Rock in der Krise (Teil 12): Blackberry Smoke

THE WHIPPOORWILL klingt nicht nur großartig, Starrs Texte haben auch mehr Tiefgang. Das gospellastige Titelstück etwa ist eine Hommage an seine Großmutter väterlicherseits, während persönliche Erfahrungen auch im bittersüßen ›Ain’t Much Left Of Me‹ im Vordergrund steht, einem der Highlights des Albums. „Ich dachte einfach daran, wie eine Scheidung etwas ist, das einfach nur das Leben aus dir heraussaugt, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Das Leben schlägt einfach auf dich ein, aber du musst irgendwie durchhalten und wieder Oberwasser gewinnen.“
Diese Fähigkeit lässt sich leicht als Metapher für Blackberry Smoke selbst interpretieren. Beim Millionseller Brown zu unterschreiben, gesteht Starr, „hat uns einige Möglichkeiten eröffnet und uns geholfen, ein größeres Publikum, zu erreichen. Ein toller Aspekt der Arbeit mit Zac ist es, seine Vorgruppe zu sein: Red Rocks, Madison Square Garden, Hollywood Bowl. Es ist ein Traum, der Wirklichkeit geworden ist.“
Und bestätigt zur Beruhigung für Rockfans und Rockbands gleichermaßen, dass Rock’n’Roll-Träume 2014 immer noch wahr werden können. Vor wenigen Monaten tourten Blackberry Smoke äußerst erfolgreich durch Europa und sorgten auch bei der Aftershow-Party unserer CLASSIC ROCK Awards für helle Begeisterung.
Starr gibt zu, dass all dieses plötzliche Tohuwabohu „sehr surreal“ ist, aber verdient haben sie es eben auch. Man hat auch den Eindruck, dass sie wie dafür geschaffen sind. „Vielleicht tun wir alle irgendwann das, wozu wir bestimmt sind. Wir haben vor, so schnell wie möglich ins Studio zu gehen, um unser nächstes Album in Angriff zu nehmen. Wir laufen gerade auf Hochtouren. Wir sind wieder bereit.“

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