Rückblende: Led Zeppelin – ›Kashmir‹

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Rückblende: Led Zeppelin – ›Kashmir‹

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Der Track ›Kashmir‹ ist fast ebenso bedeutsam und bekannt wie die Band, die dieses episch-progressive Rock-Meisterstück vom PHYSICAL GRAFFITI-Album komponiert hat: Led Zeppelin.

„Es wäre toll, wenn die Leute beim Namen Led Zeppelin an ›Kashmir‹ denken würden – und nicht an ›Stairway To Heaven‹.“ Der Satz stammt von Robert Plant, der mehr als drei Dekaden nach der Veröffentlichung des Songs, der den Schlusspunkt des PHYSICAL GRAFFITI-Doppelalbums bildet. „›Kashmir‹ ist nicht übertrieben oder gar hysterisch. Der Track gibt die Essenz der Band perfekt wieder.“

In der Tat. Doch obwohl Led Zeppelin im Laufe ihrer Karriere etliche wahrlich magische Momente auf Platte bannen konnten, so zählt ›Kashmir‹ doch zweifelsfrei zu den herausragendsten Stücken der Bandhistorie. Der Track spielt in derselben Liga wie ›Whole Lotta Love‹ und eben ›Stairway To Heaven‹. Heißt: Er ist ein Klassiker, und zwar nicht nur im Rock-Genre, sondern im gesamten Bereich der Populärmusik. Zudem, auch das muss gesagt werden, markiert er den Zenit in Led Zeppelins Laufbahn: Höher ging’s nicht.

Musikalisch, aber auch inhaltlich ähnelt ›Kashmir‹ einer Reise in ein fremdes, unbekanntes Land, das einen trotz der weiten Entfernung magisch anzieht: Der Song klingt wie eine wilde Mischung aus Rock, Funk und einem afrikanischem Wüstensturm. Ursprünglich trug das Lied den Arbeitstitel ›Driving To Kashmir‹. Zu der indischen Provinz Kashmir gibt es aber keinerlei Bezug. Robert Plant kam die Idee für seinen Text nämlich auf einer Fahrt durch Marokkos öden Süden. Doch es waren laut Plant nicht etwa die geografischen Besonderheiten Nordafrikas, die ihn inspiriert haben, sondern der Trip an sich. Er erinnerte sich an die schier unendliche Reise auf einer Straße, die sich wie ein Fremdkörper durch die Wüste schlängelte. Rechts und links des abgenutzten Asphalts gab es nur Staub, Sand und Steine. Und auch der Weg selbst schien keinen Anfang und kein Ende zu kennen. Alles flimmerte vor Plants Augen. Plötzlich kamen ihm die ersten Zeilen in den Sinn: „Oh Let The Sun Beat Down Upon My Face, Stars To Fill My Dreams…“

„Es wäre toll, wenn die Leute beim Namen Led Zeppelin an ›Kashmir‹ denken würden – und nicht an ›Stairway To Heaven‹.“ (Robert Plant)

Die Musik zu diesen Worten entstand in einer spontanen, nächtlichen Session – John Bonham und Jimmy Page jammten in „Headley Grange“, einem Anwesen in East Hampshire, um das sich viele Spukgeschichten rankten und in dem bereits etliche Zep-Tracks entstanden waren.

„Bonzo gab auf den Drums einen Rhythmus vor“, erinnert sich Page an die damalige Zeit. „Dann fügte ich einen Riff hinzu und schließlich die Overdubs. Die sind später von einem Orchester neu eingespielt worden, um sie noch lebendiger zu gestalten. Aber die Parts klangen schon von Anfang an sehr bedrohlich. Genau das wollten wir erreichen – und es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn man sich vornimmt, eine bestimmte Stimmung zu erzeugen und sie dann am Ende auch exakt so hinbekommt.“

Nach diesem viel versprechenden Start gab es jedoch einige Probleme mit dem Track. Bassist John Paul Jones verschwand nämlich urplötzlich. Er wollte nichts mehr mit Led Zeppelin zu tun haben, was den Aufnahmeprozess logischerweise ins Stocken brachte.

Doch schließlich kehrte er zurück, die Aufnahmen konnten weitergehen. Die Band zog – mit Ausnahme von Page – ins nahe gelegene, schicke Frencham Ponds-Hotel um. Dort arbeitete Jones am Mellotron Ideen für Orchester-Parts aus, während sich Plant an ersten Textentwürfen versuchte. Doch vor allem der unkonventionelle Rhythmus des Songs bereitete ihm Probleme – er wollte einfach nicht zu seinen Worten passen, so sehr er sich auch anstrengte.

„Es war eine enorme Herausforderung für mich, der Vorlage von John und Jimmy etwas Passendes entgegenzusetzen. Ihre Musik war fantastisch. Das Stück lebt nicht allein vom Bombast, sondern steckt einfach von vorn bis hinten voller Energie. Und ich sollte nun eine Idee entwickeln, die der unbändigen Lebensfreude, Abenteuerlust und mentalen Erleuchtung, die ›Kashmir‹ musikalisch ausstrahlt, inhaltlich gerecht wird.“

Fortsetzung auf Seite 2…

2 Kommentare

  1. ..und auch ich muss wieder „klugscheissern“, aber selbst Ritchie Blackmore behauptete, sein Song „Gates of Babylon“ von der LP „Long live Rock`n`Roll“ sei von Led Zep´s „Kasmir“ inspiriert worden.

  2. Kashmir einer der meiner Meinung nach besten und bedeuten sten Rock-Songs einer der besten und bedeuten-sten Rock-Bands, geschaffen von den begnadeten Musikern Page, Plant, Jones und Bonham.
    Eine der bedeutendsten Bands aus einer der für mein dafürhalten besten Zeit-Epoche der Rock-Musik.
    Heute noch Vorbild für Bands wie die jungen Wilden von Greta van Fleet die ohne den musikalischen Background geschaffen von Led Zeppelin nicht existent wären.
    Es ehrt die Jungs dass sie sich dieser musikalischen Vorbilder bedienen um den Spirit dieser grandiosen Musik weiter zu tragen, um eigene Ideen zu generieren einen eigenständigen Sound zu schaffen. Ich hoffe für sie, dass sie dazu in der Lage sind, nicht nur Elemente zu covern um darauf die eigenen Songs zu bauen.
    Kreativität ist mehr als nur wen auch dezent musikalische Versatzstücke zu covern. Kreativität ist das Gegenteil von covern. Es bedeutet sich vom Spirit von erschaffener Musik für das erschaffen von eigener Musik inspirieren zu lassen. Möge dieser Spirit den Jungs von Greta van Fleet und anderen gewahr werden, dann sind sie meiner Meinung nach auf dem richtigen Weg dem weg um bleibende Musik zu schaffen. Beste Grüße

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