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The Good, The Bad & The Queen – MERRIE LAND

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Good Bad Queen Merrie Land

Die Supergruppe um Damon Albarn überzeugt auch auf Album Nummer zwei.

Wie macht Damon Albarn das ei­­gentlich? Blur, Gorillaz, The Good, The Bad & The Queen. Überall liefert er, und zwar in quasi durchgehend hoher Qualität. Da macht auch MERRIE LAND keine Ausnahme. Im Verbund mit The-Clash-Bassist Paul Simonon, Afrobeat-Pionier Tony Allen, Gitarrist Simon Tong von unter anderem The Verve und Blur sowie Produzent Tony Visconti schafft er Tracks, die ohne große Refrains und konzise Songstrukturen auskommen, sich bisweilen fast windschief voran schieben und dennoch wieder und wieder gehört werden wollen. Thematischer Hintergrund der Platte ist das na­­hende Ausscheiden Großbritanniens aus der EU. „I see myself moving backwards in time“, heißt es in ›Nineteen Seventeen‹. Albarn sprechsingt, dazu schaffen Streicher, Flöten und Trompeten eine mal gespenstische, mal melancholische, mal zutiefst romantische Stimmung. Ein bisschen Music Hall hier, ein bisschen Reggae, ein bisschen Folk dort. So dringlich wie komplex. Am Ende dann das wunderschöne ›The Poison Tree‹, ein musikalisches Kleinod britischer Songschreiberkunst. Und jetzt singt Albarn doch noch.

8/10

The Good, The Bad & The Queen
MERRIE LAND
WARNER

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