-

The Ace Of Cups – THE ACE OF CUPS

■

Ace Of Cups

Wie aus einem Märchen…

1967 fanden fünf junge Frauen in San Francisco zusammen, um ge­­meinsam zu musizieren, sie spielten im Vorprogramm von The Gra­­teful Dead und Jimi Hendrix, verliefen sich dann jedoch in unterschiedliche Him­melsrichtungen. Erst 50 Jahre später veröffentlichen vier der heute reifen Seniorinnen ihr Debüt und klingen darauf so frisch, hungrig und wundervoll, als wäre das halbe Jahrhundert dazwischen nie vergangen. Omas am Werk? Fehlalarm! Diese Damen verweben (zusammen mit hochkarätigen Gästen) gekonnt Rock’n’Roll, Blues, Soul und Folk zu einer sich ins Herz eingravierenden Mixtur, betten diese sanft auf psychedelischem 60er-Bay-Area-Samt und verfeinern sie mit warmen Harmoniegesängen und gemäßigten Klangexpe­rimenten. Neue Kompositionen reihen sich an alte Motive und ergeben ein Album mit insgesamt 26 (!!) Nummern, von denen man keine einzige missen möchte. Vor allem die oftmals feminine Per­spektive wie in ›Mama’s Love‹ oder ›Macushla/Thelina‹ steht der Musik äußerst gut und fügt sich ausgezeichnet in eine Reihe pop-affiner Songs wie ›Feel Good‹ oder dem absolut McCart­ney-würdigen ›Pretty Boy‹, sowie neben Melan­cholischeres á la ›Simplicity‹ oder das zehnminütige, Led-Zeppelin-artige ›Medley‹. Sogar die An­­fangs­takte des Hip-Hop-Hits ›No Diggity‹ haben die Damen in ihr akustisch-souliges ›Grandma’s Hands‹ eingebaut. Hach, The Ace Of Cups… Danke!

8/10

The Ace Of Cups
THE ACE OF CUPS
HIGH MOON RECORDS

- Advertisement -
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -