Die skurrilsten Cover der Rockwelt: ELO mit THE LIGHT SHINES ON

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Die skurrilsten Cover der Rockwelt: ELO mit THE LIGHT SHINES ON

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Ein Artwork, das zur Zeitreise einlädt! Die Haltestellen sind auch schon angelegt: Siebzehnhundertirgendwas, 1966, 1971 und 1977. Aber schön der Reihe nach: Unter modischen Aspekten betrachtet, bewegen sich Roy Wood, Jeff Lynne und Bev Bevan (v. l. n. r.) in jener galanten Epoche, als James Cook Richtung „terra australis incognita“ aufbricht, Rüschenhemden der ganz heiße Scheiß sind und in der guten Stube trübe Tranfunzeln oder olfaktorisch herausfordernde Talgkerzen für gemütlich rußendes Dämmerlicht sorgen – denn teure Wachskerzen sind nur was für reiche Leute. Zugegeben: Woods 70er-Jahre-Brille konterkariert das historische Idyll ein ganz klein wenig. Jenes Objekt, das hier mittig auf dem Tisch platziert wurde, zerstört es dann endgültig. Womit wir im Jahr 1966 angekommen sind, als der Münchner Designer Ingo Maurer die Tischlampe „Bulb“ vorstellt, mit metallenem Fuß und einer Glocke aus Murano-Glas. Das New Yorker Museum Of Modern Art ist vom Entwurf derart angetan, dass es umgehend ein Exemplar in seine Sammlung aufnimmt. Als 1971 ELOs Debütwerk erscheint, greifen die Cover-Designer von Hipgnosis sinnigerweise auf das edle Stück zurück, zumal sich der Bandname damit ja auch trefflich illustrieren lässt. Die dazugehörige Fotosession findet im Londoner Banqueting House in Whitehall statt und auf der Rückseite des Albums kann man die drei Herren bereits damals in ihren antiken Fummeln bewundern. Für THE LIGHT SHINES ON, eine Best-of-Compilation der frühen ELO-Jahre aus dem Jahr 1977, wird dann eines der damals entstandenen Fotos verwendet – zuvor aber ein wenig aufgepeppt: Dort, wo eine handelsübliche E-27-Birne sitzen sollte, montierte man im Fotostudio von Michael Mann den ELO-Schriftzug ins Bild. Einfach, aber effektiv. Und dank des Kontrastes aus Freibeuter-Ästhetik und Pop-Art-Design sogar angemessen skurril.

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