Review: The Alarm – EQUALS

The Alarm Equals

Mike Peters ist nicht zu stoppen.

Er hat genug Stoff, über den es sich zu schreiben lohnt: Nach seiner Leukämie-Erkrankung sowie der Brustkrebs-Diagnose bei seiner Frau ist Mike Peters ein 59-Jähriger, dessen Leben mehrfach auf den Kopf gestellt wurde. Einer, der nichts mehr zu verlieren hat. Der bereit ist, bis zuletzt zu kämpfen, der Krankheit die Stirn zu bieten und seine Musik als Ventil bzw. Mittel zur Selbsttherapie zu nutzen. Das tut er, indem er auf fulminanten, leidenschaftlichen, dynamischen Power-Rock setzt – mit messerscharfen Gitarrenriffs, die auch mal von Billy Duffy (The Cult) kommen, einem Gesang in der Manier von Bono oder Jim Kerr, aber auch kraftvoller Harmonika-Soli und jenem wunderbaren Mix aus akustischen wie elektrifizierten Passagen, der von jeher ein Marken­zeichen der Band aus Wales ist. Dazu gesellen sich Texte, die sich mit Peters Gesundheitszustand und dem Chaos der modernen Welt befassen. Beides macht ihn wütend, lässt ihn mit Durchhalteparolen wie „don’t give up the fight/don’t back down“ (›Tomorrow‹) jonglieren oder mit optimistischen Weisheiten wie „Whatever you think you are today, you can be tomorrow“ aufwarten. Nur den nervigen Technobeat in ›Two Rivers‹ hätte er sich sparen können…

7/10

The Alarm
EQUALS
THE TWENTY FIRST CENTURY RECORDING COMPANY/ROUGH TRADE

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