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April Wine – ANIMAL GRACE / WALKING THROUGH FIRE

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april winePompöser Holzfäller-Rock.

Kanadas Mainstream-Rock startete nicht erst mit Bryan Adams. Sänger, Gitarrist und Komponist Myles Goodwyn rang mit seiner Formation April Wine bereits seit 1971 zäh um internationale Anerkennung. Perfekter mehrstimmiger Gesang und zeitweilig drei sich duellierende Gitarren in Kombination mit melodischem Hard Rock nahmen das stromlinienförmige Konzept von Boston vorweg, was vor allem in Kanada und den USA gut funktionierte. In Europa blieben April Wine auch nach dem innovativen Vorstoß FIRST GLANCE (1978) der ewige Geheimtipp. Als Doppel-CD legte das britische Label BGO kürzlich die beiden Alben ANIMAL GRACE und WALKING THROUGH FIRE wieder auf, produziert 1984/85, als Pomp, Bombast und Pathos im Mainstream-Rock als absolute Tugenden galten. Mit haargenau dem gleichen Konzept sorgten damals übrigens auch die IKEA-Rocker Europe für Hysterie. Auf ANIMAL GRACE reiht sich jedenfalls ein Klischee ans nächste, bis offenbar selbst Chef Goodwyn der Spaß verging. Für WALKING THROUGH FIRE wurde die gesamte Mannschaft ausgetauscht und die Drum-Machine kam vermehrt zum Einsatz. Aber auch das half nicht wirklich, denn die Songs blieben allenfalls Mittelmaß.

Animal Grace: 3

Walking Through Fire: 3

Michael Köhler

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