0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 168

Jeff Beck: Künstler mit 78 gestorben

0

Gitarrenlegende Jeff Beck ist am 10. Januar im Alter von 78 Jahren gestorben. Das wurde vor kurzem auf dem Twitter-Account des Künstlers bekannt gegeben. Beck ist wohl an den Folgen einer bakteriellen Meningitis verstorben.

Mit den Yardbirds und später der Jeff Beck Group spielte sich Jeff Beck in den Gitarrenolymp und kollaborierte im Laufe seiner Karriere mit zahlreichen Künstlern. Zuletzt hatte er 2022 das Album „18“ mit Johnny Depp veröffentlicht. Jeff Beck gilt als Vorbild zahlreicher namhafter Gitarristen. Zuletzt hatte Mick Box von Uriah Heep in einem Interview mit CLASSIC ROCK angegeben, sich Ende der 60er Jahre nur wegen Jeff Becks Gitarrenspiel auf dem Album TRUTH ein Wah-Wah-Pedal gekauft zu haben.

U2: Neue Version von ›Pride (In The Name Of Love)‹

0

Am 17. März veröffentlichen U2 ihr neues Album SONGS OF SURRENDER. Die Platte wird neueingespielte Versionen von zahlreichen Klassikern der Band enthalten. Insgesamt 40 Stücke werden auf SONGS OF SURRENDER versammelt werden. Einen ersten Vorgeschmack liefern die Iren jetzt mit der ersten Single ›Pride (In The Name Of Love)‹.

Gitarrist The Edge, auch Produzent von SONGS OF SURRENDER, über die Entstehung der Platte: „Musik ermöglicht einem Zeitreisen. Wir wollten wissen, wie es wohl wäre, unsere frühesten Songs in die Gegenwart zu bringen und sie neu zu interpretieren. Was als Experiment begann, wurde ziemlich schnell zu einer Obsession, da viele unserer Songs eine Neuinterpretation hergaben. Wir ersetzten Post-Punk-Dringlichkeit mit Intimität. Neue Tempi, neue Tonarten kamen zu uns und in manchen Fällen sogar neue Akkorde und Texte. Ein großartiger Song ist im Grunde unzerstörbar. Der Auswahlprozess der Songs begann mit einigen Demos. Ich sah mir an, wie ein Song zusammenhielt, wenn man alles außer der wirklich nötigen Basis wegnahm. Das andere Hauptziel war es, mehr Intimität in die Songs zu bringen, da die meisten von ihnen ursprünglich für die Bühne geschrieben worden waren. Zusammen mit Produzent Bob Ezrin sah ich diese skizzenhaften Aufnahmen durch und uns wurde relativ schnell klar, welche Vorhaben sofort funktionieren würden und welche mehr Zeit brauchten. Wir arbeiteten nach dem Motto: weniger ist mehr.“

Iggy Pop: Live bei Jimmy Kimmel mit Begleitband The Losers

0

Iggy Pop And The Losers traten live im US-Fernsehen in der Jimmy Kimmel Show auf. Die Band bestand aus Duff McKagan, Chad Smith und Josh Klinghoffer. Zusammen performten sie Iggys neue Single ›Frenzy‹ vom kommenden Album EVERY LOSER.

Die Eröffnungszeile “Got a dick and two balls, that’s more than you all” wurde extra fürs Fernsehen in „Got a D and two balls“ umgeändert.

https://youtube.com/watch?v=gSMwvywH_OM

Foo Fighters: Erste Show ohne Taylor Hawkins angekündigt

0

Zuletzt hatten die Foo Fighters auf Social Media verkündet, dass sie ohne ihren viel zu früh verstorbenen Drummer Taylor Hawkins weitermachen würden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Band nicht zu ihrem Fortbestehen geäußert und es war nicht klar, wie Dave Grohl nach diesem erneuten schmerzlichen Verlust eines Bandkollegen und Freundes reagieren würde.

Doch jetzt steht der erste Live-Termin fest. Sie wird im Mai als Headliner auf dem Boston Calling Festival auftreten. Weitere Festival-Shows folgen. Wer dann hinter dem Schlagzeug sitzen wird, wurde bisher noch nicht bekannt gegeben. Ob es John Freese sein wird, der bei den Tribute-Konzerten im Gedenken an Hawkins viele Songs mit den Foo trommelte oder Rufus Taylor, Roger Taylors Sohn, Taylor Hawkins Patenkind und aktuell Drummer bei The Darkness oder Chad Smith von den Chili Peppers, einer von Hawkins Freunden, darüber kann bisher nur spekuliert werden.

David Bowie: Unser Nachruf zum Todestag der Popikone

0

david bowie pressZum Todestag von David Bowie. Wir ehren den vielleicht einflussreichsten Musiker seiner Generation.

Auf dem Titelstück seines 1977er- Albums HEROES sang er: „I, I will be king“. Zu seinen Lebzeiten regierte er den Rock, doch seit seinem Krebstod am 10. Januar 2016 im Alter von 69 Jahren ist seine Dominanz noch deutlicher, falls das überhaupt möglich war. Wie sein früherer Gitarrist John „Hutch“ Hutchinson sagte: „Die Reaktion auf seinen Tod war für mich größer als bei Elvis oder Lennon“.

David Bowies letztes Album BLACKSTAR erschien zwei Tage vor seinem Ableben und enthielt textliche Anspielungen darauf, was sein Verständnis von der Musik als transgressive und populäre Kunst zu unterstreichen schien. Fast fünf Jahrzehnte hatte er in der einen oder anderen Gestalt Songs aufgenommen – und „Gestalt“ ist das treffende Wort für diesen Musiker, Mode-Innovator und Provokateur, dessen formwandlerische Natur ihn zu einem der größten Stars der 70er und dem legitimen Erben der Beatles machte.

David Robert Jones wurde am 8. Januar 1947 im Süd-Londoner Stadtteil Brixton ge­­boren, exakt zwölf Jahre nach Elvis Presley. Und wie dieser war er mit seiner fließenden Sexualität, seinem außerirdischen Charisma und der Fähigkeit, verschiedene Genres zu etwas Radikalem und Neuem zu verbinden, ein Revolutionär. Nachdem er in den 60ern zunächst mit Mod, Varieté, Psychedelic und Folk geflirtet hatte, schien er Anfang des folgenden Jahrzehnts zum Leben zu erwachen und wurde mit seinem bizarren Glam-Image und seinem so aufsehenerregenden wie kom­­merziellen Hybrid aus Detroit-Rock und britischem Pop zum Vorreiter. Seine Darbietung der Single ›Starman‹ bei „Top Of The Pops“, bei der er den Arm um die Schulter von Gitarrist und Kumpel Mick Ronson legte, bleibt einer der aufregendsten Schlüsselmomente der Rockgeschichte.

Zudem stellen seine zwölf Alben von THE MAN WHO SOLD THE WORLD (1970) bis SCARY MONSTERS (AND SUPER CREEPS) das großartigste Beispiel für anhaltende Kreativität und ungebrochenen Fortschritts- und Wandlungswillen im gesamten Rock’n’Roll dar. Von Neo-Metal und Proto-Goth über Glam, weißen Soul, Funk und Ambient bis zu elektronischer Musik und allem dazwischen deckte Bowies goldene Ära alle Genres ab. Und er erfand gleich noch ein paar neue dazu. Seine verschiedenen Inkarnationen – Ziggy Stardust, Aladdin Sane, Thin White Duke, seine „Berlin-Phase“ – gaben zahllosen Nachahmern ganze Karrieren.

Er verkörperte die 70er, griff den 80ern vor, wurde in den 90ern zum Vorbild und technologischen Innovator und verbrachte fast sein gesamtes letztes Jahrzehnt als zurückgezogener, obgleich stets präsenter Beobachter. Er war Schauspieler, Produzent, ein echter mo­­derner Renaissancemensch, der selbst auf seinen letzten beiden Alben THE NEXT DAY (2013) und BLACKSTAR noch zu überraschen vermochte. Vor allem aber war David Bowie der ultimative Rockstar: mutig, genial und ein Wegbereiter, dem alle anderen folgten. Es wird niemals wieder einen wie ihn geben.

David Bowie mit ›Starman‹:

Peter Gabriel: Neue Single ›Panopticom‹

0

Vor kurzem veröffentlichte Peter Gabriel seine neue Single ›Panopticom‹. Das Lied ist die erste Auskopplung seines kommenden Albums I/O.

“Der erste Song basiert auf einer Idee, an der ich arbeite, um den Aufbau eines endlos erweiterbaren, allgemein zugänglichen Data Globes zu initiieren: Das Panopticom. Wir sind dabei, eine Gruppe Gleichgesinnter zusammenzubringen, die diese Idee zum Leben erwecken und es der Welt ermöglichen könnte, sich selbst besser zu sehen und mehr von dem zu verstehen, was vor sich geht“, so Peter Gabriel über die inhaltlichen Überlegungen des Songs.

Veröffentlicht wurde ›Panopticom‹ zum ersten Vollmond des Jahres 2023 und auch die kommenden Veröffentlichungen werden am Mondkalender ausgerichtet. Das Single-Artwork stammt von Künstler David Spriggs.

2023 kann man Peter Gabriel an folgenden Terminen live erleben:

26.05. Berlin, Waldbühne

28.05. München, Königsplatz

10.06. Köln, Lanxess Arena

12.06. Hamburg, Barclays Arena

13.06. Frankfurt, Festhalle

Rückblende: David Bowie mit ›Changes‹

0

Wie das künstlerische Manifest des jungen Bowie in
dreieinhalb Minuten der Perfektion eingefangen wurde.

Als David Bowie im Frühling 1971 die heute legendäre Zeile „turn and face the strange“ schrieb, brachte er damit die Blaupause für das nächste Jahrzehnt seiner Karriere auf den Punkt. Mit 24, sieben Jahre nach Beginn dieser Karriere und mit drei Alben und „a million dead end streets“ hinter sich, brütete er immer noch im Schatten, während freundschaftliche Rivalen wie Marc Bolan und Elton John begannen, Stars zu werden. Er war entschlossen, sich nicht abhängen zu lassen, bündelte all seine kreativen Stärken und fing an, Songs zu schreiben, die „direkter“ waren. „Anfang der 70er begann sich alles für mich zu fügen, was die Sachen betraf, die ich machen wollte“, sagte mir Bowie 2003. „Nachdem ich von meiner ersten Reise nach Amerika zurückgekehrt war, hatte ich eine neue Vorstellung vom Songwriting, und die drehte sich um eine Kollision verschiedener Musikstile. Mir wurde klar, dass ich keinem einzelnen Genre treu bleiben konnte. Ich war kein R’n’B-Künstler, ich war keinFolk-Künstler, und ich sah keinen Sinn mehr darin, das so puristisch zu sehen. Mein wahrer Stil war, dass ich es liebte, Little Richard und Jacques Brel zu kombinieren, mit The Velvet Underground als Backing-Band. Wie würde das klingen? Niemand machte das. Zumindest nicht auf dieselbe Weise.“

›Changes‹, so sagte er einmal, war ursprünglich „eine Parodie auf einen Nachtclub-Song“. Doch schnell wurde daraus einer seiner neuen Hybriden, der Cocktail-Jazz, Boogie Woogie und Beat-Poesie mit einem beatlesesken Refrain verschmolz. Bezeichnenderweise wechselte Bowie bei der Arbeit an dem Song – und dem gesamten Material auf HUNKY DORY – oft von seinem angestammten Instrument, einer akustischen, zwölfsaitigen Harptone-Gitarre, an den uralten Flügel in Haddon Hall, wo er lebte. „Er liebte dieses Klavier“, sagte mir Angie Bowie. „David war ein fantastischer Musiker, denn sein Ansatz war nicht der eines ausgebildeten Künstlers, sondern nach Gehör. Er hatte die Gabe, einen Song aus diesen ersten Momenten zu picken, wenn er mit einem Instrument herumspielte. Das Schreiben am Klavier eröffnete ihm neue Möglichkeiten, da er an so vielen Artender Musik interessiert war – Klassik, Kabarett, jede Stilrichtung.“ Hört man sich das Demo an, das Bowie zuhause von ›Changes‹ aufnahm, ist der Song schon komplett da, nur sein Spiel ist ein bisschen träge. Deshalb engagierte er das Session-Ass Rick Wakeman, um das Piano zu spielen und schöner zu machen, und um der Aufnahme einen nuancierteren Klang zu verleihen.

„David wusste, was er wollte“, sagt Wakeman. „Er wusste, wie die Musik sein musste, und suchte sich die Musiker aus, die seiner Meinung das erreichen konnten, was ihm vorschwebte. Ich fuhr zu ihm nach Hause, er hatte seine Gitarre und spielte all die Songs. Und sie waren alle umwerfend. Ich nahm mir Papier zur Hand und machte mir Notizen, dann hielt ich inne und sagte: ‚Weißt du, was du da hast? Dies ist eine absolut großartige Sammlung von Songs! Und weißt du was? Ich habe kein Geld, aber wenn ich welches hätte, würde ich alles darauf wetten, dass diese Platte‘ – und er hatte mir schon gesagt, dass sie HUNKY DORY betitelt sein würde – ‚immer noch relevant und wichtig sein wird, lange nachdem du und ich weg sind‘. Er lachte. Ich sagte: ‚Das meine ich ernst‘. Er gab mir totale Freiheit, zu spielen, was ich wollte. Die improvisierte Passage von ›Changes‹ war seine Idee, denn er hatte den Song so geschrieben, und so blieb er dann auch. Manchmal, wenn etwas so einfach ist und es funktioniert, sollte man es lassen, wie es ist.“


Die Sessions zu HUNKY DORY in den Trident Studios in London erstreckten sich über den Juni und Juli 1971. Bowie, seine Musiker und Produzent Ken Scott arbeiteten von 14:00 Uhr bis Mitternacht, Montag bis Samstag, mit kurzen Pausen für Tee, Sandwiches und die gelegentliche Flasche Wein. Es herrschte eine aufgeregte Stimmung, befeuert von Bowies neuem Material. „Ehrlich gesagt, dachte ich nicht, dass er diese Songs in sich hatte“, erinnerte sich Schlagzeuger Woody Woodmansey. „Sie waren strukturierter. Er hatte sich offenbar als Autor mehr konzentriert, aber dabei trotzdem seinen einzigartigen Ansatz beibehalten, vor allem textlich, während er alles straffte.“ „HUNKY DORY war die erste Aufnahmesession meines Lebens, und es war schon unglaublich, überhaupt nur in einem Studio zu sein“, sagte der mittlerweile verstorbene Bassist Trevor Bolder.

„Das war alles recht spontan und unmittelbar. Wir gingen rein, David spielte uns einen Song vor – oft einen, den wir noch nie gehört hatten –, dann spielten wir ihn einmal durch und nahmen ihn danach auf. Keine Zeit, um darüber nachzudenken, was man spielen sollte, man musste es stante pede tun. Das war in gewisser Weise nervenaufreibend, aber es sorgte auch für ein gewisses Gefühl. Wenn man einen Song zu oft im Studio spielt, kann er abgestanden klingen, und ich glaube, David wollte diese Energie einfangen, wenn alles unberechenbar ist.“

„Es herrschte enormer Druck, dass ein Song richtig eingespielt wurde“, stimmte Woodmansey zu. „David
machte ungern mehr als drei Takes, um etwas hinzubekommen. Fast jedes Stück, das ich mit David aufnahm, war der erste, zweite oder dritte Take, meistens der zweite. Er wusste, wenn ein Take der richtige war.“

›Changes‹ wurde im Januar 1972 als Single veröffentlicht, doch schaffte es nicht in die britischen Charts und erreichte in den USA nur Platz 66. Doch es wurde zum Dauerläufer im Radio sowie in Bowies Live-Sets sowie in verschiedenen Arrangements zu Bowies stililstischer Visitenkarte. Wie es im Text heißt, war er immer „much too fast to take the test“ – zu schnell für die Prüfung, nämlich die, in eine Schublade gezwängt zu werden. Der Song wurde zu einer Hymne jugendlicher Freiheit und von mehreren Acts gecovert, am kreativsten vielleicht von Seu Jorge in Wes Andersons Film „Die Tiefseetaucher“. Er wurde außerdem auch zum Intro von John Hughes’ Teenager-Streifen „The Breakfast Club“. Wusste Bowie 1971, dass er eine Single aufnahm, die seine Karriere definieren würde? Im Kontext mit dem Album, das sie einleitete, sagte er mir: „HUNKY DORY gab mir diesen wunder- baren Auftrieb. Zunächst mit diesem Gefühl: ‚Wow, du kannst alles tun‘. Du kannst das Gepäck der Vergangenheit ausborgen, du kannst es mit Dingen verbinden, die du für die Zukunft hältst, und du kannst es im Hier und Jetzt ansiedeln. Dann verhalf mir diese Platte zum ersten Mal in meinem Leben zu einem echten Publikum – ich meine, Leute kamen tatsächlich zu mir und sagten: ‚gutes Album, gute Songs‘. Das war mir davor noch nie passiert. Das war so: ‚Ah, jetzt verstehe ich das. Ich finde meinen Weg. Ich beginne, zu kommunizieren, was ich machen will. Und jetzt … was will ich eigentlich machen?‘“

Wally: Alles im Alleingang

0

Rockfans kennen André Wahlhäuser alias Wally als Gitarrist solcher Bands wie Bonsai Kitten, Psychopunch oder V8 Wankers. Mit ALLES HALB SO WILD debütiert er nun als Solokünstler. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. „Mein Traum war es schon immer, ein eigenes Album zu machen, auf dem ich jede einzelne Note selbst einspiele“, gesteht der in Mannheim lebende Ruhrpottler. Den hat er sich nun erfüllt. Wally hat auf ALLES HALB SO WILD tatsächlich jedes Instrument selbst performt, hat sowohl die Lead-Vocals als auch die Chöre eingesungen und das Ganze auch noch in seinen hauseigenen Besenkammer Studios aufgenommen und produziert. Mehr „solo“ geht wahrlich nicht. „Mir macht es total Spaß, allein im Studio abzutauchen und mich ‚kaputt zu arbeiten‘“, sagt er. „Ich muss da mit keinem anderem Ego über irgendwelche Dinge diskutieren und ich muss auf niemanden Rücksicht nehmen“, freut er sich. „Ich probiere gern herum. In den eigenen Räumlichkeiten hatte ich auch alle Zeit dafür.“ Zudem kam für den sonst großen Teile des Jahres auf Tour befindlichen Mann ja auch noch die Zwangspause von sämtlichen Live-Aktivitäten dazu, die alle Bands und Musiker traf. Wodurch er noch konzentrierter an der Disc werkeln konnte, für die er bereits vor ein paar Jahren angefangen hatte zu komponieren.

„Ich habe zwischen 2017 und 2019 nichts anderes gemacht, als ständig zu schreiben und vorzuproduzieren. Davon wollte ich ursprünglich einiges für ALLES HALB SO WILD verwenden. Es liegen hier noch – und das ist jetzt kein Scherz! – etwa 200 Lieder auf Halde. Trotzdem wollte ich, als es dann endlich an die Aufnahmen ging, ganz frischen Kram auf der Scheibe haben. Da hat mich nochmal der Ehrgeiz gepackt“, lacht er. Die Plackerei hat sich allemal gelohnt. Die Songs von der leicht an Stefan Stoppok (eines seiner Idole) erinnernden Eröffnungsnummer ›Hey, Mr. Bankmann‹ bis zu dem das Album abschließende, an den frühen Westernhagen gemahnende ›Klaus‹ rocken nicht nur erdig, bluesig und locker los. Sie erzählen auch tolle Geschichte – alle übrigens selbst erlebt. Die im Oktober gestartete Club-Tour zum Album dauert mindestens noch bis zum Jahresende an. Abgesehen von ein paar akustischen Soloterminen, spielt Wally die Tracks aus dem Album dabei in Dreierbesetzung. Schon deshalb werden diverse Stücke deutlich anders arrangiert gespielt. Dabei wird viel gejammt und Wert auf Spontaneität gelegt. Was dazu führt, dass auch schon mal ein paar Covers eingestreut werden. „Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen“, sagt Wally. „Ich quatsche dabei gern auch viel Blödsinn und will mein Publikum kennenlernen. Ich will, dass es lacht und Spaß hat.“ Beim Songmaterial von ALLES HALB SO WILD dürfte dieser garantiert sein.