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Simple Minds – ACOUSTIC

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simple-mindsAkustisch ja, Unplugged nein.

Die Schotten waren sich von Beginn an einig, mit diesem Projekt nicht in die Besinnlichkeitsfalle zu tappen. Das ist schon mal ein guter Vorsatz, denn Kuschelrock im Simple-Minds-Style mit Weihrauchgeruch in der Nase und ›Belfast Child‹ im Ohr, das wäre sehr vorhersehbar und langweilig gewesen. Stattdessen entwickelten die beiden Band­chefs, Sänger Jim Kerr und Gitarrist Charlie Burchill, eine Art Kneipenversion ihrer Band. Der pathetische Rock der Simple Minds klingt auf ACOUSTIC nicht nach Stadion, sondern nach dem Pub um die Ecke. Das funktioniert größtenteils gut, weil die Arrangements klug sind und die Songauswahl stimmt: Natürlich gibt es die großen Hits, ›Don’t You (Forget About Me)‹ oder ›Alive & Kicking‹ mussten auf die Liste, das Ding soll sich schließlich anständig verkaufen. Entschieden haben sich die Schotten aber auch für einige ältere Perlen: Das auch ohne elektrische Gitarren pulsierende ›The American‹ aus dem Jahr 1981, dazu gleich vier Songs von NEW GOLD DREAM (81-82-83-84), dem zuletzt neu aufgelegten besten Album ihrer Karriere. Bei ›Promised You A Mircale‹ singt die schottische Kollegin KT Tunstall mit, der Track gewinnt dadurch an Wucht. Wirklich besinnlich wird es nur zum Ende der CD-Version (das Doppel-Vinyl bietet noch drei Bonus-Tracks): Mit ›Long Black Train‹ covern die Simple Minds ein Stück des Songwriters und Crooners Richard Haw­ley aus Sheffield. Eine absolut gelungene Interpretation, zumal Jim Kerrs Stimme im Alter durchaus das Zeug für dunkle Balladen besitzt.

6/10

Simple Minds
ACOUSTIC
CAROLINE/UNIVERSAL

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