-

Wolf Alice – BLUE WEEKEND

■

Aus solchen Alben werden Festival-Headliner der Zukunft gemacht

Wenn man drüber nachdenkt, wie unglaublich groß die Smashing Pumpkins mal waren, ist es bemerkenswert, wie wenig Einfluss sie bisher hinterließen. Auch die Londoner Wolf Alice werden sicherlich zweifelnd ihre Augenbrauen hochziehen, wenn sie die These lesen, dass sie hier ein MELLON COLLIE für ihre Generation abgeliefert haben. Das war bestimmt nicht ihr Ziel. Aber es ist so. Auf ihrer dritten LP schillert, schimmert und brezelt das Quartett um die Glockenstimme Ellie Rowsell so grazil wie trittsicher zwischen den Extremen süß und crunchy, dass der Vergleich erlaubt sein muss.

Schmerzhaft schöne Abschiedsballaden (›No Hard Feelings‹) schweben neben Noise-Explosionen (›Greatest Hits‹) und machen das Album zu einer Wanderung durch dramatische Vulkanlandschaften, Rosengärten in voller Blüte und nächtliche Küstennebel. Nachtigall Ellie ist nicht der einzige Star der Band: Gitarrist Joff Oddie spielt kunstvoll und unorthodox, Bassist Theo Ellis und Drummer Joel Amey grundieren mit unaufdringlichen, aber variantenreichen Ideen das Klangbild ideal. Toll, wirklich toll.

9 von 10 Punkten

Wolf Alice, BLUE WEEKEND, CAROLINE/UNIVERSAL

- Advertisement -
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Weiterlesen

Viper Queen – Munich Rock City

Die Zeiten, in denen München als weltweit gefragte Adresse für die internationale Rockszene galt, müssen nicht vorbei sein. Die fünf von VIPER QUEEN versuchen,...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

Tony Iommy - Über die Vergangenheit mit Black Sabbath und sein brandneues Studioalbum. •• Aerosmith Der turbulente Weg zum großen 80er-Comeback. • Greta Van Fleet Die Kids werden...

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...
- Advertisment -