meinem Abitur waren, und ich tat überhaupt nichts dafür.

Was hast du stattdessen gemacht?
Ich hatte an der Oundle nach einem anderen Lehrplan gelernt, also sagten mir die Lehrer, es hätte keinen Sinn für mich, zum Unterricht zu kommen, ich solle einfach in der Bibliothek sitzen. Da saß ich dann also und schrieb Texte für [seine zukünftige Band] Samson. Lustigerweise fand ich ein Buch über die nordische Mythologie und nahm direkt fünf Zeilen daraus für das Samson-Lied ›Hammerhead‹. Mit drei Fünfern schaffte ich es gerade noch an die Universität, weil ich ein bedingungsloses Angebot hatte.

Was hättest du gemacht, wenn du kein Rocksänger geworden wärst?
Ich war vier Jahre lang bei den Armee-Kadetten, und das nahm ich total ernst. Aber ich glaube, die Army hatte Glück, dass ich nicht eingetreten bin. Ich habe nie an die Royal Air Force gedacht [obwohl Dickinson heute eine Pilotenlizenz hat und ehrenhalber zum „Group Captain“ der Air Force ernannt wurde], weil ich schlecht in Mathe war und glaubte, nie reinkommen zu können. Doch an der Queen Mary University [in London] wollte ich dann nur noch Sänger in einer Band sein. (Aus CLASSIC ROCK 127)

Das Interview in voller Länge lest ihr in CLASSIC ROCK #127. Jetzt hier versandkostenfrei online bestellen: CLASSIC ROCK #127

Kerry King: Der Gitarrist im CLASSIC ROCK Interview

0

Der Slayer-Gitarrist über seine ehemalige Band, seine neue Band, sein neues Soloalbum, das Scheitern der Menschheit und den Druck einer Solokarriere.

Kerry King stieg sofort wieder aufs Pferd, nachdem seine Band – die Thrash-Metal-Urgewalt-Slayer – 2019 aufhörte. „Ich hatte ein paar Monate frei und das hat mir dann auch gereicht“, erklärt der Gitarrist. „Ich habe eine lange Karriere hinter mir, ich bin dem Ende inzwischen näher als dem Anfang, deswegen sehe ich verschwendete Zeit als verlorene Zeit.“ Die Früchte seiner jüngsten Arbeit tragen den Namen FROM HELL I RISE – ein Solodebüt, das Slayer-Fans nicht enttäuschen wird. Die unerwartete Reunion der Band wird heute nicht besprochen. Ein Presseagent wohnt unserer Unterhaltung bei, um sicherzugehen, dass dieses Thema ausgespart wird. King hat trotzdem viel über Religion, Politik und seinen ehemaligen Bandkollegen Jeff Hanneman zu sagen

Verbirgt sich hinter deinem Soloalbum ein großer Plan oder hört man einfach, was herauskommt, wenn du eine Gitarre anfasst?

In neun von zehn Fällen erreichst du nicht das, was du wolltest, wenn du mit einer Agenda an die Sache rangehst. Deswegen setze ich mich einfach mit einer Gitarre hin und nehme mit einem Handy auf.

Man hört sofort, dass dies das Album des Slayer-Gitarristen ist. Warst du versucht, aus dieser Komfortzone herauszugehen und, sagen wir, eine Prog-Metal-Platte zu machen oder Richtung LOAD/RELOAD abzubiegen?

Nein. Ich bin ein Metal-Fan und habe zudem das Glück, meinen eigenen Metal zu schreiben. Und zufälligerweise ergibt es sich, dass ich ganz gut darin bin. Um etwas auszuprobieren, hätte es keinen besseren Zeitpunkt gegeben, aber ich verspürte überhaupt kein Verlangen danach.

Hast du von Menschen gehört, die du seit Jahren schon nicht mehr getroffen hast, die meinten: „Hey, ich hab gehört, dass es freie Stellen in deiner Band gibt…“

Überraschenderweise nur sehr wenige. Ich denke, den Leuten war klar, dass ich ab Tag eins einen Masterplan hatte. Was auch wirklich so war, obwohl dieser Plan nicht in Stein gemeißelt war. Ich dachte, es würde Angebote [von anderen Bands] geben, doch dieses Telefon klingelte nicht, also arbeitete ich an meinem Zeug.

Du hättest dir so gut wie jeden modernen Metal-Sänger aussuchen können. Warum hast du dich für Mark Osegueda von Death Angel entschieden?

Wir sind seit Jahrzehnten miteinander befreundet, vor allem in den letzten fünf oder sechs Jahren ist unsere Beziehung enger geworden. Er war der einzige, den wir ausprobierten. Ich wollte nicht Death-Angel-Mark, ich wollte, dass er sich etwas aufbaut, das noch niemand zuvor von ihm gehört hat. Jeder, den ich aussuchte, ist einer meiner guten Freunde. Paul [Bostaph,

Drummer] war auch bei Slayer, Phil [Demmell, Gitarrist] hatte noch Machine

Head, Hellyeah [die ehemalige Band von Bassist Kyle Sanders] hatten sich aufgelöst. Jeder brauchte Arbeit, also geschah das aus einer gewissen Notwendigkeit heraus.

Warst du je versucht, dich selbst ans Mikrofon zu stellen? Wie klingt deine Singstimme?

Ich habe Überzeugung, aber keine gute Stimme. Wenn ich es hätte tun müssen, hätte ich es hinbekommen. Wobei ich auch nicht singen und spielen gleichzeitig kann, das wäre also ein großes Problem gewesen. Ich habe ein paar kratzige Vocals [auf den Demos] eingesungen, wenn Mark also gemeint hätte: ‚Warum singen wir den Part nicht gemeinsam?‘ hätte ich vielleicht gesagt: ‚Yeah, das machen wir.‘ Das wären dann zwei angepisste, wütende Typen gewesen, die herumschreien.

Du bist jetzt 59 Jahre alt. Wovon bist du angepisst? Bist du einfach dieser wütende Typ, der mit der Faust zum Himmel zürnt?

Dieser Typ bin ich definitiv nicht. (lacht) Ich finde, die Menschheit ist ein einziges Versagen. Die Menschheit wartet nur darauf, der Menschheit mit irgendeinem idiotischen Scheiß den Garaus zu machen.

Im Song ›Toxic geht’s um schlechte Regierungen und politische Heuchelei. Was oder wer hat dich dazu inspiriert?

Der Song ist entstanden, nachdem diese „Roe vs. Wade“-Entscheidung in Amerika abgelaufen ist. [das umstrittene Urteil zur Aufhebung der US-Abtreibungsgesetze]. Jedes Mitglied des Supreme Court, das von Trump ernannt wurde, hat gelogen, um den Job zu kriegen. Ich verstehe nicht, wie das passieren konnte. Ich verstehe nicht, wie die Amerikaner das okay finden können. Trump spaltete das Land, es ist bis heute gespalten. Ich weiß nicht, was passieren muss, um das zu ändern. Bestimmt nicht die anstehenden Wahlen 2024, weil niemand sich um diese beiden Kandidaten schert.

Die Songs ›Where I Reign und ›From Hell I Rise zielen auf die Religion ab. Denkst du, dass manche Priester sich das anhören und dann ihre Meinung ändern, nach dem Motto: ‚Hey, Kerry hat Recht, Religion ist ein Haufen Scheiße‘?

Ha, das wäre ein großartiger Tag! Dann könnte ich sagen: ‚Ich hab’s euch ja gesagt‘. Andererseits wäre es auch ein schrecklicher Tag, weil mir dann die Hälfte meiner Text-Themen flöten gehen würde.

Einige der Lyrics hast du wegen des Ukraine-Kriegs geändert. Warum?

Ein Lied namens ›Two Fists‹ beinhaltete eine Kriegs-Referenz, deren Perspektive ich geändert habe. ›Trophies Of The Tyrant‹ wurde auch ein wenig optimiert. In dem Song geht es irgendwie eh um den Ukraine-Krieg – die haben nicht darum gebeten, von so einem Wahnsinnigen überfallen zu werden. Und die Menschen in Russland werden über die Vorgänge in der Ukraine angelogen. Eine schreckliche Situation.

Du und der späte Slayer-Gitarrist Jeff Hanneman wart eines der großartigsten Metal-Gitarren-Teams. Wenn du einen Song schreibst, denkst du dir dann jemals: ‚Was würde Jeff davon halten?‘

Bei diesem Album erging es mir so. Und ich dachte mir: ‚Jeff würde dieses Album verdammt nochmal lieben.! Es gibt viel Anti-Religions-Zeug, es geht viel um Krieg und um Hass. Das hätte ihm gefallen.

Diesmal steht dein Name über den Konzerthallen. Wenn etwas schief geht, bist du allein Schuld. Spürst du da einen gewissen Druck?

Ich wollte meinen Namen eigentlich gar nicht involvieren. Doch jedes Mal, wenn uns ein Bandname eingefallen ist, gab es irgendein Markenrechts-Problem. Eine Band zu taufen ist heutzutage verdammt schwierig. Wir wollten langsam die Festival-Shows ankündigen, also nahmen wir meinen Namen. Ich trage diese Bürde erst seit ein paar Monaten, also mal sehen.

In den Anfangstagen von Slayer wart ihr ein einem Wettstreit mit Metallica und Megadeth. Wer ist heute die Konkurrenz von Kerry King?

Wahrscheinlich Slayer, weil das nun mal meine Karriere ist. Die Leute erwarten immer, dass du versagst, egal wer du bist. Es liegt jetzt an mir, entweder auf Linie mit meiner Vergangenheit zu bleiben oder diese zu übertreffen.

The Who: Pete Townshend über die Zukunft der Band

0

„Ich hoffe, dass Roger [Daltrey] und ich eine gemeinsame Basis finden und einen Weg finden, wieder zu arbeiten.“, erklärt Pete Townshend in einem jüngsten Interview.

In einem Gespräch mit The Daily Beast sprach Pete Townshend über seine Beziehung zu Roger Daltrey und eine mögliche Zukunft von The Who. „Ich weiß nicht, was mit The Who passieren wird.“, erzählt er. „Ich hoffe, Roger [Daltrey] und ich können eine gemeinsame Basis finden und einen Weg finden, wieder zu arbeiten, möglicherweise ohne Orchester, denn das haben wir schon getan. Aber ich habe auch das Gefühl, dass wir uns in der letzten Tourneephase unserer Karriere befinden.“

Hoffen wir einfach darauf, das zu tun, was Bob Dylan tut und einfach weiterzumachen? Es ermutigt mich, zu sehen, was Roger auf seiner Solo-Tournee macht. Mir scheint, wenn wir eine kleine Band zusammenstellen und kreativ sein würden, könnte es großartig sein. Aber Roger und ich sprechen gerade nicht. Wir reden nicht miteinander. Es könnte also schwierig sein, etwas zu finden, an dem wir beide ein Interesse haben. Aber ich denke, es ist zum Greifen nah.“

Auf Roger Daltrey angesprochen, erklärte Townshend: „Ich werde nicht versuchen, Roger zu irgendetwas zu zwingen. Ich möchte nicht wieder den Job haben, den ich zur Zeit von QUADROPHENIA hatte, nämlich jeden bei The Who zu zwingen, genau das zu tun, was ich will.“ Zuletzt tourten Roger Daltrey und Pete Townshend 2023 als The Who durch Europa. Damals wurden sie von einem großen Orchester begleitet. In diesem Sommer war Roger Daltrey solo in den Staaten unterwegs.