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Amplifier – TRIPPIN‘ WITH DR. FAUSTUS

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Ein Pakt mit dem Teufel.

Amplifier aus Manchester betreten mit ihrem sechsten Studioalbum die Rock-Bühne. Erwartungsgemäß be­­grüßen einen zunächst fette Gitarrenriffs auf hypnotischen Rhythmusfiguren. Gleich der Einstieg ›Rainbow Machine‹ und mehr noch der zweite Titel ›Freak­­zone‹ stehen exemplarisch dafür. Beide Stücke zusammen bringen es schon auf fast 15 Minuten Spielzeit. Es folgen weitere Tracks an der Sechs-Minuten-Grenze, die alle nach ähnlichem Muster gestrickt sind – nach kurzem Intro füllt eine Gi­­tarrenbreitwand das Theater. Nur ›Anubis‹, mit 3:45 der kürzeste Song des Albums, geht einen anderen Weg und bleibt komplett akustisch. Die Ab­­wechslung tut nach dem ganzen Gitarrengewitter richtig gut. Thematisch, der Albumtitel deutet es an, geht es um Habgier, Verlockung, Egoismus, kurz den Pakt mit dem Bösen, um unbegrenzten Erfolg zu haben. Der Titel ›Silvio‹ ist der Ausgangspunkt für diese Geschichte und bezieht sich auf den italienischen Medienunternehmer und Politiker Ber­lusconi. Amplifier werden oft in die Prog-Rock-Ecke gerückt. Vermutlich liegt das an ihrer Vorliebe für vergleichsweise lange Songs und ihren Hang zum konzeptionellen Überbau. Dabei spielen sie eindeutig Alternative-Rock, und zwar richtig gut und spannend.

7/10

Amplifier
TRIPPIN‘ WITH DR. FAUSTUS
ROCKOSMOS/ALIVE

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