Review: Redd Kross – BEYOND THE DOOR

redd kross beyond the door

Indie? Retro? Rock’n’Roll!

Die 1980 im Umfeld der kalifornischen Punkszene gegründete Band wird gerne als archetypische Indierock-Band bezeichnet, während man aus heutiger Sicht angesichts der Vorliebe der Truppe um die Brüder Jeff und Steve McDonald für 60s-Melodien und Garagenrock auch eine Retro-Einstellung unterstellen könnte. Beides ist aber wenig zielführend. Vielmehr waren und sind Redd Kross eine jener Bands, die sich Gitarren umhängen, die Verstärker aufreißen und losrocken, ohne dabei das Hirn auszuschalten. Herausgekommen sind dabei auch beim siebten Album der Formation eingängige Stücke, die vor zwingenden Gitarren- und Bassriffs genauso strotzen wie vor intelligenten Texten wie etwa bei ›What’s A Boy To Do?‹. Vor allem aber ist BEYOND THE DOOR ein richtiges Rock’n’Roll-Album geworden, das einen vom ersten bis zum letzten Song umreißt und mitnimmt – was möglicherweise dem Umstand geschuldet ist, dass erstmals die langjährigen Mitglieder der Liveband, Gitarrist Jason Shapiro und Drummer Dale Crove, bei einem Studioalbum mitgewirkt haben. Und auch ihren Humor haben Redd Kross nicht verloren, beenden sie das Album doch mit einer Coverversion des Sparks-Klassikers ›When Do I Get To Sing ,My Way‘‹.

7/10

Redd Kross
BEYOND THE DOOR
MERGE/CARGO

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