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The Pearl Harts – GLITTER AND SPIT

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Pearl Harts Glitter And Spit

Wut ist kein guter Rat- und Taktgeber.

Shirley Manson von Garbage ist ein großer Fan der beiden britischen Mä­­dels. Das wundert einen nicht, denn Sarah und Kirsty sind so etwas wie moderne Riot Grrrls, also die Nach­folgerinnen jener 90er-Jahre-Bewegung, die Babes In Toyland, Sleater-Kinney oder Bikini Kill hervorbrachte. Hierzulande kamen etwa die Berliner Lemonbabies dieser neuen Spielart weiblichen Rocks nahe. Keine Kompromisse, sowohl musikalischer als auch textlicher Natur – das steht auch bei den beiden Britinnen ganz oben auf der Agenda. Gitarre und Schlagzeug allerdings limitieren das Ganze ein wenig, und deshalb klingen Songs wie ›Black Blood‹ oder ›The Rush‹ wie halbherzige Rage-Against-The-Machine-Kopien. Das Duo wird immer dann richtig gut, wenn es weniger Wut und mehr Gefühl in die Stücke packt. ›Lost In Time‹ ist eine tolle Ballade, die durchaus Charme und das Potenzial zum Underground-Hit hat. Strecken­weise erinnern die beiden mit ihrer Rotzigkeit an The Last Internationale; es fehlt bloß das Filigrane, die Arbeit an den Kleinigkeiten. Feinjustierung nennt man das wohl. Aber dafür ist das Ganze ja auch DIY.

6/10

The Pearl Harts
GLITTER AND SPIT
MOTÖR MUSIC/EDEL

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