Review: Vibravoid – THE DECOMPOSITION OF NOISE

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Review: Vibravoid – THE DECOMPOSITION OF NOISE

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Denn sie wissen genau, was sie tun – und auch warum

Es ist ein tragisches Missverständnis, wenn sich heutzutage gefühlt jede dritte Retro-Rockband „psychedelisch“ zu nennen wagt. Ganz ehrlich: Das Verwursten von gut abgehangenen Tony-Iommi-Riffs und Texten, in denen sich „doom“ auf „mushroom“ reimt, ist definitiv nicht genug. Geht also besser ein Bier trinken und überlasst die auf magische Weise bewusstseinsexpandierenden Klänge lieber den Profis von Vibravoid, die seit rund 20 Jahren wissen, wie das funktioniert – dieses Außerweltliche, Rätselhafte und bisweilen auch schamanenhaft Repetitive. Für episches Eintauchen sorgt ›The Essence Of Noise‹, erfreulich abgefahren gerät auch der Filmmusik-Outtake ›Im Zeichen des Zwilling‹, der im besten Sinne an die experimentelle Frühphase von Tangerine Dream erinnert.

Weitere Facetten offenbaren der einnehmende, geradlinig rockende Titeltrack, das kompakte ›World Of Pain‹ und das ätherische ›It Happened Tomorrow‹, letzteres mit melodischem Pink-Floyd-Touch der prä-orchestralen Barrett/Gilmour-Übergangsphase. Machen wir’s kurz: Genau so sollte mit Herzblut produzierte Psychedelic im Jahr 2020 klingen.

8 von 10 Punkten

Vibravoid, THE DECOMPOSITION OF NOISE, STONED KARMA/CARGO

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