Review: Tedeschi Trucks Band – SIGNS

Tedeschi Trucks Band Signs

Das Southern- und Blues-Rock-Kollektiv ist erneut auf Höhenflug.

Eine neues Album der Tedeschi Trucks Band ist allemal ein gutes Zeichen. Doch das hochtalentierte Ehepaar Su­­san Tedeschi (Gitarre, Gesang) und Derek Trucks (Gitarre) sowie ihre zehn nicht minder talentierten Begleiter haben auch andere Zeichen (SIGNS) ausgemacht: politische Polarisation, Intoleranz, Vorurteile. Dazu sind seit ihrem letzten Album LIVE FROM THE FOX OAKLAND gleich mehrere ihnen nahestehende Weggefährten und Familienmit­glieder verstorben: etwa Dereks Onkel Butch Trucks (Allman Brothers Band), Gregg Allman sowie Gönner und Förderer Leon Russell. Diese Begleitumstände lassen kein Happy- und Jubel-Album erwarten. Wer jetzt allerdings von dem grandiosen Southern- und Blues-Rock-Kollektiv weinerliches Gesülze erwartet, kennt die Band nicht. Von wegen: Sie verwandeln in elf neuen Tracks Trauer und Wut in Energie und Optimis­mus. Schon mit dem Titeltrack und Opener, zu dem Doyle Bramhall II einige schlaue Harmonie-Wendungen beisteuerte, gelingt die emotionale Transformation perfekt. ›High Times‹ heißt der Song im Untertitel. Und das völlig zu Recht. Weitere Songs wie ›Strengthen What Remains‹, ›Still Your Mind‹ und das schmissige ›Hard Case‹ halten dieses seelenvolle Hochgefühl – und machen das Album zum nicht verschreibungspflichtigen Mutmacher.

9/10

Tedeschi Trucks Band
SIGNS
FANTASY RECORDS/CONCORD

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