Leonard Cohen – Fauler Bastard im Anzug

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Leonard Cohen – Fauler Bastard im Anzug

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Und was lernen Sie dabei?
Zum einen ist es ein Weg, um meine Depressionen in den Griff zu kriegen, unter denen ich seit frühester Kindheit leide. Und was eine ernste Sache ist. Also nicht vergleichbar mit einer schlechten Verabredung oder einem Wochenende, das nicht so toll lief. Wenn ich von Depressionen rede, meine ich eine klinische Sache, die dich dein Leben lang verfolgt. Eine richtige Qual, die dir das permanente Gefühl gibt, dass nichts gut läuft. Dass es keinen Spaß gibt und alle Strategien zusammenbrechen. Das ist die Art von Depression, mit der ich mich auskenne. Und ich bin glücklich, sagen zu dürfen, dass sie mit Hilfe eines guten Lehrers langsam schwächer geworden sind. Zumindest tauchen sie nicht mehr mit derselben Grausamkeit auf wie früher.

Glaubt Leonard Cohen an die Wiedergeburt und wenn ja: Als welches Tier möchte er sein nächstes Leben verbringen?
Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung vom Prozess der sogenannten Reinkarnation. Aber wenn es sie gibt, würde ich gerne als Hund meiner Tochter zurückkehren.

Sehen Sie sich immer noch als Ladies Man, der die Frauen genauso liebt wie sie ihn?
(lacht) An diesem Punkt meines Lebens als Frauenheld bezeichnet zu werden, bedarf einer Menge Humor. Zumal ich irgendwo gelesen habe, dass mit zunehmendem Alter ausgerechnet die Gehirnzellen sterben, die mit sexueller Lust zu tun haben. Wodurch man sich entweder besser oder schlechter fühlt. Abhängig vom Zustand seiner Neuronen.

Trotzdem wimmelt es im Booklet des neuen Albums von Zeichnungen nackter Frauen. Und im Song ›Different Sides‹ singen Sie von einer Dame, die nicht sonderlich zufrieden mit ihrer sexuellen Performance zu sein scheint…
(lacht) Ich kann nur sagen: Meine Gehirnzellen sind in bester Verfassung – wie alles andere auch. Nur: Man kann es nicht jedem Recht machen. Was für alle Bereiche des Lebens gilt…

Wie geht es bei Ihnen weiter? Was haben Sie für Pläne und Ziele?
Ich habe eine Menge unvollendetes Material – aber auch genug Songs für ein weiteres Album, an dem ich bereits arbeite. Wenn Gott will, werde ich es dieses Jahr beenden.

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