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Stevie Nicks: Ruft Amerika zum Wählen auf

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Am 5. November finden die US-Präsidentschaftswahlen statt. Stevie Nicks ruft Amerika an die Wahlurnen.

Fleetwood Macs Stevie Nicks tut es Pop-Superstar Taylor Swift gleich und ruft ihre Fans auf, am 05. November bei den US-Präsidentschaftswahlen ihre Stimme abzugeben. Auf Social Media postete sie ein Foto von sich und ihrem Hund, mit dem Statement:

„Wie meine Freundin @taylorswift so wortgewandt sagte, ist es jetzt an der Zeit, zu recherchieren und den Kandidaten zu wählen, der zu euch und euren Überzeugungen passt. Nur noch 54 Tage bis zur Wahl. Vergewissert euch, dass ihr zur Wahl registriert seid! Eure Stimme bei dieser Wahl könnte eines der wichtigsten Dinge sein, die ihr jemals getan habt! In Liebe, Stevie Nicks, kinderlose Hundefrau.“

Nach dem TV-Duell zwischen Donald Trump und Kamala Harris hatte Taylor Swift ein Foto von sich und ihrer Katze gepostet und ihre Fans (auf Instagram folgen ihr derzeit ganze 284 Millionen Menschen) dazu aufgerufen, an der Wahl teilzunehmen. Anders als Stevie Nicks hat Taylor Swift klar formuliert, dass sie ihre Stimme Kamala Harris geben wird. Das Foto mit ihrer Katze und die Unterschrift „kinderlose Katzenfrau“ ist hierbei eine Anspielung auf einen abwertenden Kommentar des republikanischen Vizepräsidentschaftskandidaten J.D. Vance, der die Formulierung „childless catladies“ in einem Interview nutzte.

Auch wenn Stevie Nicks ihre Wahlentscheidung nicht direkt öffentlich bekannt gibt, so kann man aufgrund der Formulierung und des Seitenhiebs „kinderlose Hundefrau“ in der Signatur doch darauf spekulieren, dass auch Nicks ihre Stimme Kamala Harris geben wird.

Bon Jovi: Rettet Frau vor Sturz von einer Brücke

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Jon Bon Jovi sprach verschiedenen Berichten zufolge mit einer Frau auf einer Brücke, die sich in einer Krise befand und konnte sie in Sicherheit bringen.

Verschiedenen Medienberichten zufolge hat Jon Bon Jovi eine Frau davon abgehalten, von einer Brücke in Nashville zu springen. Der Frontmann soll dort ein neues Video zum Song ›The People’s House‹ vom jüngsten Album FOREVER gedreht und dabei eine Frau bemerkt haben, die am Rand der Brücke stand.

Der Sänger näherte sich der Frau und sprach mit ihr. Dabei konnte er sie scheinbar überzeugen, vom Rand der Brücke zurückzutreten. Das „Nashville Fire Department“ und das „Metro Nashville Police Department“ dankten Jon Bon Jovi für seine besonnene und hilfsbereite Reaktion.

Jon Bon Jovi ist bekannt für sein soziales Engagement. Im Jahr 2006 gründete er die Charity-Organisation „JBJ Soul Foundation„, die sich der Bekämpfung von Hunger, Armut und Obdachlosigkeit widmet.

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Wenden Sie sich an ihren Hausarzt, einen Psychiater in Wohnortnähe, einen psychologischen Psychotherapeuten, an eine psychiatrische Klinikambulanz in Ihrer Nähe oder an die Notrufnummer 112. Hilfe kann auch die Telefonseelsorge bieten: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter www.telefonseelsorge.de

Weitere Hilfsangebote:

Nummer gegen Kummer

Deutsche Depressionshilfe

Mano Beratung

Die Arche

Robert Gordon/Link Wray: Weniger ist mehr

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Robert Gordon gelang in den späten 1970er-Jahren der geschickte Schachzug, die Surf-Gitarren- und Rockabilly-Legende Link Wray in seine Band zu holen. Zusammen veröffentlichten die beiden zwei Alben und nahmen am 8. Juni 1978 im Studio L des WDR ein legendäres Konzert für den „Rockpalast“ auf, das in dieser Form nun zum ersten Mal als DVD und Live-CD veröffentlicht wird.

Link Wray war eine Legende, auf die viele Musiker sich einigen konnten. Im November 2005 spielte Bob Dylan fünf Konzerte in der Londoner Brixton Academy – und als er kurz vor dem ersten dieser Auftritte die Nachricht vom Tod von Link Wray erhielt, eröffnete er jeden der Abende mit einem Cover von ›Rumble‹. Rob Stoner, der auf beiden Link Wray/Robert Gordon-Alben Bass spielte und auch beim „Rockpalast“-Gig zur Band zählte, kommentiert das so: „Der Song ›Rumble‹ ist die bekannteste Aufnahme von Link Wray. Ich wusste, dass ihm ein Lungenflügel entfernt wurde, als er während seines Diensts bei der US Air Force in Korea an einer Lungenentzündung erkrankte. Aber es gab keine Anzeichen dafür, dass dies ein Problem für ihn darstellte.

Er war auch ein starker und lauter Sänger, der eine lange, aufregende Show hinlegen konnte, ohne müde zu werden. Als ich 1977 begann, mit ihm zu arbeiten, war er 50 Jahre alt und voller Energie.“ Wenn man heute über den Camden Market in London schlendert, findet man überall T-Shirts von The Cramps oder den Stray Cats – eines von Robert Gordon oder Link Wray sieht man eigentlich nie. Gibt es darauf eine Antwort? Rob Stoner überlegt kurz und meint dann nur: „Es ist zu spät, das heute noch ändern zu wollen. Robert Gordon und Link Wray wurden während ihrer Karrieren schlecht gemanagt und sie haben zu wenig Wertschätzung erfahren, weshalb sich jetzt nur noch wenige Leute an sie erinnern. Der Ruf von Link hat kürzlich eine Aufwertung erfahren, als er letztes Jahr in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde.“

Zu Wrays Fans gehören so unterschiedliche Leute, wie Pete Townshend, Quentin Tarantino, Jimmy Page, Bruce Springsteen und der schon erwähnte Bob Dylan. Der sagte 1978 mal im Gespräch mit dem Rockabilly-Genie: „Link, ich saß in der ersten Reihe, als du und Buddy Holly im Winter 1958 in Duluth, Minnesota aufgetreten seid − du bist heute genauso großartig wie damals.“ Rob Stoner war einmal sogar persönlich bei einer Zusammenkunft von Wray und dem Songwriter dabei. „Ich stand direkt daneben, als Dylan Link erzählte, dass unser Cover von ›It’s All Over Now Baby Blue‹, das wir 1979 auf dem BULLSHOT-Album gecovert hatten, seine Lieblingsversion ist.“

Mit Robert Gordon ergänzte sich Link Wray perfekt. Der Sänger hatte eine lupenreine Rockabilly-Stimme, mit der er so wild wie souverän Gene Vincent, Elvis Presley, Eddie Cochran und Johnny Burnette zitieren konnte – und besaß trotzdem ein eigene Note. Der Gitarrist, 18 Jahre älter als Gordon, hatte das musikalische Rüstzeug dazu. Stoner erklärt es so: „Wir haben eigentlich nie geprobt. Beide waren großartige Musiker und absolute Profis, die keine Proben brauchten. Nachdem Link die Gruppe verlassen hatte, arbeitete ich ab und zu weiter mit Robert, bis er vor zwei Jahren starb, nach 44 Jahren, die wir gemeinsam bestritten hatten.

Ich habe es echt genossen, dabei zu sein.“ Beim „Rockpalast“-Gig von 1978 fällt sofort die einzigartige Klasse von Wrays Gitarre auf. „Natürlich spielte Link lang gezogene Powerchords“, so Stoner. „Aber die gibt es schon seit Hunderten von Jahren. Seine Leistung bestand darin, sie laut und mit Feedback über einen übersteuerten Verstärker zu spielen, was seinen charakteristischen Sound ausmachte. Obwohl er ein technisch versierter Gitarrist war, der viele unterschiedliche Stile draufhatte, enthält ›Rumble‹ sein einfachstes Riff, was zeigt, dass in der Rockmusik der Grundsatz ‚Weniger ist mehr‘ von entscheidender Bedeutung ist.“

Dave Grohl: Musiker wird nochmal Vater …

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… jedoch außerhalb seiner Ehe mit Gattin Jordyn Blum.

„The nicest man in Rock“ wird Dave Grohl von den Foo Fighters auch gerne genannt. Ob seine Ehefrau Jordyn Blum diesem Kosenamen derzeit zustimmen würde, ist fraglich. Vor wenigen Stunden postete der 55-jährige Musiker auf seinen Social-Media-Kanälen ein Statement, in dem er erklärte, dass er vor kurzem Vater einer Tochter wurde. Das Kind ist nicht innerhalb der Ehe entstanden.

Grohl schreibt: „Vor kurzem wurde ich Vater einer Tochter, die außerhalb meiner Ehe geboren wurde. Ich nehme mir vor, ein liebender und unterstützender Elternteil für sie zu sein. Ich liebe meine Frau und meine Kinder und ich werde alles daran setzen, ihr Vertrauen zurückzugewinnen und mir ihre Vergebung zu verdienen. Wir sind dankbar für eure Rücksichtnahme auf alle betroffenen Kinder, während wir gemeinsam nach vorne blicken.“

Dave Grohl ist seit 2003 mit Jordyn Blum verheiratet. Aus ihrer Ehe sind drei Töchter, Violet, Harper und Ophelia, hervorgegangen.

CLASSIC ROCK präsentiert: Toto live

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2024 begeisterten Toto ihr Publikum mit ihrer „Dogz Of Oz“-Tour. Deswegen kommt die Band 2025 nochmal nach Deutschland.

2025 verlängern Toto um Gitarrenvirtuoso Steve Lukather und Sänger Joseph Williams ihre “Dogz Of Oz”-Tour in Deutschland um zwei Termine. Der offizielle Vorverkauf startet am 13. September um 10 Uhr.

Steve Lukather über die Zukunft von Toto und den jüngsten Popularitätsschub der Band: “Es gibt eine erfrischende, optimistische Begeisterung für die Zukunft. Als langjährige Mitglieder der Band wollen Joe und ich weiterhin unterwegs sein, um das ursprüngliche Erbe der Band am Leben zu erhalten und die Musik unserer generationenübergreifenden Fangemeinde näher zu bringen. Im Jahr 2023 traten wir demütig vor fast einer Million Fans auf. Und 2024 werden wir vor noch mehr Fans auf der ganzen Welt spielen. Ich habe mehr als viereinhalb Jahrzehnte meines Lebens damit verbracht, dieses Erbe zu pflegen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Musik durch Live-Konzerte weiterlebt.”

Hier Toto live erleben:

18.02.2025 Stuttgart, Porsche Arena
19.02.2025 Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle

Die besten Rockvideos aller Zeiten: Aerosmith mit ›Janie’s Got A Gun‹

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Am 1. August 1981 wurde der Schalter umgelegt und die Revolution nahm ihren Lauf. „Ladies and gentlemen“, ertönte eine tiefe männliche Stimme, „Rock’n’Roll“ …

Das war der Moment, in dem ein brandneuer Kanal namens MTV – für „Music Television“ – in New Jersey auf Sendung ging. Seine Mission war leicht beschrieben: das visuelle Äquivalent eines Radioprogramms zu bieten, mit Videos statt Singles und VJs – Video Jockeys – statt DJs. Der allererste Clip, der je auf dem Sender ausgestrahlt wurde, war voller Ironie und verkündete die Absicht ohne Umschweife: ›Video Killed The Radio Star‹ von dem britischen New-Wave-Nerd-Duo The Buggles. Es war der Startschuss für die Goldene Ära des Musikvideos.

Als Aerosmith mit ihrer 1989er Single ›Janie’s Got A Gun‹ plötzlich ernste Töne anschlugen, beschlossen sie, einen gebührend ernsthaften Regisseur für das Video dazu zu engagieren – den zukünftigen Hollywood-Überflieger David Fincher („Sieben“, „Fight Club“).

Der verwandelte Steven Tylers Geschichte von häuslicher sexueller Gewalt und Rache in einen kunstvoll gefilmten Mordkrimi,
der so teuer wie jeder Blockbuster für die große Leinwand aussah, inklusive eines riesigen leeren Hauses, Detektiven mit Hüten und einer Farbpalette, die das Gute und Böse in den Menschen repräsentieren sollte. Mit ›Love In An Elevator‹ hatte das definitiv nichts zu tun. Bonus-Fakt: Der Vater und Übeltäter wurde von Nigel Guest gespielt, dem Bruder von Christopher „Nigel Tufnel“ Guest von „Spinal Tap“. (Aus CLASSIC ROCK #109)

In der kommenden Ausgabe von CLASSIC ROCK blicken wir auf die Zeit in der Karriere von Aerosmith, als ihr Label sie nach einem eher mittelmäßigen Debüt fallen lassen wollte.Doch wie Joe Perry uns in unserer Titelstory erzählte, ließen sie sich nicht unterkriegen, träumten weiter ihren Traum, akzeptierten einpaar harte Auflagen und nahmen ihr zweites Album auf, das ihnen schließlich Flügel verlieh: GET YOUR WINGS.

Jetzt hier versandkostenfrei vorbestellen: CLASSIC ROCK #133

David Gilmour: Live-Performance in kleinem Pub

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In einem kleinen Pub in Brighton performte David Gilmour zusammen mit seiner Tochter den Pink-Floyd-Klassiker ›Wish You Were Here‹.

Damit hatten die Besucher des „The Neptune Inn“-Pubs in Brighton wohl nicht gerechnet: Nach einem Akustik-Set im Rahmen einer Open-Mic-Night von Romany Gilmour, der Tochter von Pink-Floyd-Mann David Gilmour, sieht Romany plötzlich ins Publikum und begrüßt ihren Vater.

„Oh mein Gott, du bist hier. Und du hast deine Gitarre mitgebracht“, sagt sie, woraufhin ein lächelnder David seiner Tochter auf die kleine Bühne des Pubs folgt. „Du kommst und stellst dich auf die Bühne? OK, wunderbar.“, lacht die Künstlerin und die beiden performen gemeinsam den Pink-Floyd-Klassiker ›Wish You Were Here‹.

Romany ist auch auf Gilmours neuem Album LUCK AND STRANGE zu hören. Sie singt eine Coverversion von ›Between Two Points‹ mit ihrem Vater im Duett, ist außerdem als Backgroundsängerin und Harfenistin auf der Platte vertreten.

In der kommenden Ausgabe von CLASSIC ROCK (13.09.) lest ihr unser Interview mit David Gilmour, in dem er über sein neues Album LUCK AND STRANGE, die Zusammenarbeit mit seiner Familie, das Leben und den Tod spricht.

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Nathaniel Rateliff & The Nightsweats: Eine bessere Balance

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Lust auf eine Party? Dann gehört ›S.O.B.‹ von Nathaniel Rateliff & The Night Sweats auf die Playlist. Der laute Ruf nach dem Mistkerl und einem Drink, das Clapping und mörderische Tempo und die Mischung aus Roots-Rock, Cowpunk und Soul sind in dieser Kombination unwiderstehlich. Der Sänger machte 2020 im Alleingang auf AND IT’S STILL ALRIGHT mit ruhigeren Sachen von sich reden, jetzt hat er mit seiner Band ein Album eingespielt, auf dem beide Stränge zusammenfließen. Wie es dazu kam, erzählt er uns von seinem Wohnzimmer in Denver aus über Zoom.

Zwischen der Veröffentlichung der letzten beiden Alben liegen zweieinhalb Jahre. Lief bei der Entstehung von SOUTH OF HERE alles reibungslos?
Nicht ganz. Das Problem war meine geistige Gesundheit. Angstzustände sind bei mir immer ein Thema, aber es war noch nie so extrem wie dieses Mal. Ich konnte mich nicht konzentrieren, hatte all diese Sprachnachrichten und Notizen vor mir, konnte aber nichts vernünftig organisieren. Produzent Brad Cook half mir, trotzdem wurden wir in den zehn verabredeten Tagen nicht fertig. Das macht mich in dem Moment dann völlig wahnsinnig.

Man hört, wie weit in der Zeit du zurückgehst. In ›Heartless‹ denkst du über deine Jugend nach. Was ist es, das dich da packt und nachdenken lässt?
Ein Teil der Platte handelt von der Gegend in Missouri, in der ich aufgewachsen bin. Im Titelsong spiele ich mit dem Gedanken, dorthin zurückzugehen, damit ich richtig fühlen kann, wie es dort für mich war. Es ist der Ort, der meine Persönlichkeit geprägt hat. Ich lebe jetzt zwar in Colorado, aber Missouri bleibt meine Heimat, ich habe noch Familie dort. Das Lebenstempo ist dort langsamer als in Colorado. Es liegt im Mittleren Westen, aber man spürt trotzdem einen Hauch von Südstaaten-Mentalität. Das tut mir gut und fühlt sich für mich natürlich an.

Die Person, um die es in deinen neuen Liedern geht, ist dieses Mal durchgängig dein eigenes Ich. Hattest du Bedenken, mit rein persönlichen Angelegenheiten öffentlich zu werden?
Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich über mich oder andere Personen sprechen sollte. Dann kam Brad ins Spiel, der sich um die Musik kümmerte und auch zu den Texten Vorschläge machte. Er empfahl mir, mich in der Erzählung an meinem eigenen Leben zu orientieren, das sei glaubwürdiger. Für mich ist es sehr wichtig, über die Kämpfe in meinem Leben zu singen. Da liegt für mich ein großer Teil meines Antriebs. Die Hoffnung ist, dass andere Songschreiber darauf anspringen und Angriffspunkte für ihre eigene Entdeckungsreise finden. Ich mache das alles ja nicht nur für mich selbst.

Wie hat die Band auf diese Herangehensweise reagiert? Wie fand sie Zugang zu den Ideen, die du ihnen präsentiert hast?
Bei den letzten beiden Platten stand ich im Fokus. Wir arbeiteten viel in meinem Haus und ich nahm die Chefrolle ein. Diesmal saß Brad unten in Texas in den Sonic-Ranch-Studios. Sie liegen 45 Minuten südwestlich von El Paso inmitten von Pekannussbaum-Hainen. Ich hatte Termine mit zwei Konzerten zu Willie Nelsons 90. Geburtstag. Das gab den Jungs Gelegenheit, im Studio alles aufzubauen. Als ich ankam, spielten wir im Kreis mit direktem Blickkontakt. Brad hatte sie ermutigt, mehr auf das zu vertrauen, was sie selbst hervorbringen. Sie sollten sich nicht nur an mich als Anker orientieren. Luke Mossman, unser Gitarrist, zeigte sich besonders begeistert. Für ihn haben sich diese Sessions besser als alles andere angefühlt, was er in seinem Leben gemacht hat.

Zum Stil: Der Retro-Soul-Anteil ist nicht so dominant, es hört sich mehr nach deinen zwischen Folk und Americana liegenden Solo-Sachen an. Wolltest du eine bessere Balance finden?
Bei THE FUTURE ging es um den modernen Anstrich. Ich wollte unbedingt, dass die Gruppe und ihr Sound in einer sich ständig verändernden Musikkultur relevant bleiben. Jetzt ist mir das nicht mehr wichtig. Es geht mir nicht darum, mich an dem zu orientieren, was aktuell und trendy ist. Ich feiere bald meinen 46. Geburtstag, da kann ich mich nicht wie ein junger Hipster aufführen. Ich wollte mich anders als früher auch nicht mehr zwanghaft an Soul und R&B klammern, nur weil meine Platten bei Stax Records erscheinen. Etwas in der Art von den akustischen Sachen, die ich früher alleine auf Tour gespielt habe, kann auch in der Band funktionieren. Warum nicht?

Welche anderen Künstler halfen dir auf die Sprünge?
Ich habe an das gedacht, was mir seit der Jugend in der amerikanischen Musik wichtig ist. HIGHWAY 61 REVISITED, HARVEST oder NEBRASKA fühlen sich für mich zeitlos an. Ich will mich nicht mit diesen großen Künstlern messen. Ich hoffe aber, dass ich eine Reihe von Songs anbiete, die sich ähnlich wie diese Klassiker anfühlen.

Du hast bereits Willie Nelson erwähnt. Zu ihm ist das Verhältnis besonders eng, auch weil ihr 2019 über sein Unternehmen Willie’s Reserve eine limitierte Cannabis-Variante lanciert habt. Was läuft zurzeit in dieser Richtung?
Das Verhältnis zu Willie und seiner Fami- lie ist stabil, ich habe ihn auch zu Weihnachten getroffen. Gerade habe ich ein paar Zeilen mit Lukas Nelson ausgetauscht. Ich fühle mich da sehr geehrt. Mein Vater wäre sicher aus dem Häuschen, wenn er noch am Leben wäre. Er war ein Riesenfan von Willie. In Sachen Cannabis-Projekt gibt es aktuell nichts Neues zu berichten.

Seit dem 1. April dieses Jahres können Erwachsene in Deutschland legal einen Joint rauchen.
Au, echt? Das ist eine gute Nachricht. Al wir beim letzten Mal von Amsterdam nach Berlin flogen, gab es nach der Landung ein Problem. Mein Tontechniker hatte vergessen, dass er noch Marihuana mit sich trug. Als wir aus dem Flieger stiegen, sprang ihn gleich der Drogenhund an. Da fuhr uns allen der Schrecken in die Glieder. Er dachte, er müsse deswegen in den Knast und sich einen neuen Job suchen. Letztlich lief wegen der geringen Menge alles glimpflich ab. Die Polizisten ließen ihn mit einer Warnung gehen.

Freust du dich auf die Konzerte im Juni und Juli in Deutschland?
Ja, absolut. Bei der Gelegenheit können wir euch zum ersten Mal alles aus THE FUTURE vorstellen. Das ist bisher nicht geschehen, aus irgendwelchen Gründen gab es damals keine Auftritte in Deutschland. Gleichzeitig können sich die Fans zum ersten Mal die neuen Stücke live anhören. Das wird sicher spannend.