Review: Smashing Pumpkins – SHINY AND OH SO BRIGHT, VOL.1/LP: NO PAST. NO FUTURE. NO SUN.

Smashing Pumpkins Shiny And Oh So Bright

Billy Corgan zieht den Hals aus der Schlinge.

Ganz ehrlich: Für Fans der frühen Smashing Pumpkins waren die letzten Jahre schmerzhaft. Billy Cor­­gan, zu Beginn der 90er noch als spinnertes Genie gefeiert, schien endgültig zum Wirrkopf verkommen zu sein. Er war jetzt Stammgast in der Show von Kons­pirations-Schreihals Alex Jones, verlor sein Geld als Wrestling-Liga Unternehmer. Die Alben seiner Post-Reunion-Smashing-Pumpkins versandeten, sein Soloalbum als WPC interessierte keine Sau. Jetzt zu sagen „okay, ich rufe die alte Truppe wieder zusammen“ und dann Gitarrist James Iha und Drummer Jimmy Chamberlin (nicht aber Bas­sistin D’Arcy Wretzky) aus der glorreichen Früh­phase der Band (GISH 1991, SIAMESE DREAM 1993, MELLON COLLIE… 1995) zurück an Bord zu holen, das roch nach Verzweiflung, nicht nach Inspiration. Aber manchmal scheint es sie echt zu geben, diese mystische Bandchemie. ZWINGT MICH NICHT DIESEN AFFIGEN TITEL AUS­ZUSCHREIBEN, BITTE entpuppt sich als erstaunlich relaxte, souveräne Alternativ-Pop-Platte. ›Knights Of Malta‹ läutet die acht Songs als Gospelgroove-Variante von ›Tonite, Tonite‹ ein, ›Silvery Sometimes‹ spiegelt ›1979‹ durch einen New-Order-Filter. Geht doch! Nur ›Marching On‹ verbreitet den Standard-Skischuh-Rock, den uns Corgan zur ZEITGEIST-Ära auftischte, ansonsten scheint der Refrain von ›Travels‹ Programm zu sein: „It’s where I belong“ wiederholt Billy hier. Iha und Chamberlin tun ihm gut.

7/10

Smashing Pumpkins
SHINY AND OH SO BRIGHT, VOL.1/LP: NO PAST. NO FUTURE. NO SUN.
NAPALM RECORDS/UNIVERSAL

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