Review: Ringo Starr – WHAT’S MY NAME

Wer bin ich gleich noch mal? Klare Sache

Unser Ringo bringt mal wieder ein Album raus, das 20. seit SENTIMENTAL JOURNEY von 1970. Man möchte unken, ob sowas wirklich noch nötig sei. Immerhin wurde der Gute schon vor Jahrzehnten von seinen früheren Bandkollegen öffentlich verspottet und viele folgten diesem Scherz blind in ihrem Urteil über den Lustigsten der Beatles, als diese noch alle lustig sein wollten. Ein totaler Fehler, denn Ringo hat neben seinem Riecher für unkopierbares, musikalisches Drumming eine weitere unschlagbare Stärke, damals wie heute: Richard Starkey ist eine richtig dufte Type, eine gute Haut – und das hat zweierlei Effekt auf seine Alben. So auch auf WHAT’S MY NAME: Jeder mag den Ringo und darum kann der sich auch über Beaucoups Of Friends abseits und innerhalb des Heimstudios freuen. Paul McCartney, mit dem am Bass er das späte Lennon-Demo ›Grow Old With Me‹ letztlich beatlet, Steve Lukather, Schwager Joe Walsh, Dave Stewart, Edgar Winter sind da als größte Namen und neben dem externen Songwriter Sam Hollander als einflussreichste Mitwirkende zu nennen – allesamt Qualitätsgaranten, klar. Und weil Ringo so ein anständiger Kerl ist, strahlen seine vielköpfig besetzten Beat-Nummern, garstig schrulligen Soul-Stücke und infantilen Balladen mit ihren Schüttelreimen und seiner Angewohnheit der rudimentären Gesangsphrasierung eine besondere Ehrlichkeit aus. Da gibt es keinen Kitsch, keine kalkulierte Plumpheit, auch wenn er sich selbst covert. Ringo sagt es so, wie es sich für ihn anfühlt, so, wie er es kann und genau so, wie er ist.

7/10

Ringo Starr
WHAT’S MY NAME
UNIVERSAL

4 KOMMENTARE

  1. Ringo ist ein Beatles und das reicht mir, einer für mich fähigsten Köpfe der musikgeschichte, es gibt auch andere aber für mich
    sind es die Beatles und hoffentlich nicht das letzte der beiden.

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