JEFF BECK: OFFENBACH, CAPITOL

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JEFF BECK: OFFENBACH, CAPITOL

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Jeff BeckLIEBER SPIELEN ALS REDEN

Ende Juni 2014 vollendet Jeff Beck sein 70. Lebensjahr. Als Nachfolger von Eric Clapton und Vorgänger von Jimmy Page bei den legendären Yardbirds startete der Brite seine Langzeitkarriere.

Mögen Aufstieg und Glanzzeit auch schon lange zurückliegen, bei seiner Stippvisite im gut gefüllten Offenbacher Capitol wirkt der Pionier keine Spur angestaubt. Um einiges frischer, jünger und agiler wirkt Beck im direkten Vergleich mit in etwa gleichaltrigen Weggefährten wie Ron Wood oder Rod Stewart. Durch zeitlose Vielfalt und eine gehörige Portion Virtuosität besticht auch sein nahezu komplett instrumentales Repertoire.

Zum Auftakt verarbeitet ›Loaded‹ Schwermetallisches. ›Egyptian‹ glänzt in arabischen Notenskalen. In den Coverversionen von Mahavishnu Orchestras ›You Know You Know‹ und Billy Cobhams ›Stratus‹ bildet Jazz Fusion das Fundament. Als Ausgangsbasis dient immer wieder der Blues für exzellente Soloexkursionen.

Jeff Beck macht nicht viele Worte. Wenn der schlanke Engländer mit vollem Haupthaar kommunizieren möchte, erledigt er das mittels seines Instruments. Ein weißes Modell der Marke Fender Stratocaster mit Vibratohebel, das er durch diverse Effektgeräte jagt und, abgesehen von einem Bottleneck, ohne Plektrum und nur mittels des Volumenreglers bearbeitet. Von Becks schierer Virtuosität profitiert ›Little Wing‹ von Jimi Hendrix mit Akustikeinlage von Zweitgitarrist Nicolas Meier ebenso wie das bravouröse ›A Day In The Life‹ von den Beatles. Zart Zerbrechliches, wie etwa ›Angel (Footsteps)‹ oder das irische Traditional ›Danny Boy‹, kann der Maestro auch.

Als Kontrast dazu dient das kernige Slap-Spiel von Bassistin Rhonda Smith, ehemals Mitglied in der Band von Prince. Im Funk-Giganten ›Why Give It Away‹ darf Smith, begleitet vom kraftvollen Schlagwerk von Jonathan Joseph, ihre Stimmbänder zum Einsatz bringen. Nochmals stimmlich glänzt Rhonda Smith im urigen Blues-Klassiker ›Rollin’ And Tumblin‹, der ersten von zwei Zugaben Zum Finale hält Veteran Beck Besinnliches bereit: ›’Cause We’ve Ended As Lovers‹.

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