A Talk On The Wild Side

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A Talk On The Wild Side

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ATalk_BuchNeulich im Rock-Olymp: ein Plausch mit den ganz Großen.

Schon mit der im LP-Format gestalteten Reihe AN ILLUSTRATED RECORD (u.a. mit den Beat-les, Rolling Stones, David Bowie) profilierte sich der britische Autor Roy Carr (NME, Me- lody Maker, Vox) als hochseriöser Rock-Chro-nist. Für den CD/Buch-Hybriden A TALK ON THE WILD SIDE im gleichen Format öffnete er seine umfangreichen Archive und förderte Interview-Originale in Wort und Ton zutage, die längst Legendenstatus haben. An zum Teil exotischen Schauplätzen führte er unglaublich intime Gespräch mit Künstlern, die er seit ih- ren Karriereanfängen kontinuierlich begleitet hatte. John Lennon und Yoko Ono traf Carr im August 1972 spätabends im Schlafzimmer des New Yorker Americana Hotels, Mick Jagger begrüßte ihn 1974 zum stundenlangen Schmaus im lauschigen italienischen Restaurant San Lorenzo in London – und Keith Moon leerte im gleichen Jahr konsequent den exklusiven Weinkeller des noblen Pariser Hotels George V, während ihn Who-Bassist John Entwistle in einem zum stilechten Pub umgebauten Raum seines Anwesens empfing. Bauarbeiter schwirr-ten 1972 durchs neue Domizil von Cat Stevens, als der joviale Hausherr allerlei Geheimnisse verriet. Somnambul gab sich indes der mitt-erweile wegen Mordes an einem Starlet zu lebenslanger Haft verurteilte Produzent Phil Spector, der nie vor Mitternacht, manchmal erst gegen Sonnenaufgang zum Plausch bat. Befreit vom jahrelangen Heroinkonsum war Keith Richards 1978 in New Orleans – und John Bonham wiederum überraschte in fein-stem Edelzwirn, wo er doch sonst vom Lehm seiner Farm verdreckte Arbeitsklamotten und Gummistiefel bevorzugte.

Noch interessanter als die Lokalitäten sind natürlich die vielfältigen Themen, über die sich Carr mit den ganz Großen des Musikgeschäfts auszutauschen pflegte. Nicht nur nachzulesen, sondern in diesem speziellen Falle auch nach-zuhören.

Michael Köhler

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