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The Halo Trees – SUMMERGLOOM

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Perfekt produzierter und arrangierter Indierock

SUMMERGLOOM läuft keine 20 Sekunden, da erkennt man bereits, dass hier eine besondere Produktion vorliegt: Detailreich und warm klingt diese Aufnahme, meilenweit entfernt von den Schlafzimmerproduktionen, die im Indierock-Bereich schleichend die Oberhand gewonnen haben, weil sie simpel und kostengünstig zu bewerkstelligen sind. Sascha Blach hat mit seiner Band The Halo Trees andere Pläne. In seinem Berliner Winter Solitude Studios verbrachte er Stunden damit, ein Schlagzeug so klingen zu lassen, dass es zugleich druckvoll und elegant klingt. Oder Gitarrensounds zu finden, die verhallte Verträumtheit vermitteln, ohne zu sehr nach The Cure zu klingen. Mit dieser Art von Indierock Deluxe erschaffen The Halo Trees auf ihrem zweiten Album eine Vielzahl von Atmosphären.

›Invisible‹ klingt wie dunkle Americana und bietet überraschende Harmonien, man denkt an die Willlard Grand Conspiracy. ›The Admiral‹ wird allen Fans von The National gefallen, ›Dark Clouds Over London‹ erinnert an britischen Post-Punk-Wave aus den wolkenverhangenen 80er-Jahren. ›Cardboard Cities‹ integriert Synthies zu einem Electronica-Walzer, im subtil treibenden ›Hologram‹ kommt Blachs rau-warme Stimme besonders zur Geltung: Sie bricht an den richtigen Stellen, ist dominant, ohne sich nach vorne zu drängeln.

8 von 10 Punkten

The Halo Trees, SUMMERGLOOM, WINTER SOLITUDE/ALIVE

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