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Weezer – OK HUMAN

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Eine Handvoll Streicher machen keinen Brian Wilson – aber sie helfen

Seit 1994 kultivieren Weezer ihr Image als Schlauberger-College-Rocker. Nun ist das Quartett um Sänger Rivers Cuomo in seiner Oreos-Phase angekommen. Wie bitte? Also: Der Oreo-Keks gehört als Standard in jeden US-Supermarkt, obendrein gibt‘s jede Saison neue Varianten. Wer nun Oreos Strawberry Milkshake kauft, erwartet natürlich kein Getränk. Sondern einen Oreo-Keks mit leicht anderer Füllung, die vage an Erdbeer erinnert. Zu Weezer: Die wollten 2020 eigentlich mit der Sorte/dem Album VAN WEEZER ihre frühen Metal-Helden feiern. In der Corona-Phase schien das unpassend, also switchen Cuomo & Co. auf eine Platte, die man als Tribut an PET SOUNDS verstehen soll.

Klar, faktisch liefert OK HUMAN 98% Weezer, in Geschmack, Form und Zuckergehalt. Nur zur Abwechslung halt mit Streichern, wo sonst Nörgelgitarren wären. Mit Brian Wilsons sprunghaftem Geniestreich hat das in etwa so viel zu tun wie ein Golden Oreo mit Edelmetall. Ganz witzig: Trotzdem macht diese Variation OK HUMAN zu Weezers hörenswertester Platte seit dem grünen Album (2001).

7 von 10 Punkten

Weezer, OK HUMAN, WARNER

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