Was machen eigentlich The Rubettes?

The RubettesGute Frage: Was machen eigentlich The Rubettes?

Im Rahmen der live im Fernsehen ausgestrahlten Sendung „Die Silvestershow“ gaben sie erst kürzlich ein Lebenszeichen von sich. Und natürlich durfte bei den dort performten drei Songs der Megahit ›Sugar Baby Love‹ nicht fehlen. Die Rede ist von der 1973 in England gegründeten Truppe The Rubettes, hier in der Variante The Rubettes Featuring Bill Hurd mit gleichnamigem Original-Keyboarder. Vor zehn Jahren wurde ›Su­­gar Baby Love‹ in „Die ultimative Chartshow“ zum besten Oldie aller Zeiten gewählt. Präsentiert wurde der Evergreen damals von The Rubettes Featuring Alan Williams, der zweiten seit 2001 existierenden Ausgabe. Hier waren mit Sänger und Gitarrist Alan Williams, Bassist Mick Clarke und Schlagzeuger John Richardson sogar drei Gründungsmitglieder am Start.

The Rubettes landeten 1973 gleich zu Beginn ihrer Karriere mit ›Sugar Baby Love‹ ihren einzigen Nummer 1-Hit. Es folgten weitere europäische Top Ten-Erfolge wie ›Tonight‹, ›Juke Box Jive‹, ›I Can Do It‹, ›Foe-dee-oh-dee‹ und ›Baby I Know‹. In den 80ern wur­de es ruhiger und einzelne Mitglieder versuchten mehr oder weniger erfolgreich Solo-Karrieren in Gang zu bringen. Im folgenden Jahrzehnt erschienen auch wieder Alben, unter anderem die Compilation THE VERY BEST OF THE RUBETTES zum Ausklang des Jahrtausends. Das startete dann etwas holprig mit einem Gerichtsurteil und dem Split in die beiden aktiven Formationen. Während Bill Hurd seine ehemaligen Kollegen heute „die andere Band“ nennt, meint Steve Etherington, der seit 1996 als Instrumentalist und Produzent für diverse Ru­­bettes- und Solo-Releases zuständig ist auf Nachfrage, ob er mit Williams in der „originaleren“ Band spiele: „In der Tat, so ist es!“ Ansonsten scheint sich das Interesse an der Konkurrenz in Grenzen zu halten. Hurd nimmt sogar fälschlicherweise an, dass sich seine Kollegen von Tourneen verabschiedet haben.

Dem widerspricht die Ankündigung der großen Europatour zum 45. Jubiläum aus dem Alan Williams-Lager. Hierzu und zu weiteren Aktivitäten sagt Steve Etherington: „Haltet Ausschau nach dem großartigen Rubettes-Signature-Sounds mit Vokalharmonien, verschmolzen mit rockenden Rhythmen und orchestraler Finesse, 2019 und darüber hinaus.“ Neues Material ist aber auch auf Hurds Seite nicht ausgeschlossen: „Wir diskutieren momentan einen potenziellen neuen Platten-Deal für 2019 und hoffen, dazu in den kommenden Mo­­naten mehr sagen zu können.“ Zu den Diskussionen über die beiden Varianten und wer nun die „echten“ Rubettes seien, gibt sich der deutsche Betreiber von Hurds Facebook-Seite salomonisch: „Ja, darüber streiten sich die Fans. Ist mir aber persönlich ziemlich egal, solange die Musik weiterlebt.“
Martin Buchenberger

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