Thunder: Bochum, Zeche (21.06.)

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Thunder: Bochum, Zeche (21.06.)

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thunder2-KopieSo gut wie eh und je

Ein lauwarmer Sonntagabend inmitten der Open-Air-Saison gilt nicht gerade als Garant für eine gut besuchte Clubshow. Umso erfreulicher ist es, dass die Bochumer Zeche bereits mehr als ordentlich gefüllt ist, als Colour Of Noise aus Brighton die Bühne entern, um die hardrockaffine Meute mit ihrer Led-Zeppelin-meets-Nazareth-Mucke auf den Headliner einzustimmen. Zwar tönt das Riffing etwas ausgelutscht und die Gebärden des Sängers wirken arg einstudiert, dem artig Applaus spendenden Publikum scheint das aber nicht weh zu tun. Wie man Qualitätsrock fernab jeglicher Klischees inszeniert, zeigen dann ab Punkt 21:00 Danny Bowes und seine erfolgreich wiederbelebten Donnergötter. Schon der aus ›Wonder Days‹ und ›River Of Pain‹ bestehende Eröffnungsreigen beseitigt jede im Vorfeld getätigte Vermutung, das stark ergraute Quintett habe etwas von seiner Durchschlagskraft eingebüßt. Herr Bowes singt auch mit Mitte 50 jeden Jungspund in Grund und Boden. In einer perfekten Welt würde sein Organ sicherlich ausverkaufte Stadien beschallen. Die Reaktion der gut 500 anwesenden Fans als enthusiastisch zu bezeichnen, wäre eine glatte Untertreibung. Und so singen sie die Hookline von ›Resurrection Day‹ munter weiter, nachdem die Band den Song schon längst beendet hat. Die Setlist glänzt durch eine ausgewogene Mixtur aus Songs neueren Datums, mittelalten Nummern wie ›The Devil Made Me Do It‹ und altbewährtem Material à la ›Backstreet Symphony‹ oder ›Love Walked In‹. Mit einer besonders dreckigen Version von ›Dirty Love‹ entlassen Thunder schließlich ihre durchgeschwitzten und heiser gesungenen Jünger in die angehende Bochumer Nacht.
Fazit: Wer seinen sonntäglichen Hintern nicht von der Couch bekommen hat, dem sei gesagt, dass kein Tatort-Kommissar je so gut ermitteln wird, wie Danny Bowes singen kann.

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