Review: Van Morrison – VERSATILE

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Review: Van Morrison – VERSATILE

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Van Morrison Versatile

Beschwingter Jazz vom großen nordirischen Barden.

Genau wie Kollege Bob Dylan auf dessen jüngsten Alben zieht es Van Morrison zurück in vergangene Zeiten. Hatte er sich auf ROLL WITH THE PUNCHES vor nur drei Monaten auf seine Blueswurzeln besonnen – und Songs von Idolen wie Little Walter, Bo Diddley oder Sam Cooke gecovert – so nimmt er sich jetzt den Jazz vor. Nicht von ungefähr: Schon frühe Meisterwerke wie ASTRAL WEEKS oder MOONDANCE waren davon beeinflusst. Dylan wandelte auf TRIPLICATE zuletzt auf den Spuren von Frank Sinatra und Billie Holiday, sein teils fast verstörender Vortrag war voll verzweifelter Hoffnung und dunkelster Melancholie. Bei Morrison geht’s leichtfüßiger und auch wohltemperierter zu. Hier ein elegantes Saxofonsolo, da perlendes Klavier, wärmende Bläserparts und wie nebenbei hingeworfene Gitarrenklänge. Sehr sophisticated klingt das, beschwingt – und Morrison selbst ist natürlich die vollendete Souveränität. Singen kann er halt einfach. Vor allem gibt’s Standards von Größen wie George und Ira Gershwin (›A Foggy Day‹, ›They Can’t Take That Away From Me‹), Cole Porter (›I Get A Kick Out Of You‹) und Walter Donaldson und Gus Kahn (›Makin’ Whoopee‹) zu hören, dazu sechs Eigenkompositionen – die sich gut zwischen die zeitlosen Klassiker einfügen und jedenfalls nicht negativ auffallen. Ein Herzensprojekt, ganz klar.

7/10

Van Morrison
VERSATILE
Caroline/Universal

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