-

Testament – BROTHERHOOD OF THE SNAKE

■

testamentQualitäts-Thrash aus der Bay Area.

Testament haben nach Zwangspause und längerer Durststrecke wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden: Das fulminante Comeback-Album THE FORMATION OF DAMNATION (2008) bedeutete die Initialzündung für die Neube­lebung der Band aus San Francisco. Mit DARK ROOTS OF EARTH behaupteten die Mitbegründer des Bay Area Thrashs 2012 ihren wiedergewonnenen Platz in der Spitzengruppe. Vier Jahre danach veröffentlicht die Band nun das nächste Schwergewicht, denn BROTHERHOOD OF THE SNAKE hält souverän das Niveau der beiden Vorgänger. Die Herren beherzigen auf dem elften Studioalbum ihre Trademarks. Das bedeutet endgeiles Riffgeschredder, abwechslungsreiches Schlagzeugspiel von Drum-Tier Gene Hoglan, Soli von Joe-Satriani-Musterschüler Alex Skolnick und ein Chuck Billy in Bestform. Die gewaltige Stimme des früher im Indianerreservat lebenden Frontmanns changiert zwischen brutal, melodisch und growlig, die auf dem Vorgänger noch hochgefahrenen Death-Metal-Einflüsse sind aber kaum noch zu hören. Testament verstehen es ohnehin, trotz aller Garstigkeit auch Milde walten und den nötigen Platz für Melodien zu lassen. Einziges Manko: Der von Juan Orteaga produzierten Scheibe mangelt es ein wenig an Überraschungs-Momenten, denn jede der zehn Nummern hätte so auch auf den beiden Vorgängerwerken laufen können. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau: Auch 29 Jahre nach ihrem Meilenstein THE LEGACY liefern Testament durchweg Qualitätsarbeit ab.

8/10

Text: Matthias Bossaller

Testament
BROTHERHOOD OF THE SNAKE
NUCLEAR BLAST/WARNER

- Advertisement -

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -