Vinyl: Ten Years After

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Vinyl: Ten Years After

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Zwischen Rock-Manie, Blues-Besessenheit und Jazz- Verspieltheit:
Skoobly-Oobly-Doobob.

Im Konzert-Film „Woodstock“ empfiehlt sich Gitarrist Alvin Lee mit dem ekstatischen Gitarrenglanzstück ›I’m Going Home‹ als brillanter Mr. Fingerflink – eine zehnminütige Tour de Force, zelebriert als Blues-Rock-Tsunami. Als STONEDHENGE im Februar 1969 den zweiten Frühling des British Blues Boom bereichert, sind es bis zum Auftritt beim Festival der Superlative nur noch sechs Monate, den ganz großen Durchbruch hat die Band also noch vor sich. Reichlich puristisch gestalten sich die zehn im September 1968 eingespielten Songs. Vor allem Keyboarder Chick Churchill, assistiert durch die präzise Rhythmussektion aus Bassist Leo Lyons und Drummer Ric Lee, liefert Sternstunden ab. Zwischen Rock-Manie (›Speed Kills‹), Blues-Besessenheit (›A Sad Song‹) und Jazz-Verspieltheit (›I Can’t Live Without Lydia‹) oszilliert das Quartett mehr oder minder experimentell. In ›Skoobly-Oobly-Doobob‹ erprobt sich Lee im Scat- Gesang, ›Going To Try‹ wiederum pocht mit fernöstlichem Getrommel zum Auftakt fast schon psychedelisch. Doch als Herzstück und Blaupause für den künftigen Stil von Ten Years After erweist sich der satte Rocker ›Hear Me Calling‹, in den folgenden Jahren Fixpunkt bei TYA-Konzerten. Mit einer ebenso mitreißenden Coverversion erzielen drei Jahre später auch Slade einen Volltreffer.

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