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    Black Star Riders: Scott Gorham im Interview

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    Black Star Riders: Scott Gorham im Interview

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    Black Star Riders 2019 pressBei den Black Star Riders läuft alles nach dem Motto „Einer für alle und alle für einen“ – behauptet Bandchef und Thin-Lizzy-Legende Scott Gorham.

    Mit Drummer Chad Szeliga und Gitarrist Christian Martucci sind zwei Neuzugänge bei den Black Star Riders, die sich auf dem aktuellen und vierten Album ANOTHER STATE OF GRACE erst noch beweisen mussten. Warum das ungewöhnlich gut funktioniert hat, wie sehr die nicht abreißenden Massenschießereien in Amerika als Einfluss dienten und warum Frontmann und Songwriter Ricky Warwick seine Texte dem Rest der Band manchmal erst erklären muss, erzählt ein gut gelaunter Scott Gorham im Interview.

    Mit der neuen Platte habt ihr eure Line-Up-Änderung wirklich manifestiert, oder?
    Wenn zwei neue Leute in die Band kommen, ist da erst mal ein großes Fragezeichen: Werden wir uns mögen? Werden wir gute Songs schreiben? Wie wird das Album klingen? Wir haben alle diese Fragen schon während des Songwritings beantwortet, das dieses Mal anderes lief: Christian Martucci war gerade mit Stone Sour unterwegs und wollte, dass wir ihm unsere Ideen zuschicken, damit er sie zusammenkleben kann. Ich war mir nicht sicher, ob ich das mag, weil ich sonst halt immer mit den anderen direkt im Studio zusammenarbeite. Aber ich habe zugestimmt und meistens waren wir mit seiner Arbeit echt einverstanden. Natürlich nicht immer, aber es war sehr zeitsparend und wir lernten uns sehr gut kennen. Am ersten Tag der Probe kamen wir gleich super miteinander aus. Weil der Druck sehr groß war, haben wir uns sofort zu einer Einheit zusammengezogen, nach dem Motto „Einer für alle und alle für einen.“

    Vor allem für einen Gitarristen wie dich ist der andere Gitarrist sehr wichtig. Wie würdest du dein Zusammenspiel mit Christian beschreiben?
    Eine gute Frage. Damon und ich spielten sehr ähnlich, mit Christian ist das anders und ich mag das. Auf dem Album hört man eigentlich immer raus, wer welchen Part spielt. Das hat den Sound ziemlich deutlich ausgeweitet.

    Wie wichtig ist es dir, dich mit Rickys Texten identifizieren zu können?
    Gäbe es da mal ein Problem, würden wir das einfach in Ruhe diskutieren, aber eigentlich sind wir uns immer einig. Natürlich wuchs Ricky ganz anders auf damals in Nordirland, er erlebte Tod und Zerstörung. Jetzt wohnt er in L.A. und sieht die ganzen Massenschießerein, hat Kinder, die auf diese Schulen gehen und schreibt natürlich Songs wie ›Why Do You Love Your Guns So Much‹. Ich bin Amerikaner und ich verstehe dieses ganze Ding mit der NRA auch nicht, deswegen stehe ich da 100% dahinter und tatsächlich ist es einer meiner Lieblingssongs auf dem Album.

    Für Nicht-Amerikaner ist es schwer, diese Waffengeschichte irgendwie nachzuvollziehen.
    Ich lebe ja auch in England – hier sind die Waffengesetze sehr streng – und spreche oft mit Freunden darüber. Keiner versteht, warum Amerikaner bis an die Zähne bewaffnet sein müssen. Nach der letzten Schießerei meinte Trump erst, dass man härtere Gesetze brauche. Am nächsten Tag schien das schon wieder vergessen. Klar, weil der Präsident der NRA bei ihm angerufen hat und meinte: „Hey, Donald-Baby, wir werfen dir viel Geld in den Rachen, also komm runter mit deinen Waffengesetzen.“

    Der Mann ist generell ein großes Problem.
    Ist er. Ich flehe zu Gott, dass er nicht noch für eine weitere Amtsperiode gewählt wird. Für das Wohl der ganzen Welt. Entschuldige, wenn ich da ein bisschen ungestüm werde. (lacht)

    Kein Problem! (lacht) Muss Ricky dir manche seiner Texte erläutern?
    (lacht) Manchmal schon! Wenn du dir die Titel mal anschaust, klingt das ganze neue Album nach Krieg. Und ich meinte nur: „Hey Ricky, ist das jetzt die Apokalypse oder was?“ und er nur so: “Ach nein, es geht um einen Jungen mit Herzschmerz oder über dieses und jenes.“

    Du findest, das ist bisher eure stärkste Platte, richtig?
    Ja. Produzent Jay Ruston war ab den Proben dabei war und hat alles aufgenommen. Die Vorschläge aller Beteiligten flogen durch den Raum, das Album ist durch echte Teamarbeit entstanden. Ich liebte das Studio, ich liebe den Sound und wie die Songs entstanden sind. Und was ich bisher so mitkriege, spüren die Leute das auch beim Anhören und das ist ein gutes Gefühl.

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