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Rock in der Krise (Teil 12): Blackberry Smoke

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Rock in der Krise (Teil 12): Blackberry Smoke

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Rauch steigt auf

Der Rock ist tot? Nie im Leben! Man braucht nur Durchhaltevermögen und ein bisschen Glück, wie Blackberry Smoke gelernt haben…

Blackberry SmokeDSC_0829Also, die Sache läuft so: Das neue Album deiner Band ist der Hammer, die Art von Platte, die euch wirklich bekannt machen sollte. Du hast seit dem letzten Release eine echte Ochsentour hinter dir, sechs Jahre, in denen du von einem Ende der USA ans andere Staub und Asphalt unter die Räder genommen hast. Du bist seit fast zehn Jahren Frontmann von Blackberry Smoke und hast über 1300 Konzerte gespielt. Jetzt ist es 2009 und LITTLE PIECE OF DIXIE, ein Studioalbum, das all diese Meilen on the road perfekt einfängt, steht kurz vor der Veröffentlichung. Scheiß auf all die Ablehnungsschreiben. Scheiß auf all die Anzugtypen, die sagten, dass du nirgends dazu passt. Das ist der „real deal“.
Aber dann passiert es. Dein Label geht pleite, einfach so. Das Album geht in dem Chaos einfach verloren. „Manchmal lachen wir darüber und sagen, ‚Mal ehrlich, was kann sonst noch für Scheiße passieren?“, sagt Sänger/Gitarrist Charlie Starr heute. „Wir haben nie irgendwas geschenkt bekommen, wir mussten für vieles kämpfen. Es hat lange gedauert, bis wir gesignt wurden. Und als wir es dann endlich geschafft hatten, ging alles schief.“
Wie man sieht, war die Karriere von Blackberry Smoke bislang oft eher ein Härtetest als ein rein musikalisches Unterfangen. 2000 in Atlanta gegründet, hat ihr funkelnder Mix aus Südstaaten-Vibes – Country, Gospel, Blues und jede Menge knackiger Rock’n’Roll – manchmal so seine Probleme gehabt, sein ihm zustehendes Publikum zu finden. Das Quintett aus Starr, den Brüdern Richard (Bass/Gesang) und Brit Turner (Schlagzeug) sowie Paul Jackson (Gitarre/Gesang) und Organist Brandon Still ist aufrichtig stolz auf seine Wurzeln. Wie bei den Allmans oder Skynyrd – oder jüngeren Beispielen wie den Drive-By Truckers – ist ihr Southern Rock alles andere als reduktiv. „Manche Leute können nichts mit all unseren verschiedenen Einflüssen anfangen, z.B. Gospel und Jazz, Delta Blues, Bluegrass und traditionelle Hillbilly-Musik“, so Starr. „Sie denken einfach, Southern Rock sei ›Freebird‹.“
Dieses Stigma war dennoch einer der Gründe, das manch ein Plattenlabel nichts mit Blackberry Smoke zu tun haben wollte. „Wir hatten da viel Verwirrung, denn Amerikaner möchten gerne alles in eine Schublade stecken, damit sie es leichter verstehen können. Für viele Country-Fans waren wir eher eine Rock’n’Roll-Band. Und für die Rock’n’Roller war unser Country-Einfluss zu groß, also saßen wir da irgendwie zwischen den Stühlen. Bei den Radiosendern hieß es dann, ‚Verdammt, ihr seid echt super, aber wir wissen nicht, wo wir euch spielen sollen!’“

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