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Selig – MYRIADEN

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Pop-Appeal und Sanftmut

Auf ihrem neuen Album vereinen Selig Gesellschaftskritik, Optimismus und verschiedenste musikalische Spielarten zu einem homogenen Guss. Stellenweise strahlt MYRIADEN einen starken Pop-Appeal aus, was man mögen muss, am Ende meistert die Hamburger Kultband aber auch diese Gratwanderung solide. Während auf der ersten Hälfte neben Jamiroquai-Tunes wie ›Spacetaxi‹ und einigen sehr radiotauglichen Passagen wie in ›Alles ist so‹ vor allem der nostalgische Opener ›Süßer Vogel‹ gefällt, widmen sich Plewka, Neander und Co. ab dem Feelgood-Rocker ›Selig‹ einer ihrer großen Stärken und zelebrieren den Rest mit teils herzerweichenden, immer wundervoll komponierten und lyrisch herrlich anschmiegsamen Arrangements.

›Paradies im Traumrausch‹ fühlt sich an, als würden einem unter Wasser transzendentale Ströme durch die Ohren fließen, ›Postkarte‹ glänzt durch knarzige Vintage-Vibes und Streicher, ›So lang gewartet‹ und ›Zeitlupenzeit‹ durchtränken die Seele mit großem Fernweh.

7 von 10 Punkten

Selig, MYRIADEN, UNIVERSAL

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