Review: Yngwie Malmsteen – BLUE LIGHTNING

Yngwie Malmsteen_Blue_Lightning

Die fetten Jahre sind vorbei.

Yngwie Malmsteen ist ein unangefochtener Pionier, dessen Stil und Kreativität viele Kollegen inspiriert hat. Umso seltsamer ist es, dass ein derart genialer Musiker als jüngste Kreation ausgerechnet ein bluesiges Cover-Album abliefert. Man muss zugeben, dass seine Interpretationen von Songs wie ›Demon’s Eye‹ (Deep Purple) oder ›Forever Man‹ (Eric Clapton) durchaus Charme haben, aber man fragt sich am Ende eben doch, wieso er nicht lieber Eigenkompositionen abliefern wollte oder konnte. Herr Malmsteen hat außerdem auch jedes Ins­trument selbst eingespielt, sein Gesang ist ganz okay, aber sicher nicht seine wahre Stärke. Auch wenn er sich als Solo-Künstler sieht, kommt einem beim Durchhören der Songs häufiger der Gedanke: „Was der wohl in einer echten Band noch alles auf die Büh­ne bringen könnte?“ Aber das ist wohl eine utopische Vorstellung. BLUE LIGHTNING ist daher eine nette Aufnahme, die man auch mit „Yngwie jammt Bluesrock“ untertiteln könnte. Wer allerdings echtes Interesse an neo-klassischem Heavy Metal hat, der sollte seine Werke aus den 80ern in Ehren halten.

6/10

Yngwie Malmsteen
BLUE LIGHTNING
MASCOT/ROUGH TRADE

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