Review: White Void – ANTI

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Review: White Void – ANTI

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Musikalische Freigeister am Werk

Lars Arne Nedland hat eine neue Formation am Start. Normalerweise tobt sich der Norweger bei den Black-Metal-Bands Solefald und Borknagar aus. Mit schwarzem Extrem-Metal hat das neue Projekt White Void aber so gar nichts zu tun. Die Band beschreibt ihren Stil als eine Mischung aus 70er-Jahre Okkult-Rock, Hardrock und britischem New Wave der 80er-Jahre. Die stilistische Vielfalt passt zu Nedlands Ruf als musikalischer Freigeist, der für White Void Mitstreiter aus der Elektro-Szene, dem Blues und dem Pop um sich geschart hat. Das schlicht ANTI benannte Debüt ist dementsprechend schwer einzuordnen. Die acht Songs kennzeichnet eine düstere Melodiösität, die aber immer wieder von eindringlichem Hardrock-Riffing aufgebrochen wird. Das Songwriting ist trotz vielfältiger Einflüsse eingängig und mit vielen Hooks versehen. Der Ohrwurmsong ›Do. Not. Sleep.‹ ist ein gutes Beispiel: Hier treffen typische 70er-Jahre-Hardrock-Gitarren auf die Keckheit des New Waves der 80er.

›Where You Go, You’ll Bring Nothing‹ erinnert an die Gothic-/Alternative-Rocker Anathema, und ›This Apocalypse Is For You‹ ist eine Uptempo-Nummer, die sich thematisch um Krisen dreht, der aber der lebensbejahende Geist des Boogie innewohnt. Wer nicht vor experimentell-facettenreichem Hardrock zurückschreckt, sollte White Void auf jeden Fall antesten.

7 von 10 Punkten

White Void, ANTI, NUCLEAR BLAST/ROUGH TRADE

Text: Matthias Bossaller

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